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Türkei greift durch F16-Kampfjets bombardieren Kurden im Südosten

Die Beziehungen zwischen türkischer Regierung und PKK haben sich zuletzt massiv verschlechtert. Nun hat die türkische Luftwaffe kurdische Stellungen im eigenen Land mit Kampfjets angegriffen.

Die türkische Armee hat erstmals seit mehr als eineinhalb Jahren Luftangriffe auf Stellungen der verbotenen kurdischen Arbeiterpartei PKK im eigenen Land geflogen. Die PKK warf dem Militär daraufhin eine Verletzung der Waffenruhe vor, die die kurdische Organisation im März vergangenen Jahres ausgerufen hatte.

Die Kämpfe um die syrisch-kurdische Grenzstadt Kobane haben die Spannungen zwischen der PKK und der türkischen Regierung verschärft. Die PKK wirft Ankara vor, einem drohenden Massaker an den Kurden in Kobane durch die sunnitische Terrormiliz IS tatenlos zuzuschauen.

Mehrstündiges Gefecht

Der bewaffnete Flügel der PKK teilte mit, zwei Stellungen der kurdischen Milizen in Daglica in der Provinz Hakkari an der Grenze zum Irak seien am Montag bombardiert worden. In der Region hätten sich PKK-Kämpfer und Soldaten Gefechte geliefert. Die PKK-nahe Agentur Firat meldete, zunächst habe die Armee PKK-Stellungen mit Mörsern und Haubitzen beschossen. Danach sei es zu einem dreistündigen Gefecht gekommen. Anschließend hätten Kampfjets aus der Luft eingegriffen. Über Opfer war zunächst nichts bekannt.

Türkische Medien berichteten, die Armee habe Kampfflugzeuge der US-Typen F-16 und F-4 eingesetzt, nachdem PKK-Kämpfer eine Polizeistation angegriffen hätten. Die Armee bestätigte die Luftangriffe nicht. Sie teilte lediglich mit, "Terroristen" hätten unter anderem in Hakkari Sicherheitskräfte angegriffen.

Öcalan stellt Ultimatum

Die Regierung und die PKK bemühen sich um einen Friedensprozess, der angesichts der Angriffe des IS auf die syrische Kurdenstadt Kobane inzwischen aber gefährdet ist. Die Türkei weigert sich, den Kurden in Syrien militärisch beizustehen. Der inhaftierte PKK-Chef Abdullah Öcalan hat vor einem Ende des Friedensprozesses gewarnt, sollte der IS in Kobane ein Massaker verüben.

Medienberichten zufolge hat Öcalan der Regierung in Ankara Zeit bis zu diesem Mittwoch gegeben, um den Friedensprozess zu retten. In der vergangenen Woche war es in vielen Provinzen im kurdisch dominierten Südosten der Türkei zu Protesten für den Schutz Kobanes gekommen. Dabei starben mehr als 30 Menschen. Viele davon kamen bei Zusammenstößen zwischen Anhängern der PKK und Islamisten ums Leben.  

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