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Weltgesundheitsgipfel in Berlin Frank-Walter Steinmeier fordert eigene EU-Mission gegen Ebola

Frank-Walter Steinmeier hat eine bessere internationale Zusammenarbeit bei der Eindämmung der Ebola-Epidemie angemahnt. In dem Kampf könne kein Land allein erfolgreich sein, so der Außenminister.

Die EU muss nach Ansicht von Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier ihre Hilfe zur Bekämpfung der Ebola-Epidemie verstärken. Einen Tag vor dem EU-Außenministertreffen in Luxemburg forderte er eine bessere Koordinierung der EU und einen Beitrag auch der kleinen EU-Staaten. Deutschland bilde derzeit Freiwillige für den Einsatz in dem westafrikanischen Krisengebiet aus. "An diesen Ausbildungskapazitäten könnten auch Angehörige anderer EU-Länder partizipieren", sagte Steinmeier bei der Eröffnung der World Health Summit in Berlin. Die EU sollte aber auch offiziell präsenter in den Krisengebieten sein. "Wir sollten erwägen, eine eigene zivile EU-Mission zu entsenden." Dies würde auch Mitgliedstaaten ohne eigene nationale Strukturen vor Ort eine Plattform bieten, medizinisches Personal zu entsenden.

In den vergangenen Tagen hatte es mehrfach Kritik von Koalitionspolitikern gegeben, dass die EU sowohl bei der Flüchtlingshilfe in Nordirak und Syrien als auch bei der Ebola-Bekämpfung nicht aktiv genug sei. Mittelfristig sollte die EU auch darüber nachdenken, einen Pool für medizinische und logistische Experten aufzubauen, der bei akuten Krisen schnell und zielsicher eingesetzt werden könne, sagte Steinmeier. Er erinnerte in diesem Zusammenhang daran, dass dies bei Wahlbeobachter-Missionen bereits gut funktioniere.

Steinmeier hatte zuvor bereits in der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung" ein stärkeres Engagement der internationalen Gemeinschaft im Kampf gegen Ebola gefordert. Im Rahmen des World Health Summit treffen sich jedes Jahr mehr als 1000 Vertreter aus Wissenschaft, Wirtschaft, Politik und Zivilgesellschaft, um über die globale Gesundheitsversorgung zu diskutieren.

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