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Taliban-Anschlag auf Schule in Kabul Offenbar Deutscher unter den Opfern

Bei einem Selbstmordattentat auf eine Schule in Kabul ist offenbar ein Deutscher getötet worden. Ein Jugendlicher hatte sich während einer Schulaufführung in die Luft gesprengt.

Bei einem Selbstmordattentat auf eine der ältesten Schulen Kabuls ist nach Angaben der afghanischen Regierung ein Deutscher getötet worden. Der geschäftsführende Innenminister Mohammed Ajub Salangi sagte, er wisse allerdings nicht, ob es sich um einen Mann oder eine Frau handle. Polizeichef Abdul Rahman Rahimi sagte hingegen, die getötete Person sei ein Mann, nannte aber keine weiteren Einzelheiten.

Ein Sprecher des Bundesaußenministeriums sagte, die deutsche Botschaft in Kabul stehe in Kontakt mit afghanischen Behörden, um zu klären, ob Deutsche von dem Anschlag betroffen seien. Derzeit habe er keine verlässlichen Informationen über mögliche Opfer und deren Nationalität.

Ein Sprecher der französischen Botschaft sagte, dass das Todesopfer in der von der französischen Regierung finanzierten Estaklal-Schule jedenfalls kein Franzose sei. Außenminister Laurent Fabius sagte, auch unter den Verletzen sei keinen Franzosen. "Ich verurteile diesen Terrorakt auf das Schärfste", sagte er. Es müsse alles getan werden, um die Täter vor Gericht zu bringen.

Zunächst kein Bekenntnis zur Tat

Ein etwa 16-jähriger Attentäter habe sich während einer Musikaufführung in der Schule in der afghanischen Hauptstadt die Luft gesprengt, erklärte die Polizei. "Es gab einen Toten und zwischen 15 und 20 Verletzte", sagte Rahimi. "Wegen des Rauchs ist es unmöglich, die Zahl der Opfer genau zu benennen." Zunächst bekannte sich niemand zu dem Anschlag. Vermutet wurden dahinter aber die radikalislamischen Taliban.

Deutschland plant, nach dem Abzug der Internationalen Afghanistanschutztruppe Isaf bis zu 850 Soldaten in Afghanistan zu belassen, die einheimisches Militär ausbilden und beraten sollen.

Anschlag während Schulaufführung

Die Estaklal-Schule nahe dem Präsidentenpalast im Herzen Kabuls gilt als eine der renommiertesten in Afghanistan und hat viele prominente Absolventen. Sie wird vom französischen Staat betrieben und unterrichte lange Zeit nur auf Französisch. Das Musikstück mit dem Titel "Herzschlag: Stille nach der Explosion" wurde im Konzertsaal des französischen Kulturzentrums auf dem Gelände der Schule aufgeführt.

Eine Augenzeugin sagte, der Attentäter sei an ihr vorbei in den Saal gegangen und habe dann im Inneren seinen Sprengsatz gezündet. "Viele meiner Freunde sind dort drinnen und ich weiß nicht, was mit ihnen passiert ist", sagte sie. Andere Zeugen berichteten, dass die Explosion sich am hinteren Ende des Saals ereignet habe, wo Journalisten mit Fernsehkameras die Veranstaltung aufzeichneten. Die Afghanische Journalistenvereinigung berichtete von mindestens zwei verwundeten Reportern. 

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