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Angela Merkel Die Kanzlerin warnt eindringlich vor Pegida

"Folgen Sie denen nicht!" lautet der Appell der Bundeskanzlerin. Damit ruft sie in ihrer Neujahrsansprache gegen die Anti-Islam-Bewegung auf. Auch für Flüchtlinge findet sie deutliche Worte.

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat angesichts zahlreicher Kriege und Konflikte in der Welt Flüchtlingen die Hilfe Deutschlands zugesagt. "Es ist selbstverständlich, dass wir ihnen helfen und Menschen aufnehmen, die bei uns Zuflucht suchen", sagte Merkel in ihrer vorab veröffentlichten Neujahrsansprache.

Mit deutlichen Worten wandte sich Merkel gegen die Anhänger der Anti-Islam-Bewegung Pegida, die gegen eine Überfremdung Deutschlands demonstrieren. Sie rief die Bürger auf, sich von den Initiatoren nicht instrumentalisieren zu lassen. Diese wollten Menschen mit anderer Hautfarbe oder Religion ausgrenzen. "Deshalb sage ich allen, die auf solche Demonstrationen gehen: Folgen Sie denen nicht, die dazu aufrufen! Denn zu oft sind Vorurteile, ist Kälte, ja, sogar Hass in deren Herzen."

Über 200.000 Asylanträge

Pegida ist das Kürzel für "Patriotische Europäer gegen die Islamisierung des Abendlandes". Zuletzt nahmen rund 17.500 an der Pegida-Kundgebung in Dresden teil. In diesem Jahr dürfte die Zahl der Asylanträge auf über 200.000 steigen. Etwa ein Fünftel der Flüchtlinge kam aus dem Bürgerkriegsland Syrien. Im vorigen Jahr waren erstmals seit 16 Jahren mehr als 100.000 Asylbewerber nach Deutschland gekommen.

Auch Bundespräsident Joachim Gauck hatte in seiner Weihnachtsansprache vor dem Hintergrund der Pegida-Demonstrationen zu Hilfen für Flüchtlinge aufgerufen. Das sei ein Zeichen der Menschlichkeit.

Flüchtlings-Rekord

Weltweit gebe es so viele Flüchtlinge wie noch nie seit dem Zweiten Weltkrieg, sagte Merkel. Viele seien buchstäblich dem Tod entronnen. Das vielleicht größte Kompliment für Deutschland sei, dass die Kinder Verfolgter hier ohne Furcht groß werden könnten.

Merkel bekräftigte zudem, dass sich Europa durch die Ukraine-Krise nicht spalten lasse. Es stehe außerfrage, dass Europa ein angebliches Recht des Stärkeren, der das Völkerrecht missachte, nicht akzeptieren könne.  

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