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Liveticker zu den Anschlägen in Paris Arabische Welt solidarisiert sich mit Frankreich

Keine Entwarnung im Großraum Paris +++ Attentäter hatte keine Verbindung zu deutschen Islamisten +++ Merkel, Steinmeier und Gabriel reisen zum Trauermarsch +++ Mehr im Ticker +++

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15:52 Uhr: Muslime laden zur Mahnwache in Berlin

Der Zentralrat der Muslime in Deutschland plant nach den Terrorakten in Paris für Dienstag eine Mahnwache für Weltoffenheit und Toleranz in Berlin. Er hoffe, dass die Spitzen des Staates der Veranstaltung beiwohnen, sagte der Zentralrats-Vorsitzende Aiman Mazyek. Ursprünglich war die Veranstaltung für Montag vorgesehen. Bundeskanzlerin Angela Merkel hatte eine Teilnahme der CDU an der Mahnwache zugesagt. Auch die SPD werde sich beteiligen, teilte die Partei am Samstag mit. Geplant sind Reden sowie eine Kondolenzgeste an die Französische Botschaft in Berlin.

15:31 Uhr: Solidarität mit Frankreich in der arabischen Welt

Nach dem Anschlag auf das Satiremagazin "Charlie Hebdo" und den Polizeieinsätzen gegen islamistische Terroristen zeigt sich die muslimische Welt solidarisch mit Frankreich. Zeitungen kritisierten am Samstag die von Islamisten verursachte Gewalt. Die überregionale arabische Tageszeitung "Al-Sharq al-Awsat" schrieb von einem "Tag des Horrors", die ägyptische "Masry al-Youm" titelte: "Frankreich nimmt Rache für die Opfer".

Der ägyptische Präsident Abdel Fattah al-Sisi sprach seinem Amtskollegen François Hollande am Freitag sein "erneutes aufrichtiges Beileid im Namen Ägyptens" aus. Auch der irakische Schiitenprediger Muktada al-Sadr verurteilte die Angriffe als "nicht der Ethik des Islam" entsprechend. Der Chef der schiitischen Hisbollah im Libanon, Hassan Nasrallah, sagte, Terroristen hätten dem Islam mehr geschadet als jeder andere in der Geschichte. "Sie haben den Propheten Gottes und die islamische Welt beleidigt".

14:43 Uhr: Französische Ermittler: Keine Verbindung zu deutschen Islamisten

Die islamistischen Terrorverdächtigen von Paris hatten nach einem Zeitungsbericht keine Kontakte in die deutsche Dschihadisten-Szene. Das berichtet die "Welt am Sonntag" unter Berufung auf Sicherheitskreise in Berlin. "Unsere französischen Kollegen teilten uns mit, dass die erfasste Kommunikation keine deutsche Kennung hat. Es wurden auch keine Telefonate mit der deutschen Vorwahl 0049 registriert", zitiert die Zeitung einen "einflussreichen Beamten".

Die Terroristen Said und Chérif Kouachi waren den deutschen Sicherheitsbehörden als gewaltbereite Islamisten bekannt, schreibt das Blatt. Die Namen der beiden Brüder seien in den Computern gespeichert gewesen.

13:14 Uhr: Merkel will Sicherheit mit internationaler Zusammenarbeit stärken

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat angesichts der Terroranschläge in Frankreich die Bedeutung internationaler Geheimdienstarbeit hervorgehoben. "Ohne solch eine Kooperation gibt es so gut wie keine Möglichkeiten, dass ein Land alleine diese Aufgaben bewältigt", sagte Merkel zum Abschluss einer zweitägigen Klausur der CDU-Spitze in Hamburg. "Wir haben uns noch einmal vor Augen geführt, wie wichtig es ist, angesichts von Schengen Informationen auch europaweit auszutauschen." Als Beispiel nannte die Kanzlerin den Austausch von Fluggastdaten in Europa. Es gebe aber ein funktionierendes System der Sicherheit, betonte Merkel.

12:26 Uhr: Höchste Sicherheitsstufe im Großraum Paris wird beibehalten

Die französische Regierung hält nach der islamistischen Anschlagsserie an der höchsten Terrorwarnstufe im Großraum Paris fest.

Die höchste Sicherheitsstufe des Anti-Terror-Plans Vigipirate werde beibehalten, sagte Innenminister Bernard Cazeneuve am Samstag nach einer erneuten Krisensitzung unter Leitung von Staatschef François Hollande in Paris. Die Sicherheitsmaßnahmen sollten sogar noch verstärkt werden.

"Wir sind in Anbetracht der Umstände Risiken ausgesetzt", sagte Cazeneuve. "Deswegen behalten wir die Mobilisierung aller Mittel bei (...) und verstärken sie noch, um die Sicherheit einer Reihe von Institutionen und religiöser Stätten noch besser gewährleisten zu können."

11:30 Uhr: Merkel, Steinmeier und Gabriel reisen zum Trauermarsch

Mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU) reisen auch Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) und SPD-Chef und Vizekanzler Sigmar Gabriel am Sonntag zum Trauermarsch für die Opfer der islamistischen Anschläge in Paris. Das bestätigten das Auswärtige Amt sowie ein SPD-Sprecher am Samstag in Berlin. Am Freitagabend hatte Merkel ihre Teilnahme an der Kundgebung angekündigt.

10:38 Uhr: Neue "Charlie Hebdo"-Ausgabe soll in mehreren Ländern erscheinen

Die neue Ausgabe des französischen Satire-Magazins "Charlie Hebdo" soll neben Frankreich auch in mehreren weiteren Ländern erscheinen. Wie am Freitag aus Pressekreisen verlautete, soll das Magazin auf jeden Fall in Spanien und der Schweiz verbreitet werden, doch verhandele der Vertreiber MLP auch mit Partnern in weiteren Ländern wie Kanada.

09:40 Uhr: Notfalltreffen im Elysée-Palast

Nach den Terroranschlägen und Geiselnahmen will die französische Regierung bei einem Notfalltreffen am Samstag Maßnahmen zur Verhinderung weiterer Attacken beschließen. "Die Bedrohungen, die Frankreich begegnen, sind nicht zu Ende", sagte Präsident François Hollande. 

08:18 Uhr: Wo ist Hayat Boumeddiene?

Nach der 26-jährigen Lebensgefährtin des Supermarkt-Geiselnehmers Amedy Coulibaly, Hayat Boumeddiene, wird wegen der tödlichen Schüsse auf eine Polizistin am Mittwoch gefahndet. Ob auch sie in die Geiselnahme nördlich von Paris involviert war, ist zunächst unklar. Möglicherweise ist Boumeddiene als Geisel getarnt entkommen. Das berichtet CNN unter Berufung auf einen Polizeisprecher vor Ort. Der Geiselnehmer selbst verneinte ihre Anwesenheit in einem Gespräch mit dem französischen Sender BFMTV kurz vor seinem Tod.

Die Polizei konnte der 26-Jährigen inzwischen nachweisen, dass sie im Vorfeld rund 500 Mal mit der Lebensgefährtin eines Kouachi-Bruders telefonierte. Es ist wahrscheinlich, dass sie mindestens in die Anschlags-Pläne eingeweiht war.

07:40 Uhr: Vermeintliche Geisel informierte Polizei per Telefon

Beim Überfall der beiden mutmaßlichen "Charlie-Hebdo"-Attentäter auf eine Druckerei nordöstlich von Paris konnte sich ein Mann in einem Karton verstecken und per Telefon die Fahnder informieren.

Die beiden Terroristen, die sich in einem anderen Teil des Industriegebäudes aufhielten, hätten den Mann nicht entdeckt, der inzwischen als Held gefeiert werde, berichtete der TV-Sender BFMTV am Freitagabend. Der Mann habe die Polizei detailreich über die Örtlichkeit informiert. 

07:17 Uhr: Al-Kaida droht Frankreich mit weiteren Anschlägen

Die Terrorgruppe Al-Kaida auf der Arabischen Halbinsel (AQAP) hat Frankreich mit weiteren Anschlägen gedroht. Es werde neue Angriffe geben, sollte das Land nicht damit aufhören, den Islam, seine Symbole und die Muslime zu "bekämpfen", schrieb die Dschihad-Beobachtungsplattform Site am Freitagabend. Sie berief sich auf eine per Video verbreitete Rede von Harith bin Ghasi al-Nadhari, einer der wichtigsten Glaubenshüter der Gruppe.

06:00 Uhr: USA rufen Bürger zu erhöhter Wachsamkeit im Ausland auf

Nach den Attentaten von Paris ruft die US-Regierung ihre Bürger zu besonderer Vorsicht im Ausland auf. Das Außenministerium in Washington erklärte am Freitag, die Wachsamkeit müsse erhöht werden.

Es sprach von einer anhaltenden Gefahr von Terrorattacken und gewalttätigen Übergriffen auf amerikanische Staatsbürger, die sich im Ausland aufhalten.

03:00 Uhr: Al-Kaida im Jemen soll Anschlag angeordnet haben

Der jemenitische Ableger des Terrornetzwerks Al-Kaida hat nach Angaben eines Mitglieds der Gruppe den Anschlag auf die französische Satirezeitschrift "Charlie Hebdo" angeordnet. Damit habe man die Ehre des Propheten Mohammed rächen wollen, hieß es in einer Erklärung, die das Al-Kaida-Mitglied.

02:40 Uhr: Twitter-Hashtag #JeSuisCharlie mehr als fünf Millionen Mal verwendet

Der Slogan "Je suis Charlie" (Ich bin Charlie) als Zeichen der Solidarität verbreitete sich in Windeseile weltweit: Auf dem Kurznachrichtendienst Twitter wurde der Hashtag #JeSuisCharlie nach der Attacke bisher mehr als fünf Millionen Mal benutzt.

Das teilte Twitter France am Freitagabend auf seiner Twitter-Seite mit. Der Hashtag wurde von Nutzern auf allen Kontinenten verwandt, wie auf einer entsprechenden Karte zu sehen ist - der Schwerpunkt liegt in Europa und an der Ostküste der USA. 

21:12 Uhr: Hollande soll über Doppelschlag entschieden haben

Frankreichs Staatspräsident François Hollande hat nach den Worten von Regierungschef Manuel Valls selbst über den Doppelschlag der Polizei gegen die Terroristen entschieden. Valls erklärte am Freitagabend in Paris, man stehe im Kampf gegen den Terrorismus vor einer beispiellosen Herausforderung. Der Sozialist versprach, die Taten vollständig aufzuklären. Die Opfer und ihre Familien hätten ein Recht auf die Wahrheit. Der konservative Ex-Präsident Nicolas Sarkozy sagte am Abend, Barbaren hätten Frankreich den Krieg erklärt.

21:04 Uhr: Geiselnehmer legte Telefon nicht richtig auf

Die Polizei hat bei der Geiselnahme in einem jüdischen Supermarkt in Paris live mitgehört, weil der Terrorist ein Telefon nicht richtig aufgelegt hatte. Wie französische Medien unter Berufung auf Ermittler am Freitagabend berichteten, unterlief dem Geiselnehmer Amedy Coulibaly das Missgeschick, als er von einem Telefon im Laden einen Bekannten anrief. Dadurch wussten die Beamten genau, was der Attentäter vorhatte. Sie entschlossen sich laut Agentur AFP kurz nach 17.00 Uhr zum Zugriff, als sich der Geiselnehmer etwas entspannte. Der Sender BMFTV berichtete, der Angriff begann, als Coulibaly Gebete sprach. Im Zuge der Schießerei, Geiselnahme und Befreiung starben fünf Menschen - einschließlich des Täters. 

20:37 Uhr: Obama: USA stehen an der Seite der Franzosen

US-Präsident Barack Obama versichert Frankreich seiner Solidarität: Die USA stünden an der Seite des französischen Volks.

20:27 Uhr: De Maizière: "Ausschließen kann man einen Anschlag nicht"

Nach Angaben von Innenminister Thomas de Maizière (CDU) hat Deutschland die Sicherheitsvorkehrungen nach dem Terroranschlag in Frankreich erhöht. "Wir sind in engem Kontakt mit den Ländern und haben einen Plan für solche Fälle, den haben wir hochgefahren", sagte de Maizière am Freitag in Hamburg ohne Einzelheiten zu nennen. "Ausschließen kann man einen Anschlag nicht. Wir sind wachsam, voller Sorge, aber ohne Angst." Zugleich warnte er vor vorschnellen Bewertungen der französischen Polizeiarbeit und politischen Forderungen. "Heute ist die Stunde der Solidarität."

20:12 Uhr: Hollande spricht von "Tragödie für die Nation" 

Frankreichs Präsident François Hollande hat die doppelte Geiselnahme durch Terroristen als "Tragödie für die Nation" bezeichnet. In einer im Fernsehen live übertragenen Rede an die Nation sprach Hollande mit Blick auf die Geiselnahme in einem jüdischen Supermarkt von einem "antisemitischen Akt". Der Staatschef lobte die Sicherheitskräfte, die die Geiselnahmen in Paris und nordöstlich der Hauptstadt professionell und effektiv beendet hätten. Er forderte die Franzosen auf, bei dem Solidaritätsmarsch für die Opfer der Terroristen am Sonntag mitzumachen und für Freiheit, Demokratie und Pluralismus einzutreten.

19:56 Uhr: Merkel nimmt am Trauermarsch in Paris teil

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) nimmt ebenso wie andere europäische Spitzenpolitiker am Sonntag an dem Trauermarsch für die Opfer der islamistischen Anschläge in Paris teil. Das teilte das französische Außenministerium am Freitagabend in Paris mit. Ebenfalls zugesagt haben unter anderem der britische Premierminister David Cameron und der italienische Ministerpräsident Matteo Renzi.
Zu der Demonstration, zu der hunderttausende Menschen erwartet werden, haben Parteien, Gewerkschaften und Verbände in Frankreich aufgerufen.

19:49 Uhr: "Charlie Hebdo"-Täter von Al-Kaida beauftragt

Der "Charlie Hebdo"-Attentäter Chérif Kouachi ist nach eigenen Angaben vom Terrornetzwerk Al-Kaida im Jemen beauftragt und finanziert worden. Kouachi sagte dies am Freitag dem französischen Sender BFMTV, bevor er bei einem Einsatz von Elite-Polizisten erschossen wurde. Der Islamist Amedy Coulibaly, der in einem jüdischen Supermarkt mehrere Geiseln genommen hatte, sagte ebenfalls vor seinem Tod zu BFMTV, er gehöre zur Dschihadisten-Gruppe Islamischer Staat (IS) und habe sich mit den "Charlie Hebdo"-Attentätern abgestimmt.

19:40 Uhr: Merkel: Europa steht nach Attacken von Paris zusammen

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat den Opfern der islamistischen Terrorattacken in Paris und dem ganzen Nachbarland ihre Unterstützung und Anteilnahme zugesagt. "Wir stehen in diesen Tagen in Europa zusammen, ganz besonders an der Seite Frankreichs", sagte Merkel am Freitagabend beim Neujahrsempfang der CDU-Fraktion im Hamburger Rathaus. Wenn die freiheitlichen Werte in Gefahr gerieten, "wie durch diesen barbarischen Anschlag auf die Karikaturisten, dann müssen wir zusammenstehen".

 Die Kanzlerin nannte die Freiheit ein Lebenselexier, das es zu verteidigen gelte. Die Würde des Menschen müsse geschützt werden. Dabei frage man nicht nach dem Glauben - "da, wo diese Werte angegriffen werden, müssen wir die Stimme erheben".

19:28 Uhr: Geiselnahme in Montpellier - Kein Zusammenhang mit Geiselnahmen von Islamisten

Bei einem Überfall auf ein Juweliergeschäft in der südfranzösischen Stadt Montpellier hat ein bewaffneter Mann zwei Geiseln genommen. Das sagte Staatsanwalt Christophe Barret am Freitagabend der Nachrichtenagentur AFP und betonte, die Tat habe keinerlei Zusammenhang mit den Geiselnahmen islamistischer Angreifer in Paris und im Norden der französischen Hauptstadt, die am Nachmittag blutig beendet worden waren. "Das ist ein bewaffneter Überfall", sagte Barret. "Das hat nichts mit dem zu tun, was in Paris passiert."

Die Polizei in Montpellier war am Freitagnachmittag alarmiert worden und sperrte das Gebiet um das Geschäft weiträumig ab. Zunächst war unklar gewesen, ob der bewaffnete Mann Geiseln in seiner Gewalt hatte.

19:19 Uhr: Innenminister dankt allen Einsatzkräften

Frankreichs Innenminister Bernard Cazeneuve hat den Polizeikräften, Feuerwehrleuten und Sondereinsatzkräften für ihren Einsatz bei den Geiselnahmen in Paris und Dammartin gedankt. Zu Details der Zugriffe der Polizei äußerte sich Cazeneuve nicht.

19:10 Uhr: "Charlie Hebdo"-Attentäter verließen Druckerei womöglich freiweillig

Nach N24-Informatoinen sollen die Brüder Chérif und Said Kouachi, die sich in einer Druckerei nördlich von Paris verschanzt hielten, das Gebäude freiwillig verlassen haben, um den Märtyrer-Tod zu sterben. Sie kamen dann im Kugelhagel der Polizei um.

Außerdem berichtet N24-Reporter Steffen Schwarzkopf, der live vor Ort ist, dass es womöglich gar keine Geisel gab. Ein Mitarbeiter der Druckerei hatte sich in dem Gebäude versteckt und die Polizei über den Aufenthaltsort der mutmaßlichen Attentäter informiert.

19:03 Uhr: Innenminister ruft zu anhaltender Wachsamkeit auf

Frankreichs Innenminister Bernard Cazeneuve hat die Franzosen nach den beendeten Geiseldramen dazu aufgerufen, besonders wachsam zu bleiben und zusammenzustehen. Er selbst konzentriere sich auf seine Aufgabe: Diese bestehe darin, für die Sicherheit der Franzosen zu sorgen und das Land zu schützen, sagte Cazeneuve in Paris. Nachdrücklich dankte er den Polizeikräften, die kontrolliert und kompetent vorgegangen seien und einen kühlen Kopf behalten hätten.

18:30 Uhr: Komplizin des Geiselnehmers in Paris offenbar entkommen

Laut CNN entkam bei dem Zugriff auf das Lebensmittelgeschäft in Paris eine Komplizin des Geiselnehmers. Die Meldung konnte bisher aber noch nicht bestätigt werden.

18:25 Uhr: Hollande kündigt Ansprache für 20.00 Uhr an 

Nach dem Ende der beiden Geiselnahmen hat Frankreichs Präsident François Hollande eine Fernsehansprache angekündigt. Hollande will sich um 20.00 Uhr an das französische Volk richten.

18:06 Uhr: Fünf Tote bei beendeter Geiselnahme in jüdischem Geschäft

Bei der von der Polizei beendeten Geiselnahme in einem jüdischen Supermarkt sind fünf Menschen getötet worden. Unter den Toten ist auch der Geiselnehmer, wie am Freitag aus Ermittlerkreisen verlautete. Bei dem Täter handelte es sich um den Islamisten Amedy Coulibaly, der bereits am Donnerstag südlich von Paris eine Polizistin getötet haben soll und Verbindungen zu den mutmaßlichen "Charlie Hebdo"-Attentätern hatte.

17:40 Uhr: Möglicherweise mehrere Tote in Paris

Bei der Erstürmung des Lebensmittelgeschäftes in Paris hat es laut N24 möglicherweise mehrere Tote gegeben. Eine Bestätigung der Meldung gab es bislang noch nicht.

17:28 Uhr: Auch der Geiselnehmer am Stadtrand von Paris ist tot 

Auch der Geiselnehmer in einem Geschäft für koschere Lebensmittel am Stadtrand von Paris ist tot. Das berichtet die Zeitung "Le Monde" unter Berufung auf die Gendarmerie.

17:18 Uhr: Zwei mutmaßliche "Charlie Hebdo"-Attentäter getötet

Die beiden mutmaßlichen "Charlie Hebdo"-Attentäter sind bei dem Polizei-Einsatz nördlich von Paris getötet worden. Das verlautete am Freitag aus Ermittlerkreisen. Die Geisel der beiden mutmaßlichen Islamisten sei frei und unversehrt.

17:15 Uhr: Polizei greift auch bei zweiter Geiselnahme in Paris zu 

Die Polizei hat auch bei der zweiten Geiselnahme im Osten von Paris zugegriffen. Im französischen Fernsehen waren vier Explosionen zu hören.

17:01 Uhr: Schüsse und Explosionen in Dammartin bei Paris

Am Gebäude, in dem sich die mutmaßlichen Attentäter auf das Satireblatt "Charlie Hebdo" verschanzt halten, sind Schüsse und mehrere Explosionen gehört worden. Das berichtete ein Reuters-Reporter aus Dammartin am Freitagnachmittag.

16:45 Uhr: Gewalttäter will bei Polizeiangriff auf Terror-Brüder Geiseln töten  

Der Gewalttäter in einem jüdischen Supermarkt in Paris hat mit der Tötung von Geiseln gedroht, falls die Polizei mit Gewalt die beiden Terrorverdächtigen im Fall «Charlie Hebdo» festnimmt. Dies teilte die Pariser Polizei am Freitag mit.

16:40 Uhr: BKA macht nach Paris-Attentat Gefährder ausfindig

Nach dem Attentat von Paris hat das Bundeskriminalamt (BKA) einem Magazinbericht zufolge einen Alarmplan für Deutschland in Kraft gesetzt. Die Sicherheitsbehörden in Bund und Ländern seien angewiesen worden, schnellstmöglich die aktuellen Aufenthaltsorte islamistischer Gefährder oder von relevanten Personen aus ihrem Umfeld zu ermitteln, berichtete das Nachrichtenmagazin "Der Spiegel" am Freitag vorab. Die Kontrollen sollten grundsätzlich verdeckt verlaufen.

16:20 Uhr: Houellebecq verlässt Paris

Der französische Schriftsteller Michel Houellebecq hat sich nach dem Anschlag auf die Redaktion von "Charlie Hebdo" aus Paris zurückgezogen. Das bestätigte ein Sprecher seines Verlags Flammarion am Freitag in Paris.

16:05 Uhr: Treffen Hollandes mit Merkel abgesagt

Das für Sonntag geplante Arbeitsessen des französischen Präsidenten François Hollande mit Bundeskanzlerin Angela Merkel in Straßburg ist nach dem Terroranschlag auf das Satiremagazin "Charlie Hebdo" verschoben worden. Ein neuer Termin werde gesucht, sagte am Freitag ein Sprecher von EU-Parlamentspräsident Martin Schulz. Schulz hatte zu dem informellen Treffen eingeladen. 

16:00 Uhr: Polizei schließt jüdische Geschäfte in Paris

Wegen der Terrorgefahr hat die französische Polizei am Freitag die Schließung aller Geschäfte im jüdischen Viertel Marais in der Pariser Innenstadt angeordnet. Dies teilte die Stadtverwaltung mit. 

15:40 Uhr: Geiselnehmer fordert freies Geleit für Attentäter

Nach Informationen von N24 fordert der Geiselnehmer im Osten von Paris freies Geleit für die Attentäter auf die Redaktion des Satire-Magazins "Charlie Hebdo".

15:30 Uhr: Mitarbeiter von Speditionsfirma bei Paris in Sicherheit 

Für die Angestellten des schweizerischen  Speditionsunternehmens Kühne + Nagel in einem Lager bei Paris besteht nach Angaben eines Firmensprechers keine Gefahr. Die Mitarbeiter seien in Sicherheit, sagte er am Freitag. Genaue Zahlen nannte er nicht. Das Gebäude befinde sich in unmittelbarer Nähe der Geiselnahme der mutmaßlichen "Charlie Hebdo"-Attentäter. Die Geiselnahme in Dammartin-en-Goële spiele sich jedoch nicht in dem auf Fernsehbildern zu sehenden Lager von Kühne + Nagel ab, sagte der Sprecher. Es habe diesbezüglich Verwirrung gegeben.

15:15 Uhr: Ein Schwerverletzter in Paris

Reuters meldet nun: Bei der Geiselnahme im Osten von Paris ist nach Angaben aus Polizeikreisen eine Person schwer verletzt worden. Sechs Menschen werden demnach als Geiseln gefangengehalten. Auch das französische Innenministerium weist Medienberichte über zwei Tote bei der Geiselnahme im Osten von Paris zurück.

15:10 Uhr: Widersprüchliche Meldungen über Opfer

Bei der Geiselnahme am Stadtrand von Paris sind laut Nachrichtenagentur Reuters und "Le Monde" keine Menschen ums Leben gekommen, wie zuvor andere Medien berichtet hatten. Allerdings meldet BBC nun auf Twitter, dass ein Beamter den Tod von zwei Menschen bestätigt hätte.  

14:40 Uhr: Schulen nahe Druckerei evakuiert

Die Behörden in Dammartin-en-Goele haben mit der Evakuierung der Schulen begonnen. In einer Druckerei des Ortes haben sich die zwei mutmaßlichen Pariser Attentäter in verschanzt. Vize-Bürgermeister Thierry Chevalier sagte Reuters, die nächstgelegene Schule sei bereits geräumt worden. Die Maßnahme werde auf alle Schulen ausgeweitet. In dem Ort gibt es etwa 1000 Schulkinder.

14:25 Uhr: Mindestens zwei Tote bei Geiselnahme 

Mindestens zwei Menschen sind bei der Geiselnahme getötet worden. Das berichteten mehrere französische Medien. Der Täter ist höchstwahrscheinlich jener, der auch die Polizistin am Tag zuvor tötete. Möglicherweise ist er in Begleitung seiner Frau.

13:55 Uhr: Es wird von fünf Geiseln berichtet, darunter Kinder

Bei der Geiselnahme am Stadtrand von Paris sind mindestens fünf Menschen in der Hand eines bewaffneten Mannes. Darunter sind nach Berichten französischer Medien auch Kinder. Die Polizei hat die Straßen nach Porte de Vincennes im Osten von Paris abgesperrt. 

13:32 Uhr: Weitere Geiselnahme in Geschäft im Osten von Paris

Im Osten von Paris hat ein bewaffneter Mann in einem Lebensmittelladen für koschere Produkte mindestens eine Geisel genommen. Bei einer Schießerei soll es einen Verletzten gegeben haben, berichtet die Polizei. Der Täter könnte der Mann sein, der am Donnerstag südlich von Paris eine Polizistin erschossen hatte, hieß es aus Ermittlerkreisen. Es kam demnach an der Porte de Vincennes auch zu einer Schießerei.

12:37 Uhr: IS-Miliz kündigt weitere Terrorangriffe an

Die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) hat den Anschlag auf das Satiremagazin "Charlie Hebdo" als Start einer größeren Terrorkampagne mit weiteren Angriffen in Europa und den USA bezeichnet.

"Wir haben mit der Operation in Frankreich begonnen, für die wir die Verantwortung übernehmen", sagte der IS-Prediger Abu Saad al-Ansari nach Angaben von Anwesenden beim Freitagsgebet in einer Moschee der nordirakischen Stadt Mossul.

"Morgen werden es Großbritannien, die USA und andere sein." Die Drohung gelte für alle Länder des Bündnisses, das Luftangriffe auf den Islamischen Staat fliege.

12:04 Uhr: Polizei setzt auf Verhandlungen

Das französische Innenministerium bestätigt weiterhin, dass es am Vormittag weder Tote noch Verletzte gegeben habe. Die Polizei setze weiterhin auf Deeskalation, berichtet N24-Chefreporter Steffen Schwarzkopf. Die Hubschrauber über dem Fabrikgelände sind verschwunden.

11:45 Uhr: Mörder der Polizistin und Kouachi-Brüder stehen in Zusammenhang

Wie das französische Medium "Le Figaro" berichtet, sollen der Mörder der Polizistin südlich von Paris und die Kouachi-Brüder vom selben Terrorzweig stammen. Es bestünde ein Zusammenhang, berichtet das Blatt online.

11:23 Uhr: Mutmaßlicher Täter der Attacke auf Polizistin identifiziert

Nach der tödlichen Attacke auf eine Polizistin südlich von Paris ist der mutmaßliche Täter identifiziert. Zwei Menschen aus dem "sehr nahen Umfeld" des Verdächtigen seien bereits festgenommen worden, verlautete am Freitag aus französischen Ermittlerkreisen.

In Montrouge südlich von Paris hatte ein Mann am Donnerstagmorgen - einen Tag nach dem Anschlag auf die Satire-Zeitung "Charlie Hebdo" mit zwölf Toten - eine Polizistin erschossen und einen Mann schwer verletzt. 

11:10 Uhr: Kouachi-Brüder wollen angeblich als Märtyrer sterben 

Wie der Abgeordnete von Damartin-en-Goële,Yves Albarello, dem französischen Medium I-Télé berichtet, sollen die beiden mutmaßlichen Attentäter beabsichtigen, als Märtyrer zu sterben. 

10:50 Uhr: Auch GSG 9 ist für einen Einsatz "im Bilde"

Wie "20Minuten.ch" berichtet, sind alle Spezialeinheiten Frankreichs im Einsatz: GIGN, RAID, GIPN und BRI. Der ehemaliger Leiter der deutschen Spezialeinheit GSG 9, Ulrich Wegener, ist sich sicher, dass auch die deutsche Spezialeinheit GSG 9 für einen aktuellen Einsatz auf dem Fabrikgelände "im Bilde" ist. Ob sie bereits vor Ort sei, könne und wolle er nicht sagen.

10:34 Uhr: Flughafen Charles de Gaulle stellt Flugverkehr ein

Paris' Flughafen Charles de Gaulle hat seinen Flugverkehr eingestellt. Zu groß sei die Gefahr Flugzeuge starten und landen zu lassen. Zwei Flugzeuge mussten den Landeanflug abbrechen.

10:33 Uhr: Französischer Innenminister bestätigt "Großeinsatz"

10:30 Uhr: Eine Geisel auf dem Fabrikgelände

Wie unter anderem der "Figaro" berichtet, soll noch kein Sturm auf das Fabrikgelände erfolgt sein. Es soll Gespräche zwischen Polizei und den mutmaßlichen Attentätern geben. Eine Geisel soll sich ihrem Gewahrsam befinden. Ohrenzeugen berichten von Schussgeräuschen.

10:21 Uhr: Staatsanwaltschaft dementiert Bericht über Toten

Die Pariser Staatsanwaltschaft hat dementiert, dass es bei der Fahndung nach den Attentätern von Paris ein Todesopfer gegeben hat. Dies hatte zuvor ein Radiosender berichtet. 

10:01 Uhr: "Le Parisien" berichtet von zwei Toten und 20 Verletzten

Bei dem Schusswechsel zwischen der Polizei und den mutmaßlichen Attentätern wurden nach Angaben des französischen Mediums "Le Parisien" zwei Menschen getötet und 20 verletzt. 

09:50 Uhr: Fünf Hubschrauber über Dammartin 

Ein Reuters-Reporter sieht über einem Gewerbegebiet in Dammartin fünf Hubschrauber. Der Innenminister bestätigt, dass es in dem Ort einen Polizeieinsatz gibt.

09:45 Uhr: Mutmaßliche Attentäter rauben neuen Fluchtwagen

Die beiden mutmaßlichen Haupttäter des Terroranschlags auf die Zeitschrift "Charlie Hebdo" in Paris haben am Freitag ein weiteres Fahrzeug geraubt und ihre Flucht fortgesetzt.

Dies erfuhr die Nachrichtenagentur AP aus Ermittlerkreisen. Die beiden Brüder hätten in der Stadt Montagny Sainte Felicité etwa 50 Kilometer nördlich von Paris einen Peugeot in ihre Gewalt gebracht. Dabei seien Schüsse gefallen.

09:37 Uhr: Geiselnahme bei der Verfolgung der Attentäter

In der Stadt Dammartin-en-Goele nördöstlich von Paris hat es am Freitagmorgen eine Geiselnahme gegeben. Nach Angaben aus Polizeikreisen sollen sich dort zwei Verdächtige im Zusammenhang mit dem Anschlag auf die Satirezeitung "Charlie Hebdo" befinden.

09:30 Uhr: Schießerei und Verfolgungsjagd östlich von Paris

Zwei Tage nach dem Anschlag auf das Satiremagazin "Charlie Hebdo" ist es östlich von Paris zu einer Schießerei und einer Verfolgungsjagd gekommen. Es gehe um zwei verdächtige Personen, berichtete der Sender BFM-TV: Ob der Vorfall im Zusammenhang mit der Großfahndung nach den mutmaßlichen beiden Attentätern steht, war zunächst unklar.

09:15 Uhr: EU-Gipfel berät am 12. Februar über Antiterrorkampf 

Nach dem Anschlag von Paris wollen die Staats- und Regierungschefs der Europäischen Union (EU) am 12. Februar bei einem Gipfel über den Kampf gegen den Terrorismus beraten. Dies teilte der EU-Ratsvorsitzende Donald Tusk am Freitag in der lettischen Hauptstadt Riga mit. Für den 12 und 13. Februar war bisher bereits ein informelles Treffen der EU-Staats- und Regierungschefs geplant gewesen.

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