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Nach Terror von Paris BKA setzt Alarmplan für Deutschland in Kraft

Laut Bundeskriminalamt gibt es 260 Gefährder aus dem islamistischen Extremismus, die auch Anschläge in Deutschland begehen könnten. Nach dem Terror in Paris ordent das BKA nun neue Schritte an.

Nach dem Attentat von Paris hat das Bundeskriminalamt (BKA) einem Magazinbericht zufolge einen Alarmplan für Deutschland in Kraft gesetzt. Die Sicherheitsbehörden in Bund und Ländern seien angewiesen worden, schnellstmöglich die aktuellen Aufenthaltsorte islamistischer Gefährder oder von relevanten Personen aus ihrem Umfeld zu ermitteln, berichtete das Nachrichtenmagazin "Der Spiegel" vorab. Die Kontrollen sollten grundsätzlich verdeckt verlaufen.

Eine BKA-Sprecherin äußerte sich dazu auf Anfrage nicht. Sie betonte aber, es gebe 260 Gefährder aus dem islamistischen Extremismus, die im Verdacht stünden, Anschläge in Deutschland zu begehen. Zudem bekräftigte sie, es gebe keine konkreten Hinweise auf Attentate in Deutschland. Die Gefahr sei aber weiterhin hoch.

Den Tätern komme es auf möglichst hohe Opferzahlen an

Eine BKA-Lageeinschätzung geht laut "Spiegel" davon aus, dass der Anschlag auf die französische Satirezeitung "Charlie Hebdo" als "Initial" auch für in Deutschland lebende Personen wirken könne. Die Tat belege, dass sich derartige Anschläge jederzeit in europäischen Hauptstädten ereignen könnten.

Mehr zum Thema: Welche Folgen hat der Terror für Deutschland?

Auch "Focus Online" berichtete aus einem BKA-Papier, islamkritische Ereignisse könnten sich in Deutschland "als Tatimpuls für islamistisch motivierte Gewalt gegen Privatpersonen, Medien(vertreter), öffentliche Sicherheitsorgane und deren Personal eignen". Den Tätern komme es auf "möglichst hohe Opferzahlen und ein Maximum an infrastrukturellem und wirtschaftlichem Schaden" an.

SPD-Fraktionschef Thomas Oppermann sagte, die Sicherheitsbehörden müssten in der Lage sein, aus Syrien oder dem Irak zurückgekehrten Islamisten "24 Stunden auf den Füßen zu stehen, wenn es nötig ist". Es werde überprüft, ob die Personal- und Sachausstattung der Behörden dafür ausreiche.

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