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EU-Kommissar Günther Oettinger schäumt "Alexis Tsipras ist frech und unverschämt"

EU-Kommissar Oettinger hat seinem Ärger Luft gemacht: Er wirft Alexis Tsipras  inadäquates Verhalten vor. Mit "hassvollen Tönen nach Berlin und Brüssel" habe das Land keine Verbesserung zu erwarten.

Es könne nicht sein, dass eine Regierung von Brüssel besser behandelt werde, weil sie frech und unverschämt auftritt, findet EU-Kommissar Günther Oettinger. "Wir dürfen Athen deshalb jetzt nicht abstrafen, aber es hat keine Verbesserung zu erwarten", sagte Oettinger bei der Jahresauftaktklausur der CDU Hessen in Künzell. Athen müsse seine Verpflichtungen gegenüber Europa erfüllen.
Die Brüskierung der EU-Institutionen sei "ein bisher einmaliger Vorgang in der Geschichte der EU". Wer solch einen Ton anschlage und neue Feindbilder aufbaue wie die Regierung von Alexis Tsipras, der schüre Hass und Verzweiflung, sagte Oettinger. Es sei bemerkenswert, dass Tsipras freundschaftliche Signale nach Russland sende und zugleich "hassvolle Töne nach Berlin und Brüssel".

Für Bundeskanzlerin Merkel heißt die Devise "abwarten"

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat trotz der scharfen Töne aus Athen der neuen griechischen Regierung Unterstützung zugesagt. "Wir, also in Deutschland und die anderen europäischen Partner, warten jetzt erst einmal ab, mit welchem Konzept die neue griechische Regierung auf uns zukommen wird", sagte Merkel dem "Hamburger Abendblatt". Am Freitag war es in Athen zu einem Eklat zwischen Eurogruppen-Chef Jeroen Dijsselbloem und dem griechischen Finanzminister Gianis Varoufakis gekommen.

Mehr zum Thema: Angela Merkel erteilt Schuldenschnitt eine Absage

Athen werde nicht mehr mit der "Troika" der Spar-Kontrolleure zusammenarbeiten, erklärte der neue Ressortchef. Wenn Reformanstrengungen unternommen würden, werde es "auch weiterhin Solidarität für Griechenland" geben, sagte die wegen des harten Sparkurses bei vielen Griechen unbeliebte Bundeskanzlerin und betonte: "Ich freue mich darauf, die Freundschaft unserer beiden Völker weiter stärken zu können." Gleichzeitig sprach sie sich - ebenso wie Finanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) in der "Welt" - erneut gegen einen weiteren Schuldenschnitt aus. 

Regierung in Athen entwickelt Reformprogramm

Die neue Links-Rechts-Regierung in Athen bereitet derzeit Vorschläge für ein eigenes Reformprogramm zur Bewältigung der Schulden- und Wirtschaftskrise des Landes vor. Dies werde alle Seiten zufriedenstellen, hieß es aus Regierungskreisen am Samstag. Der neugewählte Ministerpräsident Alexis Tsipras will in der kommenden Woche vor allem südeuropäische Staaten besuchen, um seine Vorschläge zu präsentieren. 

Tsipras wird nach Paris zu einem Treffen mit dem französischen Präsidenten François Hollande reisen. Auch Finanzminister Varoufakis will dort Gespräche führen. 

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