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Rückeroberung von Tikrit USA warnen vor Racheaktionen

Die irakische Armee rückt Richtung Tikrit vor. Die USA befürchtet, dass die Stadt durch die Rückeroberung aus der Hand der Terrormiliz IS zum Schauplatz von Racheaktionen werden könnte.

Die USA haben vor konfessionellen Spannungen bei der Offensive zur Rückeroberung der irakischen Stadt Tikrit aus der Hand der Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) gewarnt. "Dieser Einsatz darf nicht unter dem Deckmantel sektiererischer Vergeltung stehen", erklärte der Sprecher des Weißen Hauses, Josh Earnest, in Washington. Dies gefährde nicht nur die Struktur des Landes, sondern schwäche auch die Schlagkraft der Iraker, der Bedrohung zu begegnen.

Da an der Offensive zur Rückeroberung von Tikrit auch schiitische Milizen und der Iran beteiligt sind, gibt es Befürchtungen, die mehrheitlich sunnitische Stadt könnte zum Schauplatz von Racheaktionen werden. Davor warnte auch die Menschenrechtsorganisation Amnesty International (AI). Dies sei an anderen Orten schon "oft" vorgekommen, sagte AI-Mitarbeiterin Donatella Rovera der Nachrichtenagentur AFP. "Wir sind besorgt."

Als irakische Einheiten den IS mithilfe schiitischer Paramilitärs aus der Provinz Dijala vertrieben, sollen 70 friedliche sunnitische Dorfbewohner von schiitischen Kämpfern getötet worden sein.

Extremisten sollen vollständig eingeschlossen werden

An der Offensive zur Rückeroberung von Tikrit ist ein Bündnis aus irakischen Regierungstruppen, schiitischen Milizen, Freiwilligenverbänden und dem Iran beteiligt. US-Truppen beteiligen sich nicht an dem Einsatz. Earnest betonte, dass die USA von Anfang an klargestellt hätten, militärisch nicht mit dem Iran zusammenzuarbeiten. US-Vizepräsident Joe Biden begrüßte laut Weißem Haus am Mittwoch in einem Gespräch mit dem irakischen Ministerpräsidenten Haider al-Abadi dessen Bekenntnis, dass alle bewaffneten Gruppen unter Kontrolle des Staates stünden.

Die Streitkräfte des Irak wollen die Dschihadisten vom Islamischen Staat in Tikrit einkesseln, bevor sie die Stadt nördlich von Bagdad angreifen. Die Truppen seien am Mittwoch bis gut 20 Kilometer auf Tikrit vorgerückt und hätten die erste Verteidigungslinie des IS "zerstört", sagte ein Kommandeur am Mittwoch.

General Abdel Amir al-Saidi sagte, die Taktik der Tikrit-Offensive sei es, dem IS die Nachschublinien für Waffen und Einheiten abzuschneiden und die Extremisten "vollständig einzuschließen". IS-Kämpfer sollten auch in den Ortschaften al-Alam und al-Dur eingekesselt werden. Das irakische Heer hatte am Montag mit rund 30.000 Mann und Unterstützung der Luftwaffe seine bislang größte Offensive gestartet, um die überwiegend von Sunniten bewohnte Stadt nach neun Monaten vom IS zurückzuerobern.

Die Extremisten versuchen, Bagdads Truppen mit Straßenbomben, Selbstmordanschlägen und Heckenschützen aufzuhalten. Nachdem es am Dienstag Anzeichen für ein Stocken der Offensive gegeben habe, laufe nun "alles nach Plan", sagte ein irakischer Offizier in Samarra. Es sei bislang zu keinem "direkten" Gefecht zwischen irakischen Soldaten und IS-Kämpfern gekommen. Aber am Mittwoch sei die erste Verteidigungslinie des IS "zerstört" worden, sagte General Saidi.

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