Aus Datenschutzgründen wird Ihre IP-Adresse nur dann gespeichert, wenn Sie angemeldeter und eingeloggter Facebook-Nutzer sind. Wenn Sie mehr zum Thema Datenschutz wissen wollen, klicken Sie auf das i.

Wegen Nato-Raketenschild Russland droht Dänen mit Atomwaffen

Das dänische Außenministerium tobt: Der russische Botschafter in Dänemark hat den Dänen öffentlich mit Atomraketen gedroht. Stein des Anstoßes ist das Nato-Raketenabwehrsystem.

Der Ton zwischen Russland und Dänemark verschärft sich. Der russische Botschafter in Dänemark hat dem Nato-Mitgliedsstaat mit Atomraketen gedroht, falls es sich am Raketenabwehrsystem der Allianz beteiligen sollte. Diplomat Michail Vanin äußerte sich am Wochenende in einem Interview der Zeitung "Jyallands-Posten" und zog damit wütenden Protest des dänischen Außenministers Martin Lidegaard auf sich. Die Äußerungen seien inakzeptabel, sagte Lidegaard.

Botschafter Vanin sagte nach Angaben der Zeitung: "Ich glaube, die Dänen verstehen nicht in vollem Umfang die Konsequenzen, was passieren wird, wenn sich Dänemark an der von den USA geführten Raketenabwehr beteiligt. Wenn dies passiert, werden dänische Kriegsschiffe Ziele für russische Atomraketen." Sollten die Dänen mitmachen, "riskieren wir, dass wir uns gegenseitig als Feinde sehen."

Dänemark will Schutz vor Schurkenstaaten

Außenminister Lidegaard sagte, damit habe Vanin "eine Linie überschritten". Er fügte hinzu: "Es ist wichtig, dass der Ton zwischen uns nicht eskaliert." Das Raketenschild habe nichts mit Russland zu tun, sondern solle Schutz vor Schurkenstaaten und Terrororganisationen bieten. Die russische Botschaft war für eine Stellungnahme zunächst nicht zu erreichen.

Im August hatte Dänemark zugesagt, sich mit mindestens einer Fregatte mit ausgefeilter Radartechnik an dem Nato-Raketenschild zu beteiligen. Russland lehnt das Raketenschild strikt ab, dessen Stützpunkte in Rumänien und Polen aufgebaut werden sollen.

Der amerikanische Botschafter in Dänemark, Rufus Gifford, meldete sich über Twitter zu Wort und erklärte, Vanins Bemerkungen "nähren kein Vertrauen" und trügen nicht zu Frieden und Stabilität bei.

Aus Datenschutzgründen wird Ihre IP-Adresse nur dann gespeichert, wenn Sie angemeldeter und eingeloggter Facebook-Nutzer sind. Wenn Sie mehr zum Thema Datenschutz wissen wollen, klicken Sie auf das i.

 
Für diese Seite sind keine Kommentare vorgesehen.