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Afghanistan-Einsatz Erneut Anschlag auf Bundeswehr-Soldaten

Eine Einheit der Bundeswehr ist in Afghanistan erneut in einen Hinterhalt gelockt und beschossen worden. Bei dem Angriff mit Sprengstoff und Schusswaffen wurden keine deutschen Soldaten verletzt.

Im Norden Afghanistans ist am Dienstagabend eine Patrouille der Bundeswehr angegriffen worden. Wie das Einsatzführungskommando der Bundeswehr bei Potsdam mitteilte, wurde die Patrouille des Regionalen Wiederaufbauteams (PRT) der Bundeswehr in Kundus rund 25 Kilometer östlich der Stadt mit einem Sprengsatz angesprengt und anschließend mit leichten Handfeuerwaffen beschossen. Auf deutscher Seite gab es keine Verwundeten.

Die aus sechs geschützten Fahrzeugen - Dingo und Transportpanzer Fuchs - bestehende Patrouille erwiderte das Feuer auf der Transitstraße Taurus, brach den Angaben zufolge durch und erreichte das PRT Kundus ohne weitere Zwischenfälle. Alle Bundeswehrsoldaten kehrten wohlbehalten an ihren Standort zurück. Ein Fahrzeug wurde leicht beschädigt, war aber weiterhin fahrtüchtig, wie ein Sprecher mitteilte. Über Verluste oder Schäden der Angreifer lagen zunächst keine Informationen vor. Auch über Zahl und Identität der Angreifer war zunächst nichts Genaueres bekannt.

Bisher 32 tote Bundeswehr-Soldaten

Das Bundeswehr-Feldlager im nordafghanischen Kundus ist immer wieder das Ziel von Angriffen islamistischer Taliban-Rebellen. Während des Aufenthalts von Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) in Afghanistan Ende April war ein Bundeswehrsoldat getötet worden, dessen Patrouille nordwestlich von Kundus in einen Hinterhalt geriet. Seit Beginn des Bundeswehreinsatzes in Afghanistan kamen dort 32 deutsche Soldaten ums Leben.

In Afghanistan sind derzeit rund 70.000 ausländische Soldaten stationiert. Die Bundeswehr ist mit knapp 3900 Soldaten an der von der NATO geführten Afghanistan-Truppe ISAF beteiligt. In den kommenden Monaten soll das Bundeswehrkontingent zur Absicherung der afghanischen Präsidentschaftswahl im August vorübergehend auf bis zu 4100 Soldaten verstärkt werden. Das Mandat für den Bundeswehreinsatz in Afghanistan lässt die Entsendung von bis zu 4500 Soldaten zu.

Karsai: Mehr Härte gegen Taliban

Der afghanische Staatspräsident Hamid Karsai hat unterdessen ein schärferes Vorgehen gegen die Talibankämpfer in Pakistan gefordert. Die Taliban dürften nicht länger Rückzugsgebiete im pakistanischen Grenzgebiet haben. Ansonsten werde es keine stabilen politischen Verhältnisse in Afghanistan geben, sagte Karsai vor einem Treffen mit US-Präsident Barack Obama und dem pakistanischen Präsidenten Asif Ali Zardari an diesem Mittwoch in Washington.

"So lange die Rückzugsgebiete unserer Nachbarn, die Ausbildungszentren unserer Nachbarstaaten nicht verschwinden, wird es kein stabiles and friedliches Afghanistan geben", sagte Karsai bei einem Vortag am Dienstag im Brookings-Institut in Washington. Zugleich bekannte sich Karsai eindeutig zur Entwicklung der Demokratie in Kabul. "Die Zukunft Afghanistans liegt in der Tat in freien und fairen Wahlen." Zugleich verlangte Karsai Respekt seiner politischen Partner Respekt vor der afghanischen Kultur.

Gipfel in Washington

Die schwierige Lage und das Erstarken der Taliban in Afghanistan und Pakistan steht im Mittelpunkt der Gespräche in Washington. Obama will zunächst mit den Staatschefs aus Pakistan und Afghanistan zu Einzelgesprächen zusammentreffen. Zudem ist auch ein Dreiergipfel geplant. Die Taliban haben in den vergangenen Monaten vor allem ihre Basis in Pakistan immer weiter ausgebaut. Zeitweise standen Kämpfer lediglich 100 Kilometer vor der Hauptstadt Islamabad. Obama äußerte sich mehrfach sehr besorgt über die Lage in dem Land geäußert, das über Atomwaffen verfügt.

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