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Populismus-Vorwürfe gegen die ARD Plötzlich war die Kanzlerin verschleiert

Merkel im Chador und Minarette auf dem Reichstag: Mit dieser Fotomontage ist die ARD wohl etwas zu weit gegangen. Viele Zuschauer beschwerten sich, doch die ARD hat damit kein Problem.

Heftige Kritik für die ARD-Sendung "Bericht aus Berlin": Während einer Moderation zur Flüchtlingsdebatte wurde eine Fotomontage eingeblendet. Das Bild zeigte die Bundeskanzlerin im Chador, dem vor allem im Iran verbreiteten Ganzkörperschleier. Hinter ihr war der Reichstag mit Minaretten zu sehen. Für viele Zuschauer ging das zu weit. Der Vorwurf: Das war islamfeindliche Propaganda. Einige Kritiker unterstellen der ARD sogar, mit dieser Art der Berichterstattung Rechtspopulisten in die Hände zu spielen. Denn während der Einblendung fragte Moderator Rainald Becker nach dem Verbleib unserer Werte.

"Wie verändert sich das Leben? Ja, wie reagieren wir, wenn Flüchtlinge Probleme haben mit der Gleichstellung, mit Frauenrechten, mit Presse- und Meinungsfreiheit?" Dies seien Fragen, auf die es noch keine Antwort gebe und Fragen, die Ängste schürten, so der stellvertretende Chefredakteur des ARD-Hauptstadtstudios.

Redaktion weist Kritik von sich

Doch die ARD will die Kritik nicht auf sich sitzen lassen. Auf der Facebook-Seite des "Bericht aus Berlin" meldet sich die Redaktion und sagt, die Fotomontage sei vielfach missverstanden worden. "Die Grafik stand in direktem Zusammenhang mit der Moderation von Rainald Becker zu einem Bericht, in dem es um die Werte unserer Gesellschaft ging. Er sprach von den Errungenschaften unserer westlichen Gesellschaft: Meinungsfreiheit, Pressefreiheit und Gleichstellung. Diese Freiheiten spiegeln sich in Form dieser Grafik wider", so die Erklärung.

Nichtsdestotrotz habe man natürlich auch polarisieren wollen, heißt es weiter. Eine zugespitzte Darstellungsform sei indes legitim. "Jegliche Unterstellung, wir würden islamfeindliche Propaganda betreiben, weisen wir entschieden zurück."

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