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Syrien-Konflikt IS ruft zu Heiligem Krieg gegen Russland und USA auf

Es ist eine direkte Reaktion auf das militärische Eingreifen in Syrien: Die Dschihadistenmiliz Islamischer Staat hat zum Heiligen Krieg gegen Russen und US-Amerikaner aufgerufen.

Nach dem militärischen Eingreifen Russlands in Syrien haben die mit dem Terrornetzwerk Al-Kaida verbündete Al-Nusra-Front und die Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) Moskau Rache geschworen. Al-Nusra-Chef Abu Mohammed al-Dscholani rief Dschihadisten im Kaukasus zu Vergeltungstaten auf. IS-Sprecher Abu Mohammed al-Adnani sagte, Russland werde in Syrien besiegt werden.

Der Nachrichtenagentur Reuters zufolge rief der IS zum Heiligen Krieg gegen Russen und US-Amerikaner auf. "Islamische Jugend der Welt, entzündet den Dschihad gegen Russen und Amerikaner in ihrem Kreuzzug gegen Muslime", hieß es in der Botschaft.

"Wenn die russischen Streitkräfte die Bevölkerung in Syrien töten, dann tötet ihre Bevölkerung, wenn sie unsere Soldaten töten, dann tötet ihre Soldaten, Auge um Auge", sagte al-Dscholani in einer Audiobotschaft. Der Krieg in Syrien werde für Russland fürchterliche Konsequenzen haben, russische Truppen würden "auf syrischem Boden zerschmettert werden".

Der Extremistenführer rief zudem die anderen islamistischen Gruppen in Syrien auf, sich zusammenzuschließen, bis der "westliche Kreuzzug und der russische Feldzug niedergeschlagen sind". Außerdem setzte er auf die Tötung des syrischen Staatschefs Baschar al-Assad eine Belohnung in Höhe von drei Millionen Euro aus.

Russische Kampfjets bombardieren seit Ende September in Syrien unter anderem Stellungen der Al-Nusra-Front, die gegen Assad, aber auch gegen andere islamistische Gruppen wie die IS-Miliz kämpft. Auch eine US-geführte Militärallianz bombardiert in Syrien die Stellungen der IS-Miliz und der Al-Nusra-Front.

"Russland wird besiegt werden", sagte IS-Sprecher al-Adnani in einer weiteren Audiobotschaft. Muslime sollten "überall gegen die Russen und die Amerikaner kämpfen". Die USA planten, in Syrien mit Russland und dem Iran zu kooperieren und gingen so "eine Allianz mit dem Teufel" ein. "Der Islamische Staat ist heute stärker als je zuvor", sagte al-Adnani.

Moskau verurteilt "terroristisches Attentat" in Damaskus

Die russische Botschaft in der syrischen Hauptstadt Damaskus wurde von zwei Raketen getroffen. Mehr als 300 Menschen waren vor dem Gebäude versammelt, um Russland für die Luftangriffe auf Assad-Gegner zu danken, als die Raketen in die Botschaft einschlugen. Unter den Demonstranten brach Panik aus. Verletzt wurde offenbar aber niemand.

Russlands Außenminister Sergej Lawrow verurteilte das "terroristische Attentat". Dadurch hätten die Anhänger des "Kampfs gegen den Terrorismus" daran gehindert werden sollen, "einen Sieg gegen die Extremisten zu feiern", sagte er.

Der russische Staatschef Wladimir Putin warf unterdessen den USA mangelnde Kooperationsbereitschaft vor. Washington habe es abgelehnt, Moskau eine Liste möglicher Angriffsziele in Syrien zu übermitteln, werfe Russland aber zugleich vor, die falschen Ziele anzugreifen, sagte er in Moskau und fügte hinzu: "Ich glaube, einige unserer Partner haben einfach nur Brei im Kopf."

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