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Giftgas in Syrien Rebellen sollen Chemiewaffen eingesetzt haben

Assad hatte der Vernichtung seiner Chemiewaffen zugestimmt. Experten haben nun aber bestätigt, dass bei Kämpfen in Syrien Senfgas eingesetzt wurde. Die Hinweise verdichten sich, dass es der IS war.

Aufständische Gruppen in Syrien sollen bei Kämpfen im Sommer Senfgas eingesetzt haben. Inspektoren der Organisation für das Verbot chemischer Waffen hätten Beweise für den Einsatz des Stoffes gefunden, erfuhr die Nachrichtenagentur AP aus OPCW-Kreisen in Den Haag. Welche Gruppierung den Kampfstoff im August in der Stadt Marea benutzt hat, wurde zunächst nicht bekannt.

Die OPCW war in Marea Vermutungen nachgegangen, wonach die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) Chemiewaffen in der Stadt einsetzt. Die Schuld für den Gebrauch von Senfgas wurde bislang noch keiner Gruppe zugesprochen. Die Erkenntnisse sollen nun an die Vereinten Nationen geschickt werden.

Aktivisten hatten Ende August berichtet, dass beim Einsatz von Chemiewaffen in der Rebellenhochburg Marea dutzende Menschen verletzt worden seien.

Sie machten den IS für den Angriff verantwortlich, die seit Monaten versucht, die Stadt einzunehmen. Mehrere Hilfsorganisationen berichteten ebenfalls von einem Angriff mit Chemiewaffen.

Was Senfgas beim Menschen anrichtet

Der Einsatz von Senfgas ist seit 1993 international verboten. Die geächtete Chemiewaffe greift Haut, Augen, Lungen und andere innere Organe von Menschen an.

Syrien hatte sich 2013 der OPCW angeschlossen, woraufhin 1300 Tonnen an Chemiewaffen vernichtet wurden. Wie die syrischen Kämpfer an das Senfgas gekommen sein sollen, ist unklar.

Die syrische Opposition und der Westen werfen den Truppen von Syriens Staatschef Baschar al-Assad vor, Fassbomben mit Chlorgas von Hubschraubern abzuwerfen.

Syriens Führung weist den Vorwurf zurück. Zuletzt häuften sich auch Vorwürfe, wonach die IS-Miliz Chemiewaffen in Syrien und im Irak eingesetzt habe.

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