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Lachnummer im Netz Pegida-Hymne stürmt trotz Spott die Charts

Die Pegida-Hymne "Gemeinsam sind wir stark!" sorgt im Netz für Spott und Hohn. Dabei beweisen die Rezensenten auf Amazon und YouTube großartigen Humor. Doch auch Pegida hat gut Lachen.

So hatte sich das Pegida-Initiator Lutz Bachmann sicherlich nicht vorgestellt. Die Pegida-Hymne "Gemeinsam sind wir stark!", die Bachmann bereits am 22. Dezember auf seiner Facebookseite kostenlos zum Download feilgeboten hatte, wird im Netz als Lachnummer verspottet.

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Seit etwa einer Woche gibt es das Lied, mit dem die Islamkritiker ihr einjähriges Bestehen feiern, bei Amazon zu kaufen. Die rechtsextreme Bewegung versucht offenbar, so an Geld zu kommen. Statt wohlwollender Kommentare besorgter Bürger erntet das lediglich aus getragenen Klängen und summenden Männerstimmen bestehende Lied jedoch vor allem Hohn und Spott.

Mehr als 600 "Kunden" gaben bereits ihre Stimme ab. Die wenigsten dürften echte Anhänger von Pegida sein. Die Zahl der Sterne, mit der die Nutzer die "Hymne" bewerten, beschränkt sich auf einen oder fünf - was nur auf den ersten Blick überrascht. Denn auch die Bestbewertungen mit fünf Sternen sind nach kurzem Durchlesen häufig eindeutig ironisch gemeint.

"Für das Geld hole ich mir lieber einen Döner!"

So schreibt etwa ein User mit dem Nutzernamen Ubuntu: "Ich danke so sehr den Schöpfern dieses Stückes. Es ist nicht nur textlich und musikalisch extremst ausdrucksvoll, sondern hat auch erhebende, gar magische Wirkungen gezeigt. Wir haben es Omi Elfriede immer wieder vorgespielt, die seit ihrem Schlaganfall die Arme nicht mehr rühren konnte. Plötzlich zuckte der rechte Arm und wie von Geisterhand gezogen, schwebte er steil rechts nach oben."

Auch Amazon-Nutzer Chris Maxim Hoffmann versetzt Pegida einen Seitenhieb: "Für das Geld hole ich mir lieber einen Döner!"

Und "Party-Idiot äh Patriot" beschwert sich: "Leider funktioniert das Produkt nicht. Ich habe das Lied mehrfach mit meinen Freunden angehört, leider wurden wir weder stärker noch deutscher."

Rezensent "Dorian Gray" schreibt: "Super, pünktlich zu Weihnachten gibt es alle Argumente der Pegidas auch in musikalischer Form, gesammelt in einer einzigen, glorreichen Hymne, die auch die verbissensten Gutmenschen verstummen lassen sollte (...) : ,'Mmmmm mmmmmmmhhh, mmmmmm mmmmmhhhhh. Mmmm mmmmhhhhhh. Mmmmm mmmmhhhhh!'"

User "Franky" schlägt in die gleiche Kerbe: "Wahnsinn, umwerfend, monumental. Vor allem auch der Text: 'Lala Lalalala Lala', echte Lyrik, die aber die zu erwartenden Interpreten trotzdem nicht überfordert. Haydn und von Fallersleben können einpacken!"

"Au backe, ist das übel"

Andere Hörer verpacken ihre Kritik nicht, sondern urteilen deutlich und direkt: "Wenn das die Kultur ist, die es zu schützen gilt, dann bleibe ich Kulturbanause. Au Backe, mein Zahn, ist das übel" schreibt etwa Hermann Wittenbrink.

Auf Youtube wird das Stück ebenfalls abgewatscht. "Diese "Hymne" ist wirklich wie PEGIDA! Schwülstiges Pathos versucht fehlende Inhalte und intellektuell-argumentative Defizite zu kaschieren. Funktioniert aber leider nicht...?" kommentiert Sebastian Wickert. "GloriousDeeJay" fügt hinzu: "An dem abrupten Ende sollte sich PEGIDA mal ein Beispiel nehmen.?"

Trotz aller Kritik und Zynismus in den Bewertungen - die Anhänger und Sympathisanten von Pegida kaufen den Song offenbar fleißig. Im Amazon-Bestseller-Ranking rangiert er inzwischen auf Platz 26.

Lutz Bachmann verkauft die Spott-Bewertungen und die Aufmerksamkeit, die dem Lied dadurch zuteilwird, als Erfolg. Auf Facebook schreibt er: "Dank der unzähligen Rezensionen von den linken Nullcheckern ist unsere Reichweite derart gestiegen und unsere Suchbegriffe sind derart oft geklickt, dass die Verkäufe offensichtlich steigen und wir mittlerweile Platz 1 der Download-Charts bei Soundtracks und Platz 61 insgesamt (ALLER SONGS) belegen."

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