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Terrorwarnung in München Lutz Bachmann setzt geschmacklosen Tweet ab

"#WelcomeKlatscher zum Hauptbahnhof": Pegida-Chef Lutz Bachmann nutzt die Terrorwarnung in München für Pöbeleien gegen Flüchtlingshelfer. Der Star im Netz ist am Neujahrsmorgen aber die Polizei.

Wie ein Lauffeuer verbreitete sich die Warnung der Münchner Polizei in den sozialen Netzwerken. "Aktuelle Hinweise, dass in München ein Terroranschlag geplant ist. Bitte meidet Menschenansammlungen und die Bahnhöfe Hauptbahnhof + Pasing", twitterte die Behörde in der Silvesternacht. Über 4100 Mal wurde die ursprüngliche Nachricht geretweetet und 26.600 Mal geteilt auf Facebook.

Die Warnung sah auch Pegida-Gründer Lutz Bachmann - und schlachtete sie umgehend populistisch aus. "Alle #WelcomeKlatscher haben sich umgehend am Hauptbahnhof München einzufinden! #RefugISISnotWelcome", twitterte der Chef des antiislamischen Bündnisses. Dort fürchtete die Polizei Selbstmordanschläge von IS-Terroristen. Im Sommer 2015 waren in dem Bahnhof jeden Tag Tausende Flüchtlinge angekommen und von zahlreichen Münchnern willkommen geheißen worden.

Viele Twitter-Nutzer reagierten empört auf die Äußerung des Pegida-Sprechers.
Bachmann zeigte sich allerdings uneinsichtig und stellte in einem weiteren Tweet erneut eine vermeintliche Verbindung zwischen der Terrorwarnung und Flüchtlingen her: "Ich verstehe die Aufregung nicht. Ihr Klatschpappen wolltet die RefugISIS in Europa! Warum macht Ihr jetzt ins Hemd und seid ni am HBF-M?"

 

Im Gegensatz zu Bachmanns Pöbelei dominierte in den sozialen Netzwerken am frühen Neujahrsmorgen der Dank an die Polizei. "Den Diensthabenden von Herzen vielen Dank", schrieb ein User auf Facebook. Ein anderer kommentierte: "Ihr seid nicht zu beneiden, aber trotzdem alles Gute für 2016."

Bei manchem klang auch etwas Mitleid durch: "Danke für euren Einsatz und die Zeit, in der ihr nicht Silvester feiern konntet!" Auf Twitter schrieb einer: "Dickes Danke an alle, die gerade bis dato erfolgreich für unsere Sicherheit arbeiten."

 

Über den Kurznachrichtendienst informierten die Beamten die ganze Nacht über regelmäßig über den aktuellen Stand der Dinge. Um möglichst viele Menschen in München zu erreichen, veröffentlichten sie einige Tweets in mehreren Sprachen.

 

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