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Warnung vor IS-Anschlag Münchner Polizei fahndet nach bis zu sieben Verdächtigen

Eine Terrorwarnung hat die Münchner Polizei zu Silvester in Alarmbereitschaft versetzt. Von den mutmaßlichen IS-Terroristen fehlt jede Spur. Die Polizei will aber von keinem "Fehlalarm" sprechen.

Nach dem Terroralarm in München hat Polizeipräsident Hubertus Andrä die Absperrung des Hauptbahnhofs und des Bahnhofs Pasing in der Silvesternacht als "unbedingt notwendig" bezeichnet. Als die Warnung der Bundesbehörden in München einging, seien es nur vier Stunden bis Mitternacht gewesen - dem Zeitpunkt, an dem angebliche IS-Terroristen sich mutmaßlich in die Luft sprengen wollten.

Abwarten wäre zu diesem Zeitpunkt unverantwortlich gewesen, sagte Andrä auf einer Pressekonferenz in München. Kontrollen hätten aber zu "keinerlei Konkretisierung der Informationen" geführt, deshalb seien die abgesperrten Bahnhöfe am frühen Morgen wieder freigegeben worden.

Die genannte Tätergruppe umfasse "zwischen fünf und sieben Personen", von etwa der Hälfte lägen auch Personalien vor. Es handle sich sowohl um Iraker wie um Syrer. Allerdings hätte die Polizei im Rahmen der Ermittlungen "keinerlei Erkenntnisse" über diese Menschen sammeln können, es gab keine Festnahmen. "Wir wissen gar nicht, ob die Personen in München oder in Deutschland sind". Nun müsse geprüft werden, ob sich eine der namentlich bekannten Personen in Deutschland aufhalte oder schon einmal aufgehalten habe. Das forderte auch Bayerns Innenminister Joachim Hermann (CSU).

Die aktuelle Sicherheitsbedrohung in München bewertete der Polizeipräsident nun so wie vor dem Alarm. Trotzdem stellte er klar: "Ich würde es nicht als Fehlalarm bezeichnen." Er bat um Verständnis der Bevölkerung, dass zunächst weiter verstärkt kontrolliert werde. Gegen Trittbrettfahrer - bislang habe es zwei konkrete Bombendrohungen gegeben - werde man konsequent vorgehen.

"Umsichtig, besonnen und entschlossen gehandelt"

Andrä dankte den Einsatzkräften, deren schneller Einsatz "genial" war. Auch der Hermanns bedankte sich bei den Beamten. "Dass kein Anschlag heute Nacht verübt worden ist, macht uns alle froh." 

Bundesinnenminister Thomas de Maizière lobte die bayerischen Behörden. Sie hätten "mit Unterstützung der Bundespolizei umsichtig, besonnen und entschlossen gehandelt", erklärte der CDU-Politiker. "Auch in Zukunft werden die Sicherheitsbehörden die Situation gründlich analysieren und die gebotenen Maßnahmen konsequent ergreifen." 

Mehr zum Thema: Chronologie der Anschlagswarnung von München

Nach Behördenangaben hatte die Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) an Silvester einen Selbstmordanschlag in der bayerischen Landeshauptstadt geplant - entweder am Hauptbahnhof, am Bahnhof Pasing oder an beiden Orten. Der Hinweis kam nach Angaben von Innenminister Herrmann von einem "befreundeten Nachrichtendienst". Laut Bayerischem Rundfunk kamen die Hinweise schon vor mehreren Tagen aus den USA, später dann konkreter auch aus Frankreich. 

Wie die "Bild"-Zeitung berichtet, planten die Terroristen - zwei Selbstmordattentäter und fünf Helfer - zwei Anschläge. Ein erstes Attentat mit einer Bombe sollte den Bahnhof Pasing treffen. Ein zweiter Anschlag sollte nach Eintreffen der Rettungskräfte folgen.

Wegen erhöhter Anschlagsgefahr galten für alle Silvesterfeiern in europäischen Großstädten erhöhte Sicherheitsmaßnahmen. In Berlin, wo sich am Abend hunderttausende Menschen vor dem Brandenburger Tor zur großen Silvesterfeier versammelten, durften die Besucher keine Rucksäcke und große Taschen mitnehmen. Die Party auf der Festmeile verlief nach Angaben der Veranstalter und der Polizei friedlich.  

 

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