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Nordkorea Die Neujahrsvorsätze des Kim Jong-un

Zum Jahreswechsel hat sich Nordkoreas Machthaber Kim Jong-un in einer TV-Ansprache ans Volk gewendet: Er versprach einen höheren Lebensstandard und ein starkes Militär. Applaus gab es vom Tonband.

Nordkoreas Machthaber Kim Jong-un hat in seiner Neujahrsansprache seinen Landsleuten versprochen, den Lebensstandard in dem verarmten, international isolierten Land zu verbessern. "Die Arbeiterpartei Koreas gibt der Verbesserung des Lebensstandards oberste Priorität", sagte Kim in der am Freitag im Fernsehen gesendeten Ansprache. Mit militärischen Drohungen hielt sich Kim weitgehend zurück, wenngleich er Südkorea wie üblich vor Provokationen warnte.

Wie er konkret den Lebensstandard seiner Landsleute verbessern will, sagte Kim nicht. "Wir müssen eine Wende in der wirtschaftlichen Entwicklung bewirken", sagte er in seiner 30-minütigen Ansprache. Ähnlich hatte sich Kim bereits in seinen drei vorangegangenen Neujahrsansprachen geäußert.

Seit der Machtübernahme von seinem Ende 2011 verstorbenen Vater Kim Jong Il hat der autoritäre Machthaber den Fokus auf die wirtschaftliche Entwicklung Nordkoreas gelegt. Die Kontrollen über Bauern und Staatsfirmen wurden gelockert, während mehr als ein Dutzend Sonderwirtschaftszonen eingerichtet wurden.

Drohung mit "heiligem Krieg"

Es wird erwartet, dass sich Kim im Mai näher zum weiteren politischen Kurs äußert, wenn erstmals seit 35 Jahren der Parteitag der Arbeiterpartei stattfindet.

In seiner Neujahrsansprache drohte Kim wie üblich mit einem "heiligen Krieg" im Fall einer Provokation. Der Machthaber kritisierte insbesondere die gemeinsamen Militärübungen Südkoreas mit den USA. Auch warnte er Seoul vor Aktivitäten, die die Vereinbarung von August zur Reduzierung der Spannungen an der Grenze gefährden könnten.

"Wenn Aggressoren und Provokateure uns auch nur leicht berühren, werden wir nicht zögern, mit einem gnadenlosen heiligen Krieg für Gerechtigkeit und nationale Wiedervereinigung zu reagieren", sagte Kim.

Zugleich zeigte sich Kim offen für weitere Gespräche mit dem Süden. Er vermied in der Rede eindeutige Anspielungen auf das umstrittene Atomprogramm seines Landes. Allerdings sagte er, sein Land müsse "unterschiedlichere militärische Angriffsmethoden entwickeln".

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Kim hielt die Rede an einem Pult in einem holzvertäfelten Raum im Gebäude des Zentralkomitees der Einheitspartei in Pjöngjang. Obwohl kein Publikum zu sehen war, brandete immer wieder Applaus auf. Dieser war wahrscheinlich aufgezeichnet.

Die Rede erfolgte einen Tag nach dem Staatsbegräbnis von Kim Yang Gon, der für die Beziehungen mit Südkorea zuständig gewesen war. Offiziellen Angaben zufolge starb der ranghohe Politiker bei einem Autounfall am Dienstag. Sein Tod gilt als Rückschlag für die Bemühungen um eine Entspannung des Verhältnisses der verfeindeten Nachbarstaaten.

Trotz der Warnungen an Südkorea wurde die Rede als eher zurückhaltend gewertet. "Im Großen und Ganzen war der Ton relativ moderat, der Akzent lag eindeutig mehr auf der Wirtschaft als auf politischen und militärischen Fragen", sagte der südkoreanische Nordkorea-Experte Yang Moo Jin.

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