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Kein Terror Angreifer wollte Soldaten vor Moschee in Valence töten

Der Angriff auf eine Gruppe von Soldaten vor einer Moschee im französischen Valence hatte nach Angaben der Ermittler keinen terroristischen Hintergrund.

Der Angreifer habe nach seinen eigenen "wirren" Aussagen die Soldaten töten oder "selbst getötet werden" wollen, erklärte Staatsanwalt Alex Perrin. Demnach war der 29-Jährige ein Einzeltäter. Bei ihm Zuhause wurde allerdings dschihadistisches Probagandamaterial gefunden.

Der Mann war am Freitagnachmittag mit seinem Auto auf die Soldaten zugerast, die auf einem Parkplatz vor der Moschee Wache standen. Sie riefen dem Mann eine Warnung zu und eröffneten nach eigener Aussage das Feuer, als er ein zweites Mal auf sie zufuhr. Dabei wurde der Angreifer an Arm und Bein getroffen. Ein 72-jähriger Muslim, der durch eine verirrte Kugel am Bein verletzt wurde, wurde ebenfalls operiert, wie Bürgermeister Nicolas Daragon sagte. Ein Soldat wurde durch das Auto am Bein verletzt.

Nichts deute daraufhin, dass der Autofahrer "irgendeinem Netzwerk" angehört habe, sagte Staatsanwalt Perrin. Der Mann sei weder der Polizei noch den Geheimdiensten vorher bekannt gewesen. Zwar gebe es Fragen hinsichtlich seiner psychischen Gesundheit, doch sei nichts über eine "psychiatrische Vergangenheit" bekannt, fügte der Staatsanwalt hinzu. Der Angreifer habe es darauf angelegt, von den Soldaten getötet zu werden und damit "als Märtyrer" zu erscheinen.

Weder im Auto des 29-Jährigen noch in seiner Wohnung seien Waffen gefunden worden, sagte Perrin. Auf einem Computer in der Wohnung seien "dschihadistische Propagandabilder" entdeckt worden, die allerdings von jedermann im Internet aufgerufen werden könnten. Außerdem habe der Fahrer während seines Angriffs gerufen "Allah ist groß", was auf eine "gewisse Religiosität" hindeute. Es gebe aber keinen Hinweis auf Mitgliedschaft in einer Terrororganisation, daher werde in den Ermittlungen bis auf weiteres keine Terrorismus-Spur verfolgt.

Der Imam der Moschee in Valence, Abdallah Dliouah, sagte, die Moschee habe nie Drohungen erhalten. Aus der Präfektur Drôme hieß es, die Moschee sei normalerweise "sehr ruhig". Auch Bürgermeister Nicolas Daragon sprach von einer "moderaten und ruhigen" Moschee.

Die vor der Moschee wachenden Militärangehörigen sind Teil des Anti-Terror-Einsatzes "Sentinelle", bei dem Bahnhöfe, Touristenattraktionen und andere exponierte Einrichtungen geschützt werden. Nach den islamistischen Anschlägen von Paris, bei denen am 13. November 130 Menschen getötet wurden, ist die Furcht vor neuen Angriffen in Frankreich groß.

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