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Selbstmordanschläge in Afghanistan Zwei Bundeswehr-Soldaten verletzt

In Kabul haben sich zwei Selbstmordattentäter in die Luft gesprengt. Bei den Anschlägen kamen mindestens drei Menschen ums Leben. Unter den Verletzten sind auch deutsche Soldaten.

Bei zwei Selbstmordanschlägen in Kabul sind am Montag mindestens drei Menschen ums Leben gekommen. Mehr als 30 wurden verletzt. Zudem wurden bei einem Sprengstoffanschlag auf einen Fahrzeugkonvoi der Bundeswehr im Stadtgebiet von Kabul zwei Soldaten leicht verletzt. Sie erlitten Schleudertraumata, wie die Bundeswehr mitteilte.

Der Anschlag auf den Konvoi ereignete sich demnach am frühen Morgen. Dabei wurde ein Fahrzeug vom Typ Enok beschädigt. Allerdings hätten die Fahrzeuge ihre Fahrt aus eigener Kraft fortsetzen können. Die beiden leicht verletzten Soldaten würden ärztlich behandelt. Wer hinter dem Anschlag steckt, war zunächst unklar.

Bei einem abendlichen Autobombenanschlag am Tor eines von Ausländern bewohnten Hotels nahe des Kabuler Flughafens wurde nach Polizeiangaben ein Zivilist getötet. Auch der Attentäter starb. Der Chef aller Krankenhäuser, Mohibullah Khan Zir, sagte, 25 Erwachsene und 9 Kinder seien verletzt worden.

Neue Friedensverhandlungen mit Taliban geplant

Die Taliban bekannten sich zu dem Anschlag mit einer Twitter-Nachricht. Man habe ein "Ausländer-Camp nahe des Flughafens" ins Visier genommen. Im schwer gesicherten Hotel Baron wohnen Dienstleister internationaler Organisationen und der internationalen Militärmission. Es verspricht die "sicherste Unterkunft" in Kabul in 376 Luxus-Suiten. Wenige Stunden zuvor hatte sich im selben Viertel ein Attentäter nahe eines Polizeipostens in die Luft gesprengt. Er starb. Zivilisten wurden nicht verletzt.

Die Anschläge vom Montag reihen sich ein in eine ganze Kette von Angriffen auf internationale Ziele in den vergangenen Wochen. Nicht wenige von ihnen waren so genannte "weiche Ziele", wie ein Restaurant und eine Botschaft. In der kommenden Woche treffen sich Vertreter der Regierungen Afghanistans, Pakistans, Chinas und der USA, um neue Friedensverhandlungen mit den Taliban zu planen.

Indische Botschaft wurde gesichert

Unterdessen haben afghanische Sicherheitskräfte nach mehr als 26-stündigen Gefechten die Angreifer des indischen Konsulats im nordafghanischen Masar-i Scharif getötet. Bisher habe man die Leichen von vier Männer gefunden, sagte Polizeichef Said Kamal Sadat dem Nachrichtensender Tolo TV. Das Gebäude sei durch die Gefechte stark beschädigt worden. Während der Gefechte seien drei Sicherheitskräfte und sechs Zivilisten leicht verletzt worden. Die Mitarbeiter des indischen Konsulats waren zu allen Zeiten in Sicherheit, twitterte der indische Botschafter Amar Sinha.

Die Angreifer hatten am Sonntagabend gegen 20.30 Uhr Ortszeit versucht, in das Konsulat einzudringen, waren aber gescheitert. Daraufhin hatten sie sich in einem vierstöckigen Gebäude gegenüber verbarrikadiert und mit afghanischen Sicherheitskräften wilde Schießereien geliefert. Es blieb unklar, welcher extremistischen Gruppierung sie zugehören. Der Angriff kam nur kurz nach einem mehr als 48-stündigen Angriff auf eine Militärbasis im indischen Teil Kaschmirs nahe der Grenze zu Pakistan.

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