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Islamische Staat unter Druck Terrormiliz hat wohl ein Drittel seines Gebiets verloren

"Sie haben Mühe": Der IS soll laut US-Angaben mittlerweile etwa 30 Prozent seines Territoriums in Syrien und im Irak verloren haben. Doch in anderen Ländern werden IS-Ableger immer stärker.

Die Terrormiliz Islamischer Staat hat nach Angaben der US-geführten Anti-IS-Koalition inzwischen 30 Prozent ihres einst im Irak und Syrien gehaltenen Territoriums eingebüßt. Die Dschihadisten seien daher nun in einer "defensiven Kauerstellung", erklärte der in Bagdad stationierte Sprecher Steve Warren vor Reportern.

Im Irak habe der IS 40 Prozent seines Gebiets verloren, in Syrien 20 Prozent. "In den beiden Ländern zusammen kann man sagen, dass die IS-Kämpfer 30 Prozent des Gebietes verloren haben, das sie einst kontrollierten." Der IS hatte im Sommer 2014 große Teile Syriens und des Nordiraks erobert. In den von ihnen kontrollierten Gebieten proklamierten die Dschihadisten islamisches Schariarecht und verüben immer wieder Gräueltaten.

Bundeswehr auf dem Weg in die Türkei

Einheimische Truppen und eine internationale Allianz unter Führung der USA bekämpfen den IS in beiden Ländern aus der Luft. In Syrien fliegt seit Ende September auch Russland Luftangriffe. Die Bundeswehr unterstützt die internationale Allianz gegen den IS unter anderem mit Aufklärungs-Tornados. Sie nimmt aber nicht aktiv an Kämpfen teil.

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Seit Start der Bombardements im Jahr 2014 haben kurdische Peschmerga-Kämpfer die Extremistengruppe aus Teilen des Nordiraks gedrängt, darunter aus der Stadt Sindschar. Auch aus einem syrischen Gebietsstreifen entlang der türkischen Grenze wurden die Dschihadisten vertrieben. Weiter südlich gelang es irakischen und schiitischen Milizen, im vergangenen Jahr die Stadt Tikrit zurückzuerobern.

Allerdings konnte der IS auch Bodengewinne verzeichnen, etwa die Eroberungen der syrischen antiken Oasenstadt Palmyra und des im Westirak gelegenen Ramadi im Mai 2015.

US-General: "Der Feind wird schwächer"

Zuletzt drängten irakische Truppen mit Hilfe von US-geführten Luftangriffen die Dschihadisten aber aus dem Stadtzentrum von Ramadi. "All dies summiert sich und wir glauben, dass dieser Feind schwächer wird", sagte Warren. So habe der IS seit Mai kein neues Territorium hinzugewonnen. "Militärisch haben sie Mühe", fügte er hinzu.

Doch verübt der IS weiter Attacken auf irakische Militärstellungen in der Provinz Anbar, deren Hauptstadt Ramadi ist. Außerdem kontrolliert die Terrormiliz noch immer den Großteil des Nordens und Westens des Iraks, darunter die zweitgrößte Stadt Mossul, sowie weite Teile Syriens. In Libyen, Ägypten, im Jemen und Afghanistan sind außerdem zunehmend schlagkräftige IS-Ableger aktiv.

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