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Heinz Buschkowsky zu Übergriffen in Köln "Für diese Männer sind solche Frauen Schlampen"

Klare Worte vom Neuköllner Ex-Bürgermeister: Frauen dürften kein Freiwild werden. Er fordert harte Strafen für Täter, "die Schutz erhalten, alimentiert werden und sich mit Straftaten bedanken".

Heinz Buschkowsky (67), ehemaliger Bezirksbürgermeister von Berlin-Neukölln, sieht "Fehlentwicklungen in der Integrationspolitik" als eine der Ursachen für die Ereignisse in der Silvesternacht in Köln und in anderen Städten. Er könne nicht erkennen, dass es sich bei den begangenen Straftaten um eine völlig neue Form der Kriminalität handele, sagte der SPD-Politiker dem Deutschlandfunk. Neu sei lediglich die Massivität. Übergriffe in insgesamt acht deutschen Städten zeugten davon.

Integration müsse unbedingt Staatsaufgabe und verbindlich sein, betonte der Politiker. Nur so könne man Parallelgesellschaften beikommen. Gute Erfahrungen habe er in seiner Zeit als Bezirksbürgermeister mit Modellen gemacht, die direkt in den Familien ansetzten. Wichtig sei außerdem, Kinder so früh wie möglich in die Vorschulerziehung zu geben, damit sie an ein anderes Wertemuster herangeführt würden.

Mehr zum Thema: Das vollständige Protokoll zur Kölner Chaos-Nacht

"Integration ist harte Arbeit, und Integration ist nicht mit Sprücheklopfen zu erreichen, sondern man muss den Menschen schon klar machen, dass sie nicht mehr in einer Gesellschaft sind des Stärkeren, sondern dass wir ein liberaler, demokratischer Staat sind, in dem die Würde jedes Einzelnen unantastbar ist, und jedes Einzelnen heißt auch, von Frauen", sagte Busckowsky.

Keine fleißigen Moscheebesucher

Religiöse Gründe für ein solches Verhalten sieht Buschkowsky nicht. Bei solchen Männern handele es sich kaum "um fleißige Moscheebesucher". Verantwortlich sei vielmehr der kulturelle Hintergrund. Menschen, die aus einem gnadenlosen Patriarchat kämen, "Die empfinden überhaupt nichts dabei, Frauen zu missbrauchen, Frauen auch zu begrapschen, weil, wie gesagt, nach Mitternacht auf der Straße befindliche Frauen können nur Schlampen sein, und die verdienen nichts anderes. Also das Frauenbild spielt da schon eine entscheidende Rolle, und das ist kulturbedingt", so Buschkowsky.

Wichtig seien jetzt "Antworten, die wehtun". Wer eine Straftat begangen habe, müsse entsprechend bestraft werden. Auch eine stärkere Videoüberwachung und mehr Polizeipräsenz seien wichtig. Wenn jetzt Politik und Polizei sich gegenseitig die Schuld zuschöben, sei das "grandios lächerlich". Bedauerlich sei es zudem, wenn Namenslisten von Verdächtigen unter Verschluss gehalten würden. "Es könne nicht sein, dass die Ermittlung von Straftaten davon abhält, welchen Aufenthaltsstatus ein Mensch im Land hat.

"Straftat ist Straftat, ob die Egon Müller oder Mohammed Soundso verübt, das ist mir ehrlich gesagt völlig egal", sagte Buschkowsky. "Und wer bei uns Schutz sucht, Schutz erhält, alimentiert wird und sich dafür mit Straftaten bedankt – ich finde, da muss man dann auch mit Härte reagieren. Ich glaube, dass das gegenseitige Beschimpfen im Moment davon ablenkt, dass es darum geht, hier einen Riegel vorzuschieben, dass Frauen in Deutschland auf der Straße kein Freiwild sind. Wo kommen wir denn da hin?"

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