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Viktor Orbán sagt Warschau Unterstützung zu Polen und Ungarn - gemeinsam gegen die EU

Polens umstrittene Reformen lösen heftige Kritik aus. Aus Budapest kommt nun der demonstrative Schulterschluss. Ungarns Premierminister Orbán warnt die EU vor Sanktionen gegen Warschau.

Ungarn stellt sich im Streit der EU-Kommission mit der neuen polnischen Regierung demonstrativ auf die Seite Polens. Sein Land werde EU-Strafmaßnahmen gegen Polens neue Regierung mit seinem Veto verhindern, sagte Ministerpräsident Viktor Orbán in einem Rundfunkinterview.

"Die Europäische Union sollte nicht darüber nachdenken, irgendeine Art von Sanktionen gegen Polen zu verhängen", sagte der nationalkonservative Regierungschef. Dafür sei eine einstimmige Entscheidung nötig, "und Ungarn wird niemals Sanktionen gegen Polen unterstützen".

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Die rechtsnationale Regierung in Warschau steht unter anderem wegen einer Reform des Verfassungsgerichts international in der Kritik, die als Schwächung der unabhängigen Justiz gewertet wird. Die EU-Kommission hat große Bedenken angemeldet. Auch der per Gesetz durchgesetzte stärkere Einfluss der Regierung auf Schlüsselpositionen in den öffentlich-rechtlichen Medien sorgt für Streit.

Oettinger fordert härtere Gangart gegenüber Polen

Der für Medienpolitik zuständige EU-Kommissar Günther Oettinger drohte deswegen damit, den sogenannten Rechtsstaatsmechanismus zu aktivieren. Im Extremfall könnte Polen damit das Stimmrecht in der EU entzogen werden.

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EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker erwartet aber nach eigenen Worten nicht, dass es dazu kommen wird. "Das sollte man nicht zu sehr dramatisieren … Wir prügeln nicht auf Polen ein", sagte er jüngst. Die Kommission wird das Thema auf ihrer Sitzung am kommenden Mittwoch beraten.

Ungarns Führung wird ebenfalls die Einschränkung der Pressefreiheit infolge der von ihr eingeführten Mediengesetze vorgeworfen. Orbán hatte sich mit dem Chef der rechtsnationalen polnischen Regierungspartei Recht und Gerechtigkeit (PiS), Jaroslaw Kaczynski, getroffen. Beide Länder sperren sich auch gegen Vorgaben der EU für die Aufnahme von Flüchtlingen.

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