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Politik Versteck der Paris-Attentäter in Belgien endeckt

Es war ein gut gehütetes Geheimnis: Vor Weihnachten durchsuchten Polizisten eine Brüsseler Wohnung, die möglicherweise Terroristen als Bombenwerkstatt diente. Belgiens Staatsfeind Nummer eins hinterließ dort einen Fingerabdruck.

Belgische Polizisten haben ein mögliches Versteck des flüchtigen Terrorverdächtigen Salah Abdeslam entdeckt, der im Land als Staatsfeind Nummer eins gilt.

Die Bleibe im Brüsseler Stadtbezirk Schaerbeek sei möglicherweise eine Bombenwerkstatt, da dort Material zum Herstellen vom Sprengstoff gefunden wurde, berichteten belgische Medien.

Abdeslam soll direkt an den Pariser Anschlägen von Mitte November 2015 beteiligt gewesen sein, bei denen islamistische Killerkommandos 130 Menschen töteten. Einige Medien bezeichnen ihn als "Logistiker" der Attacken.

Die Staatsanwaltschaft bestätigte mit rund einmonatiger Verspätung die Durchsuchung der Wohnung im Rahmen von Ermittlungen zu den Pariser Anschlägen. Der Mieter sei unter falscher Identität aufgetreten und könnte derzeit in Untersuchungshaft sitzen.

In der Bleibe wurde am 10. Dezember ein Fingerabdruck Abdeslams gefunden. Zu Medienspekulationen, wonach sich Abdeslam nach den Anschlägen vom 13. November in der Wohnung aufhielt, äußerte sich die Staatsanwaltschaft nicht.

Die Ermittler bestätigten hingegen, dass drei handgenähte Gürtel gefunden wurden, die möglicherweise zum Transportieren von Sprengstoff dienen sollten. Die Ermittler ließen es offen, ob die in Paris verwendeten Gürtel aus Brüssel stammten. Damals hatten sich mehrere Attentäter in die Luft gesprengt. Bei der Untersuchung der Wohnung wurden auch Spuren des Explosivstoffes TATP (Acetonperoxid) gefunden.

Mit den neuen Erkenntnissen bestätigt sich der Eindruck, dass nach den Anschlägen viele Spuren nach Belgien führen. Laut Medienberichten sollen - bisher nicht klar identifizierte - Hintermänner aus Belgien die Angriffe gesteuert haben.

So werden immer noch zwei Männer gesucht, die mit Abdeslam gut zwei Monate vor den Attentaten in Ungarn gewesen sein sollen. Sie benutzten, wie sich später herausstellte, gefälschte belgische Personalausweise.

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