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Rakka in Syrien IS-Kämpfer tötet eigene Mutter vor Hunderten Zuschauern

Vor den Augen von Hunderten Zuschauern hat ein IS-Mitglied seine eigene Mutter hingerichtet. Laut Aktivisten hatte die Frau ihren Sohn überreden wollen, der Terrormiliz den Rücken zu kehren.

Ein Kämpfer der Extremistenmiliz IS hat nach Erkenntnissen der Syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte seine eigene Mutter vor Hunderten Zuschauern umgebracht. Die Frau sei in der IS-Hochburg Rakka getötet worden, teilte die Organisation unter Berufung auf Informanten vor Ort mit.

Sie habe ihren Sohn dazu bringen wollen, den IS zu verlassen. Die Tat des 20-Jährigen habe sich am Mittwoch in der Nähe des Postgebäudes von Rakka ereignet, wo die Frau gearbeitet habe. Von unabhängiger Seite konnte der Bericht nicht bestätigt werden.

Der IS, der weite Teile Syriens und des benachbarten Iraks unter seine Kontrolle gebracht hat, hat Hunderte Menschen getötet, denen er eine Zusammenarbeit mit seinen Gegnern oder Verstöße gegen seine ultrakonservative Interpretation des Islams vorwirft.

IS mit harter Hand auch gegen eigene Mitglieder

Seit der Ausrufung des "Kalifats" vor gut 18 Monaten soll die Terrormiliz mindestens 420 ihrer Mitglieder getötet haben. Dabei seien vor allem ausländische Kämpfer, die als angebliche Spione enttarnt worden seien, exekutiert worden, hatte die Beobachtungsstelle zum Jahreswechsel mitgeteilt. Unter den Getöteten seien aber auch IS-Mitglieder gewesen, die aus dem Einflussgebiet der Dschihadisten fliehen wollten.

Insgesamt habe der IS 3707 Menschen getötet, unter ihnen 2001 Zivilisten. Sie seien entweder erschossen, von hohen Gebäuden gestoßen, gesteinigt oder enthauptet worden, heißt es weiter. Demnach sind unter den getöteten Zivilisten auch 106 Frauen und 77 Kinder.

Die Menschenrechtsbeobachter sitzen in England, beziehen ihre Informationen jedoch aus einem dichten Netz an Informanten vor Ort. Sie gelten als gut informiert und zuverlässig.

Insgesamt starben im syrischen Bürgerkrieg nach Angaben der Vereinten Nationen seit 2011 mehr als 250.000 Menschen.

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