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Propaganda gegen Nordkorea Diese Boygroup soll Kim Jong-Un stürzen

Mit Propaganda-Übertragungen aus riesigen Lautsprechertürmen an der Grenze reagiert Südkorea auf den Atomtest des Nordens. Eine Boygroup spielt dabei eine ganz besondere Rolle.

Als Reaktion auf den nordkoreanischen Atomtest beschallt Südkorea den Norden wieder mit Propaganda. Die Übertragungen wurden am frühen Freitagmorgen gestartet – am vermuteten Geburtstag des nordkoreanischen Führers Kim Jong-un. Entlang der demilitarisierten Zone (DMZ) tönen aus den Lautsprechertürmen nach fünfmonatiger Unterbrechung südkoreanische Popmusik (K-Pop), gewöhnliche Nachrichten und Kritik am kommunistischen Regime des Nordens.

Aus den Lautsprechern erschallt unter anderem der jüngste K-Pop-Hit "Bang, Bang, Bang" der Boygroup Big Bang. Die Gruppe, die aus zwei Rappern und drei Sängern besteht, gehört zu den erfolgreichsten Südkoreas. Der Refrain ihres jüngsten Hits lautet: "Wie du erschossen wurdest, Bang, Bang, Bang".

 

Zudem ist eine beliebte Ballade über einen "Todesengel" zu hören – möglicherweise eine Anspielung auf Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un. In einem Lied der Girlband GFriend, das ebenfalls über die Grenze hinweg ausgestrahlt wird, heißt es: "Wir sind beide so scheu, aber ich will dir näherkommen".

Enthalten die Songs geheime Botschaften?

"Wir haben eine breite Auswahl der jüngsten beliebten Hits getroffen, um es interessant zu machen", sagte ein Vertreter des südkoreanischen Verteidigungsministeriums vor Journalisten. Keine Hinweise gab er darauf, ob mit den Liedern versteckte Botschaften gesendet werden sollen. Die Lautsprechertürme, über die die Songs abgespielt werden, befinden sich an elf Stellen entlang der rund 240 Kilometer langen Grenze. Die Beschallung ist bis in eine Entfernung von 24 Kilometern zu hören.

Die südkoreanische Nachrichtenagentur Yonhap berichtete, die Frontsoldaten am Rand der entmilitarisierten Zone seien in höchster Alarmbereitschaft. Seoul habe Raketen, Artillerie und andere Waffensysteme in die Nähe der Grenze entsandt, um auf nordkoreanische Provokationen schnell reagieren zu können. Das Verteidigungsministerium bestätigte die Berichte allerdings nicht.

Um Nordkorea erfolgreich sanktionieren zu können, forderte US-Außenminister John Kerry China zu einer Abkehr von den bisherigen diplomatischen Beziehungen zu dem Land auf. "Business as usual" hinsichtlich des Verhältnisses zu Pjöngjang müsse nach dem mutmaßlichen vierten Atomtest des Landes beendet werden, sagte Kerry in Washington. "Wir können nicht wie üblich weitermachen." Der UN-Sicherheitsrat hatte erklärt, neue Sanktionen gegen Nordkorea auszuarbeiten.

Nordkorea versteht Beschallung als Provokation

Großbritannien empfahl Seoul, die Beschallung abzustellen. Außenminister Philip Hammond sagte in Japan, er verstehe zwar, dass Seoul auf den neuen Atomtest Nordkoreas reagieren wolle. Aber man müsse "über den Nordkoreanern stehen", fügte er hinzu. "Wir wissen, dass eine solche Reaktion nur bedeutet, dass wir den Köder schlucken, den uns Nordkorea vorhält."

Die an der Grenze zum Norden postierten Lautsprecher waren zuletzt Ende August in Betrieb. Wenige Wochen zuvor waren sie nach elfjähriger Unterbrechung in Betrieb genommen worden, nachdem eine angeblich von Nordkorea platzierte Mine zwei südkoreanischen Soldaten verstümmelt hatte. Nordkorea reagierte auf die Beschallung mit einer Kriegsdrohung. Schließlich einigten sich die beiden Länder nach langen Verhandlungen auf eine Deeskalation. Nordkorea bedauerte die Explosion, der Süden schaltete seine Lautsprecher wieder ab.

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