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Heftige Ausschreitungen im Kosovo Demonstranten setzen Regierungssitz in Brand

Bei einer Demonstration von Regierungsgegnern ist es im Kosovo zu Ausschreitungen gekommen. Als Polizisten mit Molotowcocktails beworfen wurden, setzten diese Tränengas ein.

Tausende Regierungsgegner haben im Kosovo gegen ein von der EU vermitteltes Abkommen zur Normalisierung der Beziehungen zu Serbien protestiert. Einige Demonstranten griffen die Polizei im Zentrum der Hauptstadt Pristina mit Molotowcocktails und Steinen an. Mehrere Fensterscheiben des Regierungssitzes gingen zu Bruch, zudem brach ein Feuer in dem Gebäude aus. Die Sicherheitskräfte feuerten Tränengas auf die Demonstranten ab.

Die Opposition läuft Sturm gegen das Vorhaben, der serbischen Minderheit im Kosovo mehr Rechte zuzugestehen. Auch die Beilegung eines Grenzstreits mit dem benachbarten Montenegro lehnt die Opposition mit der Begründung ab, damit seien Gebietsverluste verbunden. 

Der Oppositionspolitiker Fatmir Limaj von der Partei Initiative für das Kosovo warf der Regierung vor, sie setze "die Souveränität des Kosovos aufs Spiel", und forderte Neuwahlen. Die Opposition blockiert seit Wochen zudem immer wieder Parlamentssitzungen mit Tränengas, Eierwürfen und Pfeifkonzerten.

Das Kosovo hatte sich 2008 einseitig für unabhängig von Serbien erklärt. Die serbische Regierung und die Kosovo-Serben erkennen die Unabhängigkeit aber nicht an. Eine Normalisierung der Beziehungen zwischen Pristina und Belgrad ist aber Voraussetzung für den von Serbien gewünschten Beitritt zur Europäischen Union. Auch die Kosovo-Regierung strebt die Aufnahme in die EU an.

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