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Heiko Maas zur Silvesternacht in Köln "Wenn sich eine solche Horde trifft, war das abgestimmt"

"Niemand kann erzählen, dass das nicht abgestimmt war": Für den Justizminister waren die Übergriffe organisiert. Über soziale Netze sollen Männer aus mehreren Ländern nach Köln gerufen worden sein. 

Bundesjustizminister Heiko Maas (SPD) geht davon aus, dass die Silvester-Angriffe auf Frauen organisiert waren. "Wenn sich eine solche Horde trifft, um Straftaten zu begehen, scheint das in irgendeiner Form geplant worden zu sein.

Niemand kann mir erzählen, dass das nicht abgestimmt oder vorbereitet wurde", sagte Maas "Bild am Sonntag". "Wir müssen dringend aufklären, wie es zu diesen abscheulichen Taten kommen konnte."

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Auch einen Zusammenhang zwischen den Attacken auf Frauen in mehreren deutschen Städten schließt Maas nicht aus: "Alle Verbindungen müssen sehr sorgfältig geprüft werden. Der Verdacht liegt nahe, dass hier ein bestimmtes Datum und zu erwartende Menschenmengen herausgesucht wurden. Das hätte dann noch einmal eine andere Dimension."

Nach Informationen der " Bild am Sonntag" unter Berufung auf Polizeiangaben hatten nordafrikanische Gruppen im Vorfeld der Silvesternacht offenbar über soziale Netzwerke dazu auf, am 31. Dezember nach Köln zu kommen. Demnach sollten "Landsleute" aus Köln, dem Umland und den Nachbarstaaten Belgien, Holland und Frankreich in die Rhein-Metropole reisen.

Zahl der Strafanzeigen drastisch erhöht

Als Reaktion auf die Kölner Angriffe auf Frauen zeichnet sich eine Verschärfung der Asylgesetze ab. Maas zeigte sich in diesem Zusammenhang offen. "Ich werde jetzt gemeinsam mit dem Innenminister noch einmal prüfen, ob unsere Möglichkeiten ausreichen, um Kriminelle zurückzuschicken", sagte er dem Blatt weiter.

"Wenn nicht, werden wir Vorschläge machen. Gerade zum Schutz der vielen Flüchtlinge, die sich nichts haben zuschulden kommen lassen, müssen wir alle Straftäter konsequent zur Rechenschaft ziehen. Niemand darf sich bei uns über Recht und Gesetz stellen."

In Köln hatten sich in der Silvesternacht nach Polizeiangaben kleinere Gruppen aus einer Menge von rund 1000 Männern gelöst, die vor allem Frauen umzingelt, begrapscht und bestohlen haben sollen. Die Zahl der Strafanzeigen nach den Geschehnissen erhöhte sich drastisch auf 379, wie die Polizei am Samstag mitteilte. Zuletzt war sie mit rund 170 angegeben worden.

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