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Donald Trumps Sicht auf Köln "Jetzt randalieren die Deutschen in den Straßen"

Donald Trump hat auch zu den Vorfällen in Köln eine ganz spezielle Sichtweise. Es sei ein "Gemetzel" gewesen, so der US-Präsidentschaftsbewerber. Und jetzt randalierten die Deutschen.

Der umstrittene republikanische US-Präsidentschaftsbewerber Donald Trump hat nach den Übergriffen auf Frauen in Köln von einem "Gemetzel" gesprochen. "Schaut, was in Deutschland geschah, die erschütternden Verbrechen, die Silvesternacht, die Vergewaltigungen und das gesamte Gemetzel", sagte Trump bei einem Wahlkampfauftritt im Bundesstaat Iowa. Er bezog sich offenbar auch auf die Ausschreitungen bei den Demonstrationen vom Samstag.

"Jetzt randalieren die Deutschen in den Straßen und sagen: 'Was zum Teufel tut ihr uns an?'", sagte Trump weiter. Was sich in Köln abspiele, sei "unglaublich" und "undenkbar". Die Bundesrepublik habe "solche Probleme nicht gehabt" und "von solchen Problemen nichts gewusst", bevor wegen der Flüchtlingskrise "Millionen Menschen" eingereist seien, sagte Trump. Die USA müssten das "Problem" auf "rationale und kluge Weise" lösen.

Trump führt seit Monaten in Umfragen zur Präsidentschaftskandidatur der Republikaner, während die frühere US-Außenministerin Hillary Clinton allgemein als Favoritin für die Kandidatur der Demokraten bei der Wahl am 8. November gilt. Der schwerreiche Immobilienmogul Trump macht regelmäßig mit polemischen Angriffen auf Mexikaner, Muslime und andere Einwanderer sowie sexistischen Äußerungen Schlagzeilen.

Muslimin wird aus dem Saal geworfen

Am Freitag wurde bei einem Wahlkampfauftritt Trumps im Bundesstaat South Carolina eine Muslimin des Saals verwiesen. Wie Fernsehbilder zeigten, stand die 56-jährige Flugbegleiterin Rose Hamid im Raum, während alle anderen saßen. Sie trug ein Kopftuch und ein Oberteil mit der Aufschrift: "Salam, ich komme in Frieden." Später wurde sie aus dem Saal gebracht, während die Menge Pappschilder mit Trumps Namen in die Höhe hielt.

"Die Hässlichkeit kommt wirklich schnell heraus, und das ist tatsächlich beängstigend", sagte Hamid später dem Fernsehsender CNN. "Es gibt Hass gegen uns, das ist unglaublich", fügte sie hinzu. Es handle sich aber "um deren Hass, nicht um unseren". Zusammen mit Hamid waren am Freitag noch weitere Menschen der Veranstaltung in South Carolina verwiesen wurden, ihr Fall rückte aber in den Mittelpunkt.

In Köln hatte es am Silvesterabend aus einer großen Menschengruppe heraus zahlreiche sexuelle Übergriffe auf Frauen und andere Straftaten gegeben. Zuletzt lagen 379 Strafanzeigen vor. Dutzende Verdächtige unter anderem aus dem nordafrikanischen und arabischen Raum wurden identifiziert. Am Samstag löste die Polizei nach Angriffen mit Böllern und Flaschenwürfen eine Demonstration der fremdenfeindlichen Pegida-Bewegung auf.

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