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Angriff auf Polizisten in Paris Terrorverdächtiger war schon in Deutschland kriminell

Nach ersten Erkenntnissen des LKA in NRW war der Pariser Attentäter der Polizei schon lange bekannt. Gegen ihn wurde unter anderem wegen Körperverletzung und sexueller Belästigung ermittelt.

Der bei einem Angriff auf eine Polizeiwache in Paris erschossene Terrorverdächtige hat als Asylbewerber unter verschiedenen Namen in Deutschland gelebt und war der Polizei als Kleinkrimineller bekannt. "Es sind uns sieben Identitäten bekannt", sagte der Direktor des nordrhein-westfälischen Landeskriminalamtes, Uwe Jacob, in Düsseldorf. Ausgegeben habe er sich als Tunesier, Marokkaner und Georgier. "Wir sind uns nicht sicher, wer er tatsächlich ist", sagte Jacob. Anfang August vergangenen Jahres sei er nach Recklinghausen gekommen. Das LKA untersucht den Fall mit einer 60-köpfigen Kommission. 

Der Mann habe in Deutschland mehrfach im Gefängnis gesessen und sei wegen Delikten wie Drogenhandel, Körperverletzung und der Belästigung von Frauen auffällig geworden. So habe er auf einen schlafenden Obdachlosen eingeprügelt und ihn anschließend mit dessen Wein- und Schnapsvorräten übergossen. Die sexuelle Belästigung ereignete sich in einer Diskothek. Dort habe er Frauen "an den Hintern gefasst". Bei Durchsuchungen der Wohnräume seien keine Hinweise auf weitere Anschlagspläne entdeckt worden. Es handele sich offenbar um einen Einzeltäter. Die Ermittlungen liefen aber noch, erklärte der Kriminalist.

IS-Fahnen in Asylbewerberheim

Der Mann sei zudem auch schon in Frankreich und Luxemburg wegen verschiedener Delikte festgenommen worden. Er habe zudem Fahnen mit Zeichen der Extremistenmiliz Islamischer Staat (IS) angefertigt. In Deutschland habe er Asyl beantragt und eine Aufenthaltserlaubnis der Stadt Recklinghausen erhalten. Ein Pariser Staatsanwalt hatte am Freitag gesagt, der Angreifer habe eine deutsche Sim-Karte in seinem Mobiltelefon gehabt. Er habe Papiere bei sich getragen, die auf eine tunesische Staatsangehörigkeit schließen ließen. 

In französischen Justizkreisen hatte es geheißen, der Angreifer sei in Marokko geboren, obdachlos und wegen Diebstahl polizeibekannt. Der Mann trug eine Sprengstoffgürtel-Attrappe und wollte mit einem Fleischerbeil bewaffnet in eine Polizeiwache eindringen. Nach Angaben der Ermittler rief er "Allah ist groß" und trug ein auf Arabisch verfasstes Bekennerschreiben mit der Flagge der IS bei sich.

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