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Liveticker zum Terroranschlag in Istanbul Das ist der Selbstmordattentäter von Istanbul

Polizei nimmt weitere Personen fest +++Kein gezielter Angriff auf Deutsche +++ Türkische Botschaft: "Tiefe Solidarität" +++ Alle Todesopfer von deutscher Reisegruppe +++ Das Neueste im Ticker.

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19:42 Uhr: Das ist der Selbstmordattentäter von Istanbul

Die türkische Polizei hat im Zusammenhang mit dem tödlichen Selbstmordanschlag in Istanbul ein Foto des Attentäters, Nabil Fadli, veröffentlicht. 

Die türkische Polizei hat im Zusammenhang mit dem tödlichen Selbstmordanschlag in Istanbul dieses Foto des Attentäters, Nabil Fadli, veröffentlicht. (Foto: DPA)


18:48 Uhr: Davuto?lu: Weitere Festnahmen in Zusammenhang mit Istanbul-Anschlag

Im Zusammenhang mit dem Selbstmordanschlag in Istanbul sind vier weitere Verdächtige festgenommen worden. Das sagte der türkische Ministerpräsident Ahmet Davutoglu am Mittwoch. Damit sind insgesamt fünf Personen bei den Ermittlungen zu dem Selbstmordattentat in Gewahrsam genommen worden. Davutoglu sagte weiter, der Attentäter, der als Flüchtling in die Türkei gekommen sei, sei nicht beobachtet worden, weil er auf keiner Gefährderliste gestanden habe.

Der Regierungschef sagte zudem, die Verbindung des Attentäters zur Terrormiliz Islamischer Staat sei erwiesen. Er äußerte aber den Verdacht, dass andere "Akteure" den IS als "Subunternehmer" für den Anschlag instrumentalisiert hätten. Wer das sein könnte, werde mit Hochdruck untersucht.

18:31 Uhr: Ahmet Davuto?lu: Kein gezielter Angriff auf Deutsche

Der türkische Premierminister Davuto?lu hat ausgeschlossen, dass die deutsche Touristengruppe absichtlich als Anschlagsziel ausgewählt wurde. Ähnlich hatte sich bereits am Vormittag Innenminister Thomas De Maizière geäußert.

"Es liegen keine Anzeichen vor, dass der Anschlag gezielt gegen Deutsche gerichtet war“, hatte de Maizière nach einem Treffen mit seinem türkischen Kollegen Efkan Ala gesagt.

18:12 Uhr: Bouffier spricht sein Beileid aus

Ein Ehepaar aus dem mittelhessischen Stadtallendorf zählt zu den Opfern, der 67 Jahre alte Unternehmer überlebte den Angriff am Dienstag nicht. Die 50 Jahre alte Frau erlitt bei der Attacke in der türkischen Metropole Verletzungen.

Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) reagierte erschüttert. "Mein tief empfundenes Mitgefühl gilt den Familien, Angehörigen und Freunden", sagte er. "Ich verurteile dieses feige Verbrechen aufs Schärfste. Heute ist ein Tag des Innehaltens und der Trauer. Wir sind entschlossen, den Gefahren des internationalen Terrorismus entgegenzutreten."

17:26 Uhr: Bericht: Bundesanwaltschaft eröffnet Ermittlungsverfahren

Die Bundesanwaltschft hat sich in die Ermittlungen zum Terroranschlag in Istanbul eingeschaltet. Das berichtet "Spiegel Online" unter Berufung auf eine Sprecherin des Generalbundesanwalts Peter Frank. Gegenstand des laufenden Ermittlungsverfahrens ist Mord mit terroristischem Hintergrund in zehn Fällen.

17:12 Uhr: Türkische Botschaft - "Tiefe Solidarität" mit Anschlagsopfern

Nach dem Anschlag in Istanbul mit zehn Toten hat die türkische Botschaft in Berlin ihre «tiefe Solidarität» mit den Opfern und deren Angehörigen bekundet. Alle Botschaftsmitarbeiter seien tief betroffen, teilte der Leiter der Kulturabteilung, Tahsin Yilmaz, mit. «Wir hoffen, dass unsere deutschen Gäste auch in Zukunft die große Gastfreundschaft der Türken und die Schönheit und Vielfalt der Türkei zu schätzen wissen.» Die türkische Regierung werde alles tun, um die Hintergründe der «schrecklichen Tat» herauszufinden, und sie werde weiter Maßnahmen für den Schutz aller Menschen ergreifen, die in der Türkei leben und Urlaub machen. 

16:10 Uhr: Attentäter von Istanbul war angeblich als Flüchtling registriert

Der syrische Selbstmordattentäter von Istanbul hat sich nach einem Medienbericht als Flüchtling in der Türkei registrieren lassen. Die Nachrichtenagentur DHA meldete unter Berufung auf die Polizei, dabei seien dem 27-jährigen Nabil Fadli am 5. Januar in Istanbul Fingerabdrücke abgenommen worden. Diese hätten nun dabei geholfen, ihn als Attentäter zu identifizieren. DHA berichtete weiter, Fadli sei bei der Registrierung von vier Menschen begleitet worden, nach denen jetzt gefahndet werde. 

Die arabische Tageszeitung «Al-Hayat» zitierte einen Sprecher des saudischen Innenministeriums, wonach Fadli in Saudi-Arabien geboren wurde. Er sei aber syrischer Staatsbürger gewesen und habe Saudi-Arabien bereits 1996 im Alter von acht Jahren mit seiner Familie verlassen. Die türkische Regierung macht die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) für den Anschlag von Istanbul verantwortlich, bei dem zehn deutsche Touristen getötet wurden. Der IS hat sich bislang nicht zu der Tat bekannt. 

15:09 Uhr: Alle Todesopfer gehören zu deutscher Reisegruppe

Die zehn beim Terroranschlag in Istanbul getöteten deutschen Touristen gehörten alle zu der Reisegruppe eines Berliner Veranstalters. Sieben weitere Mitglieder der Gruppe seien verletzt worden, sagte Sprecher Jörg Manthei für die Lebenlust Lebenslust Touristik GmbH.

15:04 Uhr: Deutsche Beamte zu Ermittlungen nach Anschlag in Istanbul

Nach dem Anschlag in Istanbul mit zehn getöteten Deutschen ist ein Ermittlerteam des Bundeskriminalamts (BKA) nach Istanbul entsandt worden. "Dieses unterstützt die Ermittlungen vor Ort", sagte ein Sprecher des Bundesinnenministeriums in Berlin. Mit der Entsendung der vier Beamten wolle Deutschland zur Sachverhaltsaufklärung beitragen.

Zudem sei den türkischen Behörden Unterstützung bei der Identifizierung von Opfern angeboten worden, teilte das Bundesinnenministerium weiter mit. Das Auswärtige Amt verwies zudem auf intensive Kontakte zu den türkischen Behörden, "um die Hintergründe dieses schrecklichen Anschlags herauszufinden". Am Mittwoch hielt sich Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) in Istanbul auf, der sich dort ebenfalls ein Bild von der Lage machte.

14:45 Uhr: Moskauer Sicherheitskreise - Festgenommene im Kontakt zu Terrorgruppen 

Die drei in der Türkei festgenommenen russischen Staatsbürger sind Moskauer Sicherheitskreisen wegen ihrer Kontakte zu Terrorgruppen bekannt. Es gebe Informationen, dass sie Verbindung zu ausländischen terroristischen Gruppierungen gehabt hätten oder sogar Mitglied gewesen seien. Das sagte ein Behördenvertreter der Agentur Interfax in Moskau. Einer der Männer werde mit russischem und internationalem Haftbefehl gesucht. Die zwei anderen hätten Russland vor Jahren verlassen, um sich in Nahost als Terroristen ausbilden zu lassen. Nach dem Anschlag von Istanbul hatte die türkische Polizei bei Anti-Terror-Einsätzen die drei Russen am Mittwoch im Badeort Antalya festgenommen.

14:05 Uhr: De Maizière und Davutoglu besuchen Verletzte und Anschlagsort 

Bundesinnenminister Thomas de Maizière und der türkische Ministerpräsident Ahmet Davutoglu haben nach dem Selbstmordanschlag von Istanbul Verletzte besucht. Anschließend fuhren beide zum Anschlagsort in der Nähe der Blauen Moschee im Altstadtviertel Sultanahmet. Dort legten der Minister und der Regierungschef rote Nelken nieder, die in der Türkei Ausdruck der Trauer sind. Vor seiner Rückreise nach Deutschland wollte de Maizière noch mit Davutoglu zum Gespräch zusammenkommen.

13:37 Uhr: Bundestag gedenkt Opfer des Attentats

Einen Tag nach dem Anschlag von Istanbul hat der Bundestag der Opfer gedacht. Die Abgeordneten, unter ihnen Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU), erhoben sich zu Beginn der Plenumssitzung von ihren Plätzen. Bundestagspräsident Norbert Lammert (CDU) sprach den Angehörigen der Opfer das Mitgefühl des Parlaments aus und sicherte den Betroffenen Unterstützung zu.

Lammert verurteilte den "brutalen Selbstmordanschlag eines fanatischen Attentäters", bei dem am Vortag nach neuesten Angaben zehn Deutsche getötet worden waren. Der Bundestagspräsident rief zugleich dazu auf, sich von solchen Anschlägen nicht verunsichern zu lassen. Die Attentäter wollten "Angst in die Metropolen" tragen. "Ihr werden wir uns nicht ausliefern, von wem auch immer diese Gefahr und Absicht ausgeht", fügte er hinzu. 

13:05 Uhr: Zahl der deutschen Terroropfer steigt auf zehn

Nach dem Terroranschlag in Istanbul hat sich die Zahl der getöteten deutschen Staatsbürger auf zehn erhöht. Zwei Deutsche erlagen inzwischen ihren schweren Verletzungen, teilte das Auswärtige Amt mit. Noch sieben weitere Deutsche seien nach dem Attentat vom Dienstag in Krankenhäusern in Istanbul, fünf von ihnen auf der Intensivstation. Außerdem gebe es drei Leichtverletzte, die noch am Mittwoch aus dem Krankenhaus entlassen werden sollten. 

12:32 Uhr: Tui rechnet mit Auswirkungen auf Türkei-Reisen 

Europas größter Reiseveranstalter Tui sieht in dem Terroranschlag in Istanbul eine Gefahr für das beliebte Reiseziel Türkei. «Eigentlich ist jetzt die Zeit, in der Familien ihren Sommerurlaub in der Türkei buchen. Nun werden wohl viele erst einmal abwarten», sagte Konzernchef Fritz Joussen in Düsseldorf. Es gleiche einem Blick in eine Glaskugel, voraussagen zu wollen, was mit dem Reiseziel Türkei in diesem Sommer passieren werde. «Wir müssen mit der Unsicherheit leben und Alternativen anbieten.»

Tunesien leide nach dem Terroranschlag auf ein Touristenhotel mit 38 Toten im Juni 2015 bis heute massiv unter den Folgen. Auch Ägypten spüre noch immer die Auswirkungen des möglicherweise von der Terrormiliz Islamischer Staat verursachten Flugzeugabsturzes mit 224 Toten im Oktober 2015 auf den Tourismus. Die Türkei sei als Reiseziel aber ungleich wichtiger als diese beiden Länder, sagte Joussen.

11:43 Uhr: Festnahme nach Anschlag in Istanbul

Nach dem Selbstmordanschlag von Istanbul ist ein Verdächtiger festgenommen worden. Das sagte der türkische Innenminister Efkan Ala nach einem Treffen mit Bundesinnenminister Thomas de Maizière in Istanbul. Die Ermittlungen liefen auf höchster Ebene und in verschiedene Richtungen. Ala fügte hinzu, zwei der insgesamt neun deutschen Verwundeten seien schwer verletzt. Die türkische Regierung hatte am Dienstag die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) für den Anschlag verantwortlich gemacht, bei dem mindestens acht Deutsche getötet worden waren.

11:31 Uhr: De Maizière: "Kein gezielter Anschlag auf Deutsche"

Innenminister Thomas de Maizière hat sich in Istanbul "zutiefst erschüttert“ vom Anschlag gezeigt. Der CDU-Politiker dankte auf einer Pressekonferenz der türkischen Regierung, den Behörden und den privaten Helfern für ihre "großartige Arbeit". "Wir werden nachher ins Krankenhaus fahren und Verletzte besuchen." Nach bisherigem Ermittlungsstand sei nicht davon auszugehen, dass der Anschlag gezielt gegen Deutsche gerichtet war. Es gebe "keinen Grund normale Reisen in die Türkei abzubrechen oder nicht anzutreten."

11:27 Uhr: Anti-IS-Operationen in der Türkei 

Nach dem Anschlag von Istanbul hat die türkische Polizei ihr Vorgehen gegen die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) im Land verschärft. Die Nachrichtenagentur DHA meldete am Mittwoch, im zentralanatolischen Konya seien vier mutmaßliche IS-Angehörige verhaftet worden. Ihnen werde vorgeworfen, der Terrormiliz Kämpfer zugeführt und diesen beim Grenzübertritt nach Syrien geholfen zu haben.

Im westtürkischen Izmir wurden den Angaben zufolge sechs Verdächtige festgenommen und Waffen beschlagnahmt. Ob die Verhaftungen und Festnahmen in direktem Zusammenhang mit dem Anschlag von Istanbul standen, blieb unklar. Die staatliche Nachrichtenagentur Anadolu meldete 68 Festnahmen bei Operationen gegen den IS. Davon fand der Großteil aber vor dem Anschlag von Istanbul statt.

11:18 Uhr: Zwei Schwerverletzte schweben noch in Lebensgefahr

Elf der insgesamt zunächst 17 Verletzten des Terroranschlags sind weiterhin im Krankenhaus, sagte der türkische Innenminister Efkan Ala auf einer gemeinsamen Pressekonferenz mit seinem deutschen Kollegen Thomas de Maizière (CDU) in Istanbul. Eine Person verstarb im Laufe des Tages, die anderen fünf konnten entlassen werden. Zwei Personen schwebten weiterhin in Lebensgefahr. Unter den Verletzten, die noch behandelt werden, seien neun Deutsche, ein Norweger und ein Peruaner. Die Zahl der Toten gab der Minister nun mit elf an.

11:11 Uhr: De Maizière nach Anschlag in Istanbul

Nach dem Terroranschlag mit mindestens zehn Toten ist Bundesinnenminister Thomas de Maizière zu einem Besuch in Istanbul eingetroffen. Der CDU-Politiker will sich zusammen mit seinem türkischen Kollegen Efkan Ala ein Bild von der Lage machen. Dabei geht es auch um die Frage, ob sich der Anschlag gezielt gegen eine Reisegruppe aus Deutschland gehandelt hat. Die Türkei macht die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) für die Tat verantwortlich.

10:48 Uhr: Auch zwei Menschen aus Bayern verletzt

Bei dem verheerenden Terroranschlag in Istanbul sind auch zwei Menschen aus Bayern verletzt worden. Entsprechende Angaben der «Augsburger Allgemeinen» wurden von Sicherheitskreisen bestätigt. Bei den Verletzten soll es sich um ein Ehepaar aus dem unterfränkischen Landkreis Aschaffenburg handeln. Nach Angaben der Sicherheitskreise wurde die Frau bei dem Anschlag am Dienstag in der Nähe der weltberühmten Hagia Sophia im Altstadtviertel Sultanahmet schwer verletzt, ihr Mann kam mit leichten Verletzungen davon.

10:38 Uhr: Zwei Niedersachsen bei Terroranschlag verletzt

Bei dem Terroranschlag in Istanbul sind auch zwei Niedersachsen verletzt worden. Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur aus Sicherheitskreisen wurden ein 76-jähriger Mann und eine 79-jährige Frau so schwer verletzt, dass sie derzeit in einem Istanbuler Krankenhaus behandelt werden müssten. Das Ehepaar hatte in der türkischen Stadt Urlaub gemacht.

10:26 Uhr: Flaggen in Berlin auf halbmast

Nach dem Terroranschlag von Istanbul mit mindestens zehn Todesopfern wehen in Berlin die Flaggen auf halbmast. Innensenator Frank Henkel (CDU) habe für alle Dienstsitze von Senat und Bezirken Trauerbeflaggung angeordnet, teilte die Innenverwaltung am Mittwoch mit. Eines der Todesopfer von Istanbul stammt aus Berlin. Zwei weitere Berliner wurden verletzt. 

10:19 Uhr: Vermutlich alle zehn Todesopfer Deutsche 

Die türkischen Behörden gehen nach vorläufigen Erkenntnissen davon aus, dass es sich bei allen zehn Todesopfern des Terroranschlags von Istanbul um Deutsche handelte. Zwei noch nicht endgültig identifizierte Tote seien nach vorläufigen Ermittlungen ebenfalls Bundesbürger gewesen, erfuhr die Deutsche Presse-Agentur in Istanbul aus türkischen Regierungskreisen. "Wir glauben, dass auch die anderen beiden Toten Deutsche sind." Das hätten polizeiliche Ermittlungen ergeben. Die medizinischen Untersuchungen seien aber noch nicht endgültig abgeschlossen.

Bislang war die Nationalität von zwei der zehn Todesopfern unklar. Peru hatte zunächst mitgeteilt, eines der Opfer stamme aus dem südamerikanischen Land, war aber später davon wieder abgerückt. Dafür gebe es bislang keine Bestätigung, teilte das Außenministerium am Dienstagnachmittag (Ortszeit) in Lima mit. 

10:07 Uhr: Steinmeier ruft zu entschlossenem Kampf gegen Terror auf

Außenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) hat nach dem Anschlag in Istanbul zum entschiedenen Kampf gegen den Terrorismus aufgerufen. "Das Krebsgeschwür des Terrorismus verschont niemanden", erklärte Steinmeier in seiner Funktion als amtierender Vorsitzender der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) in Berlin. Bei dem Anschlag waren zehn Menschen getötet worden, darunter acht Deutsche.

"Für alle Staaten der OSZE und darüber hinaus ist diese Art des barbarischen und feigen Tötens eine Bedrohung gleichermaßen", erklärte Steinmeier weiter. Er sicherte der Türkei den Beistand der OSZE zu. Zugleich rief er alle Mitgliedstaaten auf, sich von Mord und Gewalt nicht einschüchtern zu lassen: "Im Gegenteil: Umso entschlossener wollen wir uns gemeinsam anstrengen, dem Terror auf allen Ebenen entgegen zu treten."

09:57 Uhr: Drei Sachsen unter den Anschlagsopfern

Unter den deutschen Todesopfern des Terroranschlags in Istanbul sind auch drei Reisende aus Sachsen. Das sei «traurige Gewissheit», sagte Ministerpräsident Stanislaw Tillich (CDU) in Dresden. Nach Angaben des Innenministeriums handelt es sich um eine 70-Jährige aus Leipzig sowie zwei 51 und 75 Jahre alte Männer aus Dresden. 

09:22 Uhr: Drei Russen nach Anschlägen in Istanbul festgenommen

Laut Medienberichten hat die türkische Polizei drei russische Staatsbürger festgenommen. Sie sollen angeblich Verbindungen zur Extremistenmiliz IS haben. In deren Unterkünften in der Mittelmeerstadt Antalya konnten zahlreiche Dokumente und CDs von der Polizei sichergestellt werden, meldete die Dogan News Agency. Nach Angaben der russischen Nachrichtenagentur RIA habe das russischen Konsulat die Verhaftungen bestätigt.

08:32 Uhr: Polizei soll von türkischem Geheimdienst gewarnt worden sein

Offenbar soll der türkische Geheimdienst mit den Anschlag auf Touristen in Istanbul gerechnet haben, berichtet "Spiegel Online“ unter Berufung auf das türkische Medium "Hürriyet“. Demnach soll die Polizei zweimal von dem Geheimdienst MIT gewarnt worden sein, wie von einem hochrangigen Polizist bestätigt wurde. Außerdem wurden Hinweise bezüglich Verdächtiger ausgesprochen, die sich in der Türkei aufhalten sollen. Diese Personen, unter denen sich neun Frauen und zehn Männer aus Syrien befinden, würden noch immer gesucht.

08:17 Uhr: Steffen Schwarzkopf: Sprengsatz mit Metallkugeln gefüllt

N24-Chefreporter Steffen Schwarzkopf auf Twitter zu neuen Details aus Istanbul:

 

08:05 Uhr: Selbstmordattentäter in Saudi-Arabien geboren

Der Selbstmordattentäter von Istanbul stammt aus Saudi-Arabien. Er sei im Königreich geboren worden, habe das Land aber bereits 1996 im Alter von acht Jahren mit seiner Familie verlassen, zitierte die arabische Tageszeitung «Al-Hayat» einen Sprecher des saudischen Innenministeriums. Der 27 Jahre alte Nabil Fadli habe die syrische Staatsbürgerschaft gehabt. Der Attentäter hatte sich am Dienstag in Istanbul in die Luft gesprengt und zehn Ausländer mit in den Tod gerissen, darunter mindestens acht Deutsche. Die türkische Regierung macht für den Anschlag die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) verantwortlich.

07:32 Uhr: Mann aus Nordhessen bei Anschlag getötet 

Bei dem Terroranschlag in Istanbul ist ein 67 Jahre alter Mann aus Nordhessen getötet worden. Seine 50-jährige Frau sei bei der Attacke am Dienstag verletzt worden, teilte die hessische Staatskanzlei in Wiesbaden mit. Woher die Opfer genau stammten, wurde auch auf Anfrage zunächst nicht bekanntgegeben. Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) zeigte sich erschüttert. "Mein tief empfundenes Mitgefühl gilt den Familien, Angehörigen und Freunden", sagte er.

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Die Meldungen vom 12. Januar:

19:25 Uhr: Hollande verurteilt "abscheulichen Terroranschlag"

Frankreichs Präsident François Hollande hat die Attacke von Istanbul als "abscheulichen Terroranschlag" verurteilt. In einer Mitteilung des Élyséepalastes sprach Hollande am Dienstag in Paris von "Mitgefühl und Solidarität mit der Türkei und den Ländern, die Opfer unter ihren Staatsangehörigen zu bedauern haben".

Mit Blick auf die Herkunft der Opfer sagte der Staatschef, "besonders Deutschland ist sehr hart getroffen". Hollande weiter: "Dieser Akt schändlicher Gewalt muss mehr denn je unsere gemeinsame Entschlossenheit stärken, den Terrorismus zu bekämpfen."

Frankreich war im vergangenen Jahr von einer Serie von Terroranschlägen und versuchten Attacken betroffen.

19:19 Uhr: UN-Chef Ban verurteilt Terroranschlag

UN-Generalsekretär Ban Ki Moon hat den Terroranschlag in Istanbul mit mindestens acht getöteten Deutschen scharf verurteilt. Es handele sich um ein "verachtenswertes Verbrechen", sagte Ban laut Mitteilung am Dienstag in New York.

Den Angehörigen der Opfer sprach er sein Beileid aus und forderte, dass die Verantwortlichen für den Anschlag zur Rechenschaft gezogen werden müssten.

19:11 Uhr: USA verurteilen Anschlag von Istanbul auf das Schärfste 

Die USA verurteilen den Terroranschlag von Istanbul auf das Schärfste. "Dieser abscheuliche Angriff in Istanbuls historischem Herzen hat Türken und ausländische Touristen gleichermaßen getroffen", erklärte der Sprecher des Nationalen Sicherheitsrates Ned Price am Dienstag in Washington. Die USA stünden an der Seite der Türkei als ihrem starken Verbündeten, Nato-Partner und geschätzten Alliierten im Kampf gegen den Islamischen Staat. Auch und gerade angesichts der Attacke von Istanbul versprächen die USA ihre andauernde Unterstützung im Kampf gegen den Terrorismus. 

19:04 Uhr: Merkel: Anschlag in Istanbul "mörderischer Akt"

Kanzlerin Angela Merkel (CDU) hat den Anschlag in Istanbul mit mindestens acht getöteten Deutschen als "mörderischen Akt" verurteilt. "Die Terroristen sind Feinde aller freien Menschen, ja, sie sind Feinde aller Menschlichkeit", sagte sie am Dienstagabend in Berlin. Die Kanzlerin betonte: "Genau diese Freiheit und unsere Entschlossenheit, gemeinsam mit unseren internationalen Partnern, gegen diese Terroristen vorzugehen, werden sich aber durchsetzen." Möglicherweise könne es noch weitere Todesopfer geben. "Wir können zur Stunde noch nicht wissen, ob es bei dieser Zahl bleibt."

18:53 Uhr: Erste Veranstalter bieten Stornierungen für Istanbul-Reisen an

Nach dem Selbstmordanschlag in Istanbul mit mindestens acht deutschen Todesopfern bieten Reiseveranstalter kostenfreie Umbuchungen oder Stornierungen an. Pauschalreisende, die bei den Veranstaltern TUI, L'Tur oder Thomas Cook einen Flug nach Istanbul gebucht haben, können kostenlos umbuchen oder stornieren, wie die Unternehmen am Dienstag mitteilten. Bei L'Tur und TUI gilt die Frist dafür zunächst bis zum 18. Januar, bei Thomas Cook bis zum 22. Januar.

Ein Sprecher des Deutschen Reiseverbands (DRV) sagte der Nachrichtenagentur AFP, derzeit habe es "oberste Priorität, den Betroffenen vor Ort in Istanbul zu helfen". Die Reiseveranstalter stünden in ständigem Austausch mit den Behörden in Deutschland und der Türkei.

Angaben zum Veranstalter der von dem Anschlag betroffenen Reisegruppe wollte der DRV-Sprecher nicht machen. Er verwies auf das Auswärtige Amt.
Touristen in Istanbul oder mit dem Ziel Istanbul empfiehlt der DRV, sich an ihren Reiseveranstalter oder das Reisebüro zu wenden und die Hinweise des Auswärtigen Amtes zu befolgen. 

18:47 Uhr: Chef der Türkischen Gemeinde verurteilt Anschläge in Istanbul

Der Vorsitzende der Türkischen Gemeinde in Deutschland hat nach dem Selbstmordanschlag in Istanbul mehr Anstrengungen im Kampf gegen den Terror gefordert."Die Weltgemeinschaft muss jetzt ernsthaft zusammenrücken, um der Terrorgefahr zu begegnen", sagte Gökay Sofuoglu am Dienstag der Deutschen Presse-Agentur.

Sofuoglu zeigte sich besorgt, dass angesichts einer «verheerenden Terrorwelle» Anschläge in der Türkei zur Normalität würden. "Man weiß nicht, wann die nächste Bombe hochgeht." Den Opfern sprach er tiefes Mitgefühl aus. Sofuoglu ist auch Südwest-Landeschef der Organisation und bildet mit Aysun Aydemir die Doppelspitze des Bundesverbands.  

18:38 Uhr: Unter den deutschen Opfern waren Kunden eines Berliner Reiseveranstalters

Die bei dem Anschlag in Istanbul getöteten Deutschen sind mit einem Berliner Reiseveranstalter unterwegs gewesen. Nach aktuellem Kenntnisstand seien unter den toten Deutschen "mehrere Personen einer Reisegruppe der Lebenslust Touristik GmbH Berlin", teilte das Unternehmen am Dienstag mit. Zudem müsse von einer "größeren Anzahl verletzter Reisender ausgegangen werden". Insgesamt waren demnach zum Zeitpunkt des Anschlags 33 Reisende mit dem Berliner Veranstalter in Istanbul unterwegs.

"Die schrecklichen Ereignisse des heutigen Tages machen uns tief betroffen", erklärte der Geschäftsführer des Reiseveranstalters, Marco Scherer. Zwei Mitglieder der Geschäftsführung sowie ein dreiköpfiges Hilfeteam seien auf dem Weg nach Istanbul. Für Angehörige der betroffenen Reisenden richtete das Unternehmen eine Hotline unter der Telefonnummer 030 880013039 ein.

18:20 Uhr: Steinmeier: Acht Deutsche bei Anschlag in Istanbul getötet 

Bei dem Selbstmordanschlag in Istanbul sind acht Deutsche getötet worden. Das sagte Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) am Dienstagabend in Berlin. Neun weitere Deutsche seien zum Teil schwer verletzt worden. "Seit vielen Jahren hat uns der Terror nicht mehr so schwer getroffen wie heute in Istanbul", fügte Steinmeier hinzu.

Ein Attentäter hatte sich am Dienstagmorgen vor der Blauen Moschee in Istanbuls Altstadt in die Luft gesprengt - offenbar in direkter Nähe einer deutschen Reisegruppe. Insgesamt wurden zehn Menschen getötet und 15 weitere verletzt. Nach Angaben des türkischen Ministerpräsidenten Ahmet Davutoglu gehörte der Attentäter zur Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) und war vor Kurzem aus Syrien in die Türkei eingereist.

"Dies sind für uns alle schwere Stunden der Trauer, der Wut und des Entsetzens", sagte Steinmeier vor Journalisten in Berlin. Der Bundesregierung sei klar gewesen: "Das Krebsgeschwür des Terrorismus verschont niemanden und bedroht uns alle gleichermaßen." Er machte klar, dass Berlin seine Politik nicht ändern werde: "Wir dürfen und wir werden uns von Mord und Gewalt nicht einschüchtern lassen, wir werden weiter mit unseren Partnern in der Welt dem Terror auf allen Ebenen entgegentreten."

Er sicherte den Angehörigen der Opfer und Verletzten zu, dass der Krisenstab und die Mitarbeiter vor Ort "mit Hochdruck" alles für die Betroffenen tun würden. Alle Türkei-Reisenden rief er auf, die Reise- und Sicherheitswarnungen des Auswärtigen Amtes genau zu verfolgen. Das Amt warnt seit Dienstag dringend, größere Menschenansammlungen in Istanbul zu meiden.

18:04 Uhr: Iran verurteilt Selbstmordattentat in Istanbul 

Der Iran hat das Selbstmordattentat in Istanbul scharf verurteilt und den Opferfamilien und der türkischen Regierung sein Beileid ausgesprochen. "Diese Terroraktion hat erneut bewiesen, wie dringend notwendig eine regionale und internationale Zusammenarbeit im Kampf gegen den Terrorismus ist", sagte Außenamtssprecher Dschabar Ansari am Dienstag.

Um diese Zusammenarbeit zu ermöglichen, sollten im Vorfeld alle politischen Differenzen in der Region friedlich und politisch gelöst werden, so der Sprecher in einer Presseerklärung.

17:57 Uhr: Peru beklagt einen Toten bei Anschlag

Unter den Toten von Istanbul ist ein peruanischer Tourist. Das gab das Außenministerium des südamerikanischen Landes bekannt. Ein weiterer peruanischer Staatsbürger, der aber in der Türkei wohne, sei verletzt worden.

17:43 Uhr: Saudi-Arabien und Ägypten verurteilen Anschlag in Istanbul

Saudi-Arabien und Ägypten haben den Terroranschlag in Istanbul verurteilt. Das Königreich stehe im Kampf gegen den Terrorismus an der Seite der Türkei und auch des Iraks, hieß es am Dienstag aus dem saudischen Außenministerium in Riad. Im Irak hatte es am Montag zwei Bombenanschläge mit mehr als 30 Toten gegeben.

Ein Sprecher des Außenministeriums in Kairo drückte sein Beileid für die Familien der Opfer von Istanbul aus. Er rief die internationale Gemeinschaft auf, sich angesichts des Terrorismus zu vereinen. Dieser ziele darauf ab, weltweit die Stabilität zu untergraben. 

17:08 Uhr: Kabinett trifft sich nach Istanbul-Anschlag

Das Bundeskabinett kommt wegen des Terroranschlags mit mehreren deutschen Todesopfern in der Türkei am Abend zu einem Sondertreffen zusammen. Das kündigte Vizekanzler Sigmar Gabriel (SPD) in Berlin an. Die Kabinettsmitglieder wollten sich dort über die Lage informieren lassen. Nach Angaben aus Regierungskreisen hatte das Kabinett an diesem Abend ohnehin zu einem Essen zusammenkommen wollen. Nun werde es eine Sondersitzung der Ministerrunde geben. Gabriel sagte, es sei entsetzlich, was in Istanbul passiert sei. "Das war ein feiger Angriff."

16:55 Uhr: "Hinterhältiger Anschlag" schockiert Bundespräsident Gauck

Bundespräsident Joachim Gauck zeigt sich tief erschüttert. "Es ist entsetzlich, was heute in Istanbul geschehen ist", erklärt das Staatsoberhaupt. Wieder seien "bei einem hinterhältigen terroristischen Anschlag" unschuldige Menschen ermordet worden, darunter viele Deutsche. Er werde noch heute mit dem türkischen Präsidenten telefonieren.

16:45 Uhr: Auch viele Deutsche verletzt

Alle zehn Todesopfer des Anschlags von Istanbul sind nach türkischen Angaben Ausländer. Aus Regierungskreisen war zuvor verlautet, unter den Toten seien mindestens neun Deutsche. Auch unter den 15 Verletzten seien viele Deutsche, sagte Ministerpräsident Ahmet Davutoglu. Er habe Bundeskanzlerin Angela Merkel in einem Telefonat sein Beileid ausgedrückt, sagte der Regierungschef.

16:31 Uhr: Veranstalter bieten Stornierungen für Istanbul-Reise an

Die ersten Reiseveranstalter bieten kostenfreie Umbuchungen oder Stornierungen an. Pauschalreisende, die bei den Veranstaltern L'Tour oder Tui bis einschließlich 18. Januar einen Flug nach Istanbul gebucht haben, können kostenlos umbuchen, wie beide Unternehmen mitteilten. L'Tour-Reisende können ihre Reise zudem stornieren.

Ein Sprecher des Deutschen Reiseverbands (DRV) sagte, derzeit habe es "oberste Priorität, den Betroffenen vor Ort in Istanbul zu helfen". Die Reiseveranstalter stünden in ständigem Austausch mit den Behörden in Deutschland und der Türkei. Touristen in Istanbul oder mit dem Ziel Istanbul empfiehlt der DRV, sich an ihren Reiseveranstalter oder das Reisebüro zu wenden und die Hinweise des Auswärtigen Amtes zu befolgen.

Wie sehen das Türkei-Reisende, die schon ein Ticket haben - und heute noch fliegen wollten? N24 hat nachgefragt: 

 

15:56 Uhr: Attentäter war IS-Mitglied

Der Attentäter sei ein ausländisches Mitglied der Extremistenmiliz IS, sagte Davutoglu. Die Türkei werde den Kampf gegen den IS fortsetzen und die Hintermänner des Anschlags finden und bestrafen. Vize-Regierungschef Numan Kurtulmus ergänzte, der Attentäter sei vermutlich erst kürzlich aus Syrien in die Türkei eingereist. Er gehöre nicht zu den Personen, die die Türkei zur Beobachtung ausgeschrieben habe.

15:31 Uhr: Neun Deutsche unter den Toten

Jetzt gibt es auch eine Zahl: Mindestens neun der Todesopfer des Selbstmordattentates von Istanbul sind nach offiziellen Angaben Deutsche. Dies teilt ein türkischer Regierungsvertreter mit, so die amtliche Agentur Anadolu.

15:11 Uhr: Steinmeier verurteilt Terroranschlag

Die Bundesregierung rechnet damit, dass auch Deutsche unter den Toten und Verletzten des Anschlags in Istanbul sind. "Wir müssen inzwischen leider davon ausgehen, dass auch Deutsche bei diesem Terroranschlag verletzt wurden. Wir können auch nicht ausschließen, dass Deutsche unter den Todesopfern sind", sagte Außenminister Frank-Walter Steinmeier. In einem auf Twitter veröffentlichten Statement verurteilte er "diesen barbarischen, feigen Akt des Terrors aufs Schärfste."

 

15:08 Uhr: DER-Touristik und Thomas Cook nicht betroffen

Nach TUI, Alltours und Studiosos melden auch Thomas Cook und DER Touristik, dass keine ihrer Urlauber von dem Anschlag betroffen sind.

15:03 Uhr: Merkel betont Notwendigkeit der Terrorbekämpfung

Kanzlerin Merkel zeigt sich erschüttert. "Heute traf es Istanbul, es traf Paris, es traf Tunesien, es traf auch schon Ankara“, sagt sie in Berlin mit Blick auf vorherige verheerende Anschläge, die alle mit der Dschihadistenorganisation Islamischer Staat (IS) in Verbindung gebracht werden. "Der internationale Terrorismus zeigt sich heute wieder einmal mit seinem grausamen und menschenverachtenden Gesicht", was die Notwendigkeit belege, "entschlossen gegen Terrorismus vorzugehen und letztlich diese Grausamkeiten zu überwinden."

14:51 Uhr: Davutoglu telefoniert mit Merkel

Wie aus türkischen Regierungskreisen verlautet, hat Ministerpräsident Ahmet Davutoglu mit Bundeskanzlerin Angela Merkel telefoniert. Hierin habe er bestätigt, dass die Mehrzahl der zehn Toten aus Deutschland stammen soll. Zudem habe er angekündigt, dass alle Informationen zur Untersuchung des Anschlags mit den deutschen Behörden geteilt werden sollen.

 

13:40 Uhr: EU stellt sich hinter die Türkei 

Die Europäische Union betont ihre Unterstützung für die Türkei im Kampf gegen den Terror. Beide Seiten müssten noch mehr gegen extremistische Gewalt tun, so EU-Chefdiplomatin Federica Mogherini.

13:17 Uhr: Sicherheitsbehörden vermuten IS hinter Anschlag

Die türkische Sicherheitsbehörden halten es nach Worten von zwei Insidern für „sehr wahrscheinlich“, dass die Extremistenmiliz Islamischer Staat (IS) hinter der Explosion steckt. Von der Türkei aus fliegt eine von den USA angeführte Koalition Luftangriffe gegen IS-Stellungen in Syrien und im Irak. Auch die Bundeswehr unterstützt mit Tornado-Aufklärungsflugzeugen von Incirlik aus diesen Einsatz.

13:01 Uhr: Ein Norweger unter den Verletzten

Unter den Verletzten ist auch ein Norweger, erklärt das norwegische Außenministerium. Der Mann schwebe nicht in Lebensgefahr und werde in einem Istanbuler Krankenhaus behandelt.

12:43 Uhr: Türkei verhängt Nachrichtensperre nach Explosion in Istanbul

Die türkischen Behörden verhängen nach der Explosion in Istanbul eine Nachrichtensperre. In Medienberichten war zuvor von einem mutmaßlichen Selbstmordanschlag die Rede.

12:39 Uhr: Was bisher bekannt ist

An der berühmten Blauen Moschee in Istanbul hat sich ein syrischer Terrorist inmitten von Touristen in die Luft gesprengt und mindestens zehn Menschen mit in den Tod gerissen. Das sagte der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan. 15 Menschen wurden verletzt. Früh gab es Gerüchte, dass der Anschlag eine deutsche Reisegruppe traf. Erdogan und Bundeskanzlerin Angela Merkel zeigten sich entsetzt.  

Die Explosion traf das Herz des Viertels Sultanahmet, das mit berühmten Sehenswürdigkeiten Touristen anlockt, darunter auch der Topkapi-Palast und das Museum Hagia Sophia. Der Attentäter war nach türkischen Angaben ein 28-jähriger Syrer. Der Verdacht fiel rasch auf den IS, der Teile Syriens beherrscht und inzwischen auch von der Türkei bekämpft wird.

Der gewaltige Knall war in mehreren Vierteln zu hören. Der Privatsender NTV berichtete, die Polizei habe den Tatort rund 25 von der Blauen Moschee entfernt abgesperrt und den Menschen verboten, sich zu nähern, für den Fall einer zweiten Explosion. Ärzte eilten an den Tatort, wie die staatliche Nachrichtenagentur Anadolu meldete. 

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Harte Kritik an Russland
Obama und Merkel verurteilen "barbarische" Luftangriffe
Hillary Clinton bewundert nach eigenen Angaben den Mut der Bundeskanzlerin.
"Wirklich große Weltführerin"
Clinton und Trump singen Loblieder auf Merkel
Die Vorwürfe gehen mehrere Jahre zurück auf Taubers Zeit als Kreisvorsitzender. Foto: Uwe Anspach/Archiv
Nach Mobbing-Vorwürfen
CDU-Generalsekretär Tauber spricht zur Basis
Donald Trump ist in der Forbes-Liste der Superreichen auf Rang 505 abgerutscht.
Neues Forbes-Ranking
Donald Trump verliert in einem Jahr 800 Millionen Dollar
An der Marienbrücke in Dresden ist eine Sprengsatz-Attrappe entdeckt worden.
Nach Bombenanschlägen in Dresden
Sprengsatz-Attrappe an Brücke entdeckt
Flüchtlinge im französischen Calais. Die Regierung will sie nun auf das ganze Land verteilen.
Flüchtlingsverteilung in Frankreich
"Wir wissen sehr gut, dass es Probleme mit solchen Leuten gibt"
Gedenkt der Nazi-Verbrechen in der Ukraine: Bundespräsident Joachim Gauck.
Gauck in Babi Jar
"Wir Deutschen sprechen von unermesslicher Schuld"
Jürgen Todenhöfer will in Syrien einen Kommandeur der Nusra-Front interviewt haben.
"Das alles ist ein Witz"
Große Zweifel an spektakulärem Todenhöfer-Interview
Ahmed al-Assiri berät den saudischen Verteidigungsminister.
Saudi-Arabien fordert Kurswechsel in Syrien
"Die Ursache für den IS sind die Gräuel des Regimes"
In Singapur leben mehrere Kulturen miteinander. Damit das so bleibt, sollen alle Bürger gemeinsam mit der Polizei gegen Terror kämpfen.
Angst vor Anschlag
Singapur bildet Bürger zu Antiterror-Kriegern aus
Flüchtlinge sollen in der Unterkunft in der Berliner Zobeltitschstraße in der Nacht zu Donnerstag rebelliert haben.
Aufstand in Flüchtlingsunterkunft
Asylbewerber stürmen Büro von Berliner Wachdienst
Teure Gesundheit: Privat Krankenversicherte müssen zum Jahreswechsel mit zum Teil zweistelligen Tariferhöhungen rechnen. Foto: Armin Weigel/Symbol
Auswirkungen der Niedrigzinsen
Zweistellige Tariferhöhung bei privaten Krankenversicherern
Beate Zschäpe wird in München der Prozess gemacht.
NSU-Prozess
Beate Zschäpe bricht ihr Schweigen
Die im vergangenen Jahr eingeführte bundesweite Maut-Erweiterung soll nach Aussage des Verkehrsministeriums rund 380 Millionen Euro Mehreinnahmen im Jahr einbringen.
"Gute Nachrichten"
EU-Kommission verklagt Deutschland wegen Pkw-Maut
Eine schwedische Soldatin bei einer gemeinsamen Übung mit Russland. Die Wehrpflicht soll auch für Frauen gelten.
Comeback der Wehrpflicht
Schweden müssen wieder antreten - auch Frauen
Syriens UN-Botschafter Baschar al-Dschaafari.
Entsetzen über Video
Und der syrische UN-Botschafter lacht nur
Innerkoreanische Grenze bei Panmunjom: Einem Soldaten der nordkoreanischen Volksarmee soll die Flucht nach Südkorea gelungen sein. Foto: Song Kyeong-Seok/Archiv
Ungehindert durch Pufferzone
Südkorea: Nordkoreanischer Soldat schafft Flucht