Aus Datenschutzgründen wird Ihre IP-Adresse nur dann gespeichert, wenn Sie angemeldeter und eingeloggter Facebook-Nutzer sind. Wenn Sie mehr zum Thema Datenschutz wissen wollen, klicken Sie auf das i.

Barack Obamas Rede zur Lage der Nation "Alles Gerede vom Niedergang der USA ist heiße Luft"

Es ist seine letzte Rede zur Lage der Nation: US-Präsident Barack Obama will seinen Landsleuten Mut für die Zukunft machen. Ein Ehrengast im US-Kongress war ein Flüchtling aus Syrien.

US-Präsident Barack Obama hat in Washington seine siebte und letzte Rede zur Lage der Nation begonnen, in der er seinen Landsleuten Mut für die Zukunft machen will. Obama möchte die US-Bevölkerung überzeugen, die positiven Seiten des "außergewöhnlichen Wandels" zu sehen, den die Welt durchlaufe. Damit setzt er einen Gegenpunkt zu populistischen Tönen im republikanischen Präsidentschaftswahlkampf.

Der US-Präsident zeichnete den Weg in die Zukunft Amerikas vor. Der gerechte Zugang zu Ressourcen für alle, die nachhaltige Nutzung von Technologien, eine führende aber nicht dominierende Rolle der US-Außenpolitik und Optimismus auch in der Politik seien die vier Grundpfeiler für eine erfolgreiche Zukunft. "Wir haben Fortschritte erzielt, aber wir müssen weitere machen", sagte er vor beiden Kammern des US-Kongresses.

Präsidentengattin Michelle Obama, die in einem leuchtend orangefarbenen Kleid zu der "State of the Union"-Rede im US-Capitol erschienen war, hatte unter anderem einen Flüchtling aus Syrien als einen der Ehrengäste eingeladen. Die US-Bürger wählen im November einen Nachfolger für Obama, der nach acht Amtsjahren aus dem Weißen Haus scheidet.

Auch interessant: Iran setzt zwei US-Marineboote fest

"Amerika hat bereits zuvor große Veränderungen erlebt", hieß es zudem in den vom Weißen Haus zuvor veröffentlichten Auszügen. "Jedes Mal gab es jene, die uns gesagt haben, Angst vor der Zukunft zu haben. Die behauptet haben, den Wandel abbremsen zu können. Die versprochen haben, früheren Glanz wiederherzustellen, wenn wir nur eine Gruppe oder eine Idee, die Amerika bedroht, unter Kontrolle bekommen."

Die Äußerungen sind eine klare Anspielung an den republikanischen Präsidentschaftsbewerber Donald Trump, der mit dem Motto "Amerika wieder großartig machen" wirbt. Trump fordert den Bau einer Mauer an der Grenze zu Mexiko, um illegale Einwanderer fernzuhalten. Nach dem islamistischen Anschlag von San Bernardino verlangte er ein Einreiseverbot für Muslime.

"Amerika ist die stärkste Nation der Welt. Punkt!"

Obama erinnert seine Landsleute laut Redeauszügen daran, dass "wir diese Ängste jedes Mal besiegt haben". Stattdessen hätten die Vereinigten Staaten die Veränderungen angenommen und anschließend "stärker und besser als zuvor" dagestanden. "Alles Gerede von einem wirtschaftlichen Niedergang der USA ist heiße Luft", sagte Obama. Genau so sei es mit allen Sprüchen, Amerika werde schwächer und seine Feinde stärker. "Amerika ist die stärkste Nation der Welt. Punkt! Es ist nicht mal knapp!", rief Obama. 

Angesichts von Terrordrohungen und Wohlstandsverlust der Mittelschicht glauben einer aktuellen Umfrage des Rasmussen-Instituts zufolge 67 Prozent der US-Bürger, dass ihr Land auf dem falschen Weg sei.

Obama wollte in der Rede auch die Erfolge seiner Amtszeit unterstreichen, von der Gesundheitsreform über Homosexuellen-Rechte bis zum Atomabkommen mit dem Iran. Außerdem werde er dazu aufrufen, das politische System zu "reparieren" und die Spaltung des Landes zu überwinden. Eine bessere Zukunft könne es nur geben, "wenn wir zusammenarbeiten. Es wird nur passieren, wenn wir rationale, konstruktive Debatten haben können".

Geschätzte 30 Millionen Zuschauer

Die "State of the Union"-Ansprache bei einer gemeinsamen Sitzung von Repräsentantenhaus und Senat wurde live im Zuschauern. Traditionell nutzt der Präsident die Aufmerksamkeit, um seine Politik zu erläutern und Gesetzesinitiativen vorzustellen.

Obamas Amtszeit geht Anfang 2017 zu Ende, sein Nachfolger wird am 8. November 2016 gewählt. Der Präsident darf nach zwei Amtszeiten nicht mehr antreten. Bei seinen Demokraten gilt die frühere Außenministerin Hillary Clinton als klare Favoritin für die Kandidatur.

Bei den Republikanern zeichnet sich ein enges Rennen ab, derzeit führt in parteiinternen Umfragen Trump. Am 1. Februar beginnen in Iowa die Vorwahlen, bei denen beide Parteien nach und nach in allen 50 Bundesstaaten ihren Kandidaten bestimmen.

Aus Datenschutzgründen wird Ihre IP-Adresse nur dann gespeichert, wenn Sie angemeldeter und eingeloggter Facebook-Nutzer sind. Wenn Sie mehr zum Thema Datenschutz wissen wollen, klicken Sie auf das i.