Aus Datenschutzgründen wird Ihre IP-Adresse nur dann gespeichert, wenn Sie angemeldeter und eingeloggter Facebook-Nutzer sind. Wenn Sie mehr zum Thema Datenschutz wissen wollen, klicken Sie auf das i.

Rigaer Straße in Berlin Erst ein Knöllchen, dann ein SEK-Einsatz mit 500 Polizisten

Alles begann mit einem falsch geparkten Auto in der Rigaer Straße - und einem Angriff auf einen Polizisten. Am Ende rückten 500 Beamte an, um ein von Linken verbarrikadiertes Haus einzunehmen.

Nach einem Angriff auf einen Streifenpolizisten haben Polizeieinheiten am Mittwochabend ein der linksextremen Szene zugerechnetes Wohnhaus in Berlin-Friedrichshain durchsucht. "Wir dulden keine Rückzugsräume für Gewalttäter", sagte Polizeisprecher Stefan Redlich.

Die vier Täter sollen nach dem Überfall in den Mittagsstunden in das Haus in der Rigaer Straße geflüchtet sein. Die Polizei rückte nach Redlichs Angaben am Abend mit 500 Beamten an, unter ihnen das auf Festnahmen trainierte Spezialeinsatzkommando (SEK). Die Bewohner hatten das Gebäude nach Behördenangaben verbarrikadiert. Dennoch verschafften sich die Einsatzkräfte Zutritt.

Krähenfüße und Eisenstangen im Innenhof

In der Rigaer Straße kommt es in der Gegend um das Haus Nr. 94 immer wieder zu Angriffen auf Polizisten. Im vergangenen Herbst etwa waren Streifenwagen mit Steinen beworfen worden. Im Innenhof des Hauses fanden die Polizisten eine große Menge an Steinen in Einkaufswagen und Plastikwannen sowie Eisenstangen und sogenannte Krähenfüße, mit denen Autoreifen beschädigt werden können. "Das war genau das, was wir dort gesucht haben", sagte Redlich. Allerdings sei die Menge doch überraschend gewesen. Außerdem seien weitere - zunächst nicht näher beschriebene - Gegenstände sichergestellt worden. Die Polizei habe einige Personalien überprüft, festgenommen wurde jedoch niemand. 

Nach Darstellung der Polizei hatte der Kontaktbereichsbeamte gegen Mittag in der Rigaer Straße einen Strafzettel wegen Falschparkens ausstellen wollen, als sich ihm ein maskierter Mann näherte. Der 52-Jährige habe den Ausweis des Maskierten sehen wollen. Doch in diesem Moment seien zwei weitere Männer und eine Frau auf ihn losgestürmt. Der Beamte sei zu Boden gestürzt und geschlagen und getreten worden. Sein Versuch, einen der Täter festzunehmen, sei gescheitert. Nach Polizeiangaben hatte der 52-Jährige keine Schutzkleidung getragen, er wurde verletzt.

Innensenator Frank Henkel (CDU) hatte schon am Nachmittag angedeutet, dass die Polizeibehörde die Attacke nicht hinnehmen werde. Der Rechtsstaat werde den jüngsten Angriff "nicht unbeantwortet" lassen, erklärte der CDU-Politiker. "Wir lassen es nicht zu, dass irgendwo in unserer Stadt rechtsfreie Räume entstehen."

Aus Datenschutzgründen wird Ihre IP-Adresse nur dann gespeichert, wenn Sie angemeldeter und eingeloggter Facebook-Nutzer sind. Wenn Sie mehr zum Thema Datenschutz wissen wollen, klicken Sie auf das i.