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Jakarta IS bekennt sich zum blutigen Anschlag

Eine Reihe von Explosionen hat Jakarta erschüttert. Selbstmordattentäter griffen gleich mehrere Orte in der indonesischen Hauptstadt an. Auch ein Deutscher wurde bei dem Terroranschlag verletzt.

Das Attentat in der indonesischen Hauptstadt Jakarta ist nach Angaben der Behörden beendet. Die Situation sei unter Kontrolle, erklärte die Polizei. "Fünf Terroristen sind tot", sagte der Minister für öffentliche Sicherheit, Luhut Panjaitan. Zudem seien ein niederländischer und ein indonesischer Zivilist getötet worden, sagte der Minister für öffentliche Sicherheit, Luhut Panjaitan. Fünf Polizisten, ein ausländischer Zivilist und vier Indonesier seien verletzt worden, erklärte die Polizei.

Ein Deutscher wurde bein Anschlägen verletzt. Davon gehe das Auswärtige Amt nach allen vorliegenden Informationen aus, sagte ein Sprecher. Das niederländische Außenministerium bestätigte in Den Haag, dass es sich bei einem der Schwerverletzten um einen niederländischen UN-Mitarbeiter handele.

IS-Miliz bekennt sich

Die Terrormilz Islamischer Staat (IS) bekannte sich zu dem Anschlag. Kämpfer des IS hätten am Donnerstagmorgen ausländische Bürger und Sicherheitskräfte angegriffen, meldete die als Sprachrohr der Extremisten geltenden Nachrichtenagentur Al-Amak im Internet. 

Die Polizei bestätigte, dass es sich bei den Attentätern um IS-Sympathisanten handelte. "Dieses Netzwerk hat Verbindungen zum IS", sagte der Polizeichef der Millionenmetropole, Tito Karnavian. "Der IS hat Zellen in Südostasien, auch in Indonesien."

Präsident verurteilt "Terrorakte"

Die Polizei hatte zuvor mitgeteilt, dass sich mindestens zwei Angreifer selbst in die Luft gesprengt hätten. Die Attentäter hatten nahe einem Einkaufszentrum im Zentrum Jakartas mehrere Sprengsätze gezündet. Ein Augenzeuge berichtete, ein bewaffneter Täter habe außerdem vor einem Starbucks-Café gegenüber dem Einkaufszentrum das Feuer eröffnet. Den Tätern gelang zunächst die Flucht.

Indonesiens Präsident Joko Widodo sprach von "Terrorakten". Er verurteilte den Anschlag und rief die Öffentlichkeit dazu auf, Ruhe zu bewahren. 

Das Land, in dem zahlenmäßig die meisten Muslime weltweit leben, war in den Jahren 2000 bis 2009 Ziel mehrerer schwerer Bombenanschläge. Allein bei einem Attentat auf der Urlaubsinsel Bali wurden im Jahr 2002 insgesamt 202 Menschen getötet. Seither gehen die Behörden hart gegen Extremisten vor. In den vergangenen Jahren hatten diese ihre Anschläge vor allem gegen innere "Feinde des Islam", vor allem die Polizei, gerichtet. Seit 2009 hatte es keine Anschläge mehr gegen Ausländer gegeben.

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