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Was wusste der deutsche Islamist Nils D. über Paris? Abaaoud sei "ein Kämpfer" gewesen

Ab kommender Woche steht Islamist Nils D. in Düsseldorf vor Gericht. Vorab sind Vernehmungsprotokolle aufgetaucht. Sie scheinen zu belegen: Mindestens ein Paris-Attentäter war vorab bekannt.

Zwei Monate nach den Anschlägen von Paris am 13. November mit 130 Toten sind die genauen Umstände noch immer nicht bekannt, Verdächtige weiterhin untergetaucht. Nun scheint ein Bericht des Rechercheverbunds von WDR, NDR und "Süddeutsche Zeitung" ein weiteres Versagen der internationalen Geheimdienste nahezulegen: Vernehmungsprotokolle scheinen zu belegen, dass mindestens ein Attentäter vorab bekannt war.

Wie "Tagesschau.de" am Donnerstag berichtete, konnten die Journalisten Einblick nehmen in die Aussage des deutschen Islamisten Nils D., der Teil der "Lohberger Brigade" war und ab kommender Woche in Düsseldorf vor Gericht steht.

D. war von Oktober 2013 bis November 2014 in Syrien. Ihm zufolge sollen deutsche Dschihadisten mit den Strategen des Terrors von Paris viel enger verbunden gewesen sein als bislang bekannt.

Abaaoud sei "ein Kämpfer"

Demnach identifizierte der heute 25-Jährige aus Dinslaken schon im August 2015 den späteren Selbstmordattentäter Abdelhamid Abaaoud als Mitglied der Terrormiliz Islamischer Staat (IS). Ein Kämpfer sei dieser dunkelhaarige Mann aus Brüssel gewesen, sagte D. dem Bericht zufolge. Aber er wisse nicht, welche Aufgaben er genau habe. Zuletzt gesehen habe er ihn im September 2014 im syrischen al-Bab.

Die Information wurde "Tagesschau.de" zufolge notiert. Ob sie weiterverfolgt wurde, bleibt offen.

Bei aller Redseligkeit, die D. in Bezug auf Erlebnisse in Syrien offenbar zeigte, in einem Punkt scheint er dem Bericht zufolge zu schweigen: Fragen zum IS-Netzwerk in Deutschland, zu den Hintermännern, den Rekrutierern, beantwortete er angeblich nicht. Auch ob er im Prozess Auskunft geben wird, bleibt abzuwarten.

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