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Anschlag in Jakarta Indonesische Polizei nimmt drei Terrorverdächtige fest

Einen Tag nach dem Anschlag von Jakarta kann die Polizei drei Verdächtige festnehmen. Zu dem Attentat bekannte sich die Terrormiliz IS. Ein Fund bei einem der Angreifer untermauert das.

Einen Tag nach dem Terroranschlag mit sieben Toten in Jakarta sucht die indonesische Polizei nach möglichen weiteren Terrorzellen. Drei Verdächtige wurden laut einem Bericht des Fernsehsenders MetroTV festgenommen. Demnach hatten sie eine Frau bedroht. Auf Bildern des Fernsehsenders war zu sehen, wie die Verdächtigen in Handschellen von Beamten abgeführt wurden. Ob die Verdächtigen Verbindungen zu den Attentätern hatten, werde geprüft, berichtete der Sender unter Verweis auf die Polizei.

Am Donnerstag hatten fünf Attentäter mit Sprengstoff und Waffen ein Starbucks-Café und eine Polizeistation mitten im Zentrum der Millionenmetropole überfallen. Zwei Zivilisten – ein Indonesier und ein Kanadier – kamen um, 20 weitere Menschen wurden verletzt. Alle Angreifer wurden bei einem Feuergefecht mit der Polizei getötet.

Die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) bekannte sich zu dem Anschlag. Der Sprecher der Bundespolizei gab am Freitag Details zur der Bluttat bekannt, die das IS-Bekenntnis untermauerten. Bei einem der Angreifer von Jakarta sei eine schwarze Flagge der Extremistengruppe gefunden worden, sagte Anton Charliyan.

Fahndung nach IS-Sympathisanten

Zudem gehe die Polizei davon aus, die Identität der Attentäter ermittelt zu haben. Zwei der Männer seien schon früher wegen Terrorvorwürfen überführt und verurteilt worden. Zuvor hatte Jakartas Polizeichef Tito Karnavian mitgeteilt, die mutmaßlichen Angreifer hätten Kontakte zum IS und seien Teil einer Gruppe um Bahrum Naim, einem indonesischen Extremisten, der sich derzeit in Syrien aufhalte und für die Terrormiliz IS kämpfe.

Die Polizei fahnde unter anderem nach Sympathisanten von Naim, der die Terroranschläge in Paris in November in sozialen Medien gerühmt und versucht hatte, seine Landsleute zu ähnlichen Attacken anzustacheln.

Erster großer Anschlag seit 2009

Am Freitag war die Atmosphäre am Schauplatz des Anschlags gespannt: Die Gegend rund um das attackierte Starbucks-Café blieb großräumig abgesperrt, die Polizeipräsenz war hoch. Etliche Menschen legten als Zeichen der Solidarität Blumen und Botschaften nieder.

Es war der erste große Anschlag in Jakarta seit 2009, als bei Angriffen auf zwei Hotels sieben Menschen getötet worden waren. Das überwiegend von Muslimen bewohnte Indonesien wurde bereits im Dezember vor einem bevorstehenden Terrorangriff gewarnt. Am Silvesterabend wurden rund 150.000 Polizisten und Soldaten entsandt, um Kirchen, Flughäfen und andere öffentliche Orte zu sichern. Mehr als 9000 Polizisten wurden zudem auf Bali aufgeboten, wo sich 2002 die bislang folgenschwerste Terrorattacke in dem Land mit 202 Toten ereignete.

In New York verurteilte der UN-Sicherheitsrat den Anschlag in Jakarta. Das mächtigste Gremium der Vereinten Nationen würdigte den Einsatz der Polizei, die innerhalb von Minuten am Tatort war und Passanten in Sicherheit brachte. Angesichts der jüngsten Terrorattacken in verschiedenen Weltregionen seien die Mitglieder des Sicherheitsrats tief besorgt über die andauernde Bedrohung des Friedens durch den IS und andere Extremisten, hieß es.

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