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N24-Umfrage Übergriffe in Köln spalten Deutschland noch mehr

Die sexuellen Übergriffe zu Silvester haben Konsequenzen für die Asylbewerber in Deutschland. Laut einer N24-Umfrage haben die Vorbehalte gegenüber Flüchtlingen zugenommen.

Die sexuellen Übergriffe auf Frauen in Köln und anderen Städten haben ganz Deutschland geschockt. Viele sehen sich dadurch in ihrer Meinung gegenüber Flüchtlingen insbesondere aus dem arabischen Raum bestätigt. Die Polarisierung der Gesellschaft beim Thema Flüchtlingskrise nimmt nochmals zu. Das zeigt sich auch in der neuesten Emnid-Umfrage im Auftrag von N24. Von den 1000 Befragten äußerten mehr als drei Viertel (77 Prozent) diese Ansicht. Nur 15 Prozent sehen das nicht so.

Der weitaus größte Teil der Deutschen (68 Prozent) macht laut der repräsentativen Befragung den offenbar mehrheitlich arabischen Kulturkreis der Täter für die Übergriffe in der Silvesternacht mitverantwortlich. Besonders ausgeprägt ist diese Sichtweise bei den Älteren (ab 50 Jahren). 77 Prozent dieser Altersgruppe sehen einen Zusammenhang (nein: 15 Prozent), bei den unter 30-Jährigen sind es 51 Prozent (nein: 43 Prozent).

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Die rechtspopulistische AfD konnte von den Vorgängen in Köln und anderen Städten zumindest bundesweit nicht mehr profitieren. Die Partei büßte laut der N24-Emnid-Umfrage sogar einen Prozentpunkt bei der Wählergunst ein und liegt jetzt bei 8 Prozent. Zulegen konnten nur die Grünen. Nach einer Steigerung um 1 Prozent liegen diese nun bei 10 Prozent. CDU/CSU kommen unverändert auf 39 Prozent, die SPD gibt einen Punkt ab und liegt bei 23 Prozent. Die Linkspartei erreicht unverändert 10 Prozent und die FDP liegt weiter bei 4 Prozent.

Untersuchungsausschuss in Nordrhein-Westfalen

Mit den Geschehnissen in Köln wird sich künftig auch ein Untersuchungsausschuss im nordrhein-westfälischen Landtag beschäftigen. CDU und FDP wollen damit die Ursachen der Vorfälle durchleuchten, das kündigten die Fraktionschefs beider Parteien, Armin Laschet und Christian Lindner, in Düsseldorf an. "Hier ist ein brennendes öffentliches Interesse", sagte Laschet.

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Die Opposition will unter anderem Ministerpräsidentin Hannelore Kraft (SPD) als Zeugin laden, um zu hören, wann sie was von den Ausschreitungen am Kölner Hauptbahnhof wusste. "Nahezu die gesamte Identität der Ministerpräsidentin baut sich ja nicht auf politische Ergebnisse hier in Nordrhein-Westfalen auf, sondern ausschließlich auf dem edlen Motiv, eine Kümmerin zu sein", sagte Lindner. Deshalb sei es wichtig zu prüfen, ob und wie sie sich denn tatsächlich gekümmert habe.

CDU, FDP und Piraten werfen Kraft und ihrem Innenminister Ralf Jäger (SPD) vor, zu spät die Öffentlichkeit informiert und eine falsche Pressemitteilung der Kölner Polizei über eine vermeintlich entspannte Lage in der Silvesternacht nicht unverzüglich korrigiert zu haben. Im Untersuchungsausschuss sollen daher alle Mitteilungen an das Ministerium, den Innenminister und die Ministerpräsidentin geprüft werden.

In der Silvesternacht waren massenhaft Frauen am Kölner Hauptbahnhof von enthemmten Männergruppen ausgeraubt und sexuell bedrängt worden. Bis zum Donnerstag gab es nach Angaben der Kölner Staatsanwaltschaft 652 Anzeigen von 739 Opfern. Die Ermittler gehen davon aus, dass die meisten Täter nordafrikanischer und arabischer Herkunft sind.

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