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Ouagadougou Kampf um von Terroristen besetztes Hotel dauert an

Bei einer Attacke auf ein Hotel in der Hauptstadt von Burkina Faso töten Islamisten 20 Menschen und nehmen Geiseln. Das Militär stürmt das Gebäude und bringt zunächst 33 Menschen in Sicherheit.

Der Kampf um das von Islamisten angegriffene und besetzte Hotel in Burkina Fasos Hauptstadt Ouagadougou hält an. Neun Stunden nach dem Beginn der Attacke hielten die Extremisten das Hotel am Samstagmorgen noch immer unter ihrer Kontrolle. Wie viele Geiseln weiterhin in ihrer Gewalt sind und wie viele Tote es gegeben hat, ist unklar.

Ein Überlebender schätzte die Zahl der Todesopfer laut einem Krankenhausmitarbeiter auf bis zu 20. Rund 30 Geiseln konnten inzwischen befreit werden. Kommunikationsminister Remis Dandjinou sagte am Samstagmorgen, dass auch der Minister für öffentliche Arbeit, Clement Sawadogo, unter den Geretteten sei. An der Befreiungsaktion seien Sicherheitskräfte des Landes und französische Soldaten beteiligt.

Auch ein Restaurant wurde beschossen

Bewaffnete hatten am Freitagabend das Luxushotel gestürmt und sich darin verschanzt. Zu dem Angriff bekannte sich die Dschihadistenmiliz al-Qaida im Islamischen Maghreb (Aqmi).

Zahlreiche Menschen waren anschließend aus der Umgebung geflohen. Vor dem Hotel an der zentralen Kwame-Nkrumah-Allee ging ein Dutzend Fahrzeuge in Flammen auf. Ein AFP-Reporter berichtete, er habe drei bewaffnete Männer mit Turbanen Schüsse abgeben sehen. Neben dem Hotel nahmen sie auch ein ebenfalls bei Ausländern beliebtes Restaurant ins Visier. Ein Angestellter des Restaurants berichtete, mehrere Menschen seien getötet worden.

Regierung verhängt Ausgangssperre

Nach dem Eintreffen der Polizei verschanzten sich die Angreifer in dem Vier-Sterne-Hotel und lieferten sich Schusswechsel mit Sicherheitskräften.

Der französische Botschafter in Ouagadougou teilte über den Kurznachrichtendienst Twitter mit, dass die Regierung eine Ausgangssperre verhängt habe.

Die Armee hatte bereits zuvor erklärt, bei einem Angriff an der Grenze zu Mali seien am Nachmittag zwei Menschen getötet worden. Rund 20 schwer bewaffnete Männer hätten Gendarmen im Dorf Tin Abao rund 40 Kilometer von der Grenze zu Mali angegriffen.

Burkina Faso ist für gewöhnlich friedlich, doch gab es im angrenzenden Mali in den vergangenen Jahren wiederholt Überfälle militanter Islamisten auf von westlichen Ausländern frequentierte Hotels. Zuletzt griffen am 20. November mehrere Bewaffnete ein Hotel in der malischen Hauptstadt Bamako an. Dabei wurden 20 Menschen getötet, darunter 14 Ausländer.

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