Aus Datenschutzgründen wird Ihre IP-Adresse nur dann gespeichert, wenn Sie angemeldeter und eingeloggter Facebook-Nutzer sind. Wenn Sie mehr zum Thema Datenschutz wissen wollen, klicken Sie auf das i.

Wahlkampf vor 11.000 Christen Plötzlich wird Donald Trump lammfromm

Riesenpublikum für Donald Trump: Vor 11.000 Evangelikanen beteuert der Republikaner, was für ein "stolzer Protestant" er sei. Neuerdings ist Trump sogar Abtreibungsgegner.

Im Ringen um die Stimmen konservativer Wähler hat der US-Republikaner Donald Trump am Montag die evangelikalen Christen umgarnt. Bei einem Wahlkampfauftritt vor mehr als 11.000 Zuschauern in der Liberty University, einer Bastion der Evangelikalen im US-Bundesstaat Virginia, versprach der umstrittene Milliardär die Verteidigung des Christentums.

"Wir werden das Christentum schützen", sagte er. "Wenn Sie sich umschauen, was in der Welt passiert – schauen Sie nach Syrien, wenn Sie da Christ sind, hacken Sie Ihnen den Kopf ab." Bei dem Auftritt vor einem überwiegend jungen Publikum präsentierte sich Trump als "stolzer Protestant – Presbyterianer genau genommen, aber sehr stolz darauf".

Mehr zum Thema: Anwälte fordern Einreiseverbot für Trump in Großbritannien

Ein Auftritt in der Liberty University ist ein Ritual für konservative Präsidentschaftskandidaten von Ronald Reagan in den 80er-Jahren bis hin zu Trumps stärkstem parteiinternen Konkurrenten Ted Cruz.

Traditionell sind die Evangelikalen den Republikanern zugeneigt. Doch sie unterstützen eher ein traditionelles Familienbild. Für Trump, der mit zahlreichen Frauen liiert war, einen extravaganten Lebensstil pflegt und lieber markige Sprüche mag als Frömmigkeit, ist dies ein schwieriges Pflaster.

In der Frage der Abtreibung wechselte Trump erst kürzlich ins Lager der Abtreibungsgegner. Laut einer Umfrage ist die Meinung eines Präsidentschaftskandidaten zur Abtreibung für zwei Drittel der evangelikalen Christen in den USA wahlentscheidend.

Seinen Glauben hat Trump, der Muslimen die Einreise in die USA verbieten will, im Vorwahlkampf zuletzt immer stärker in den Vordergrund gerückt. Bereits in zwei Wochen – am 1. Februar – findet im Bundesstaat Iowa die erste parteiinterne Vorwahl für die US-Präsidentschatskandidatur der Republikaner statt.

Aus Datenschutzgründen wird Ihre IP-Adresse nur dann gespeichert, wenn Sie angemeldeter und eingeloggter Facebook-Nutzer sind. Wenn Sie mehr zum Thema Datenschutz wissen wollen, klicken Sie auf das i.