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Horst Seehofer in Wildbad Kreuth CSU-Chef erleidet Schwächeanfall

CSU-Chef Horst Seehofer hat während seiner Rede vor den CSU-Landtagsabgeordneten einen Schwächeanfall erlitten. Gestützt wurde er zu seinem Platz geführt. Die Klausur wurde unterbrochen.

Das verlautete aus Teilnehmerkreisen. Der 66-Jährige sei gestützt und zu seinem Platz geführt worden. Von dort aus redete der bayerische Ministerpräsident dann im Sitzen weiter.

Nach dem Ende seiner Rede hätten sich die Abgeordneten erhoben und dem Parteivorsitzenden im Stehen applaudiert. Die Fraktionsklausur wurde dann unterbrochen.

Zuvor hatte Seehofer von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) erneut einen Kurswechsel in der Flüchtlingspolitik binnen weniger Wochen verlangt. "Ich glaube, das ist eine vernünftige Zeitachse", hatte Seehofer am Rande der CSU-Fraktionsklausur in Wildbad Kreuth über eine entsprechende Forderung seines Vorvorgängers Edmund Stoiber gesagt.

Angela Merkel kommt am Mittwoch nach Wildbad Kreuth

Allerdings rechnet Seehofer nicht damit, dass Merkel schon bei ihrem neuerlichen Besuch in Kreuth an diesem Mittwochabend eine Kehrtwende vollziehen wird.

Der bayerische Ministerpräsident betonte aber, man werde nicht ruhen, bis es zu einem Kurswechsel gekommen sei. "Es wird jede Woche dringlicher - das kann man mit Händen greifen", sagte er.

Stoiber hatte der "Süddeutschen Zeitung" gesagt, Merkel habe nicht mehr viel Zeit für die Bewältigung des Problems. "Maximal bis Ende März. Dann muss das gelöst sein."

Zum konkreten Zeitplan, was beispielsweise eine mögliche Klage Bayerns gegen den Bund angeht, wollte Seehofer nichts sagen. Es gebe viele Gespräche und viele Telefonate, und dann müsse man einschätzen, ob es noch die Chance auf eine Änderung der Politik gebe oder ob diese Hoffnung völlig aussichtslos sei.

Horst Seehofer vermeidet konkrete Drohungen

"Bei völliger Aussichtslosigkeit empfiehlt es sich auch nicht, noch viele Monate zu warten", erklärte er. Er halte insbesondere nichts davon, den weiteren Zeitplan "an irgendwelchen Daten festzumachen", sagte Seehofer mit Blick auf die bevorstehenden Landtagswahlen im März. Konkrete Drohungen vermied der CSU-Vorsitzende.

Insbesondere sagte er, die Frage nach einem Koalitionsbruch stelle sich nicht. Auf eine entsprechende Nachfrage zitierte Seehofer aber, was er Merkel vor zwei Wochen bei der Klausur der CSU-Bundestagsabgeordneten in Kreuth schon gesagt habe: "Wir wollen mit Dir eine Lösung - die Betonung liegt aber auf: Wir wollen eine Lösung. Das ist entscheidend."

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