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Pamela Anderson im französischen Parlament "Baywatch"-Star bringt Politiker auf die Palme

"Baywatch"-Star Pamela Anderson engagiert sich schon lange für den Tierschutz. Eine französische Spezialität ist ihr daher ein Dorn im Auge. Bei einem Auftritt im Parlament kam es zu Tumulten.

Der ehemalige "Baywatch"-Star Pamela Anderson will den Franzosen den Appetit auf Gänsestopfleber verderben. "Ich fordere die französischen Abgeordneten auf, das Stopfen zu verbieten", sagte die US-kanadische Schauspielerin am Dienstag im Parlament in Paris. Die umstrittene Delikatesse sei nicht gesund und habe "in einer zivilisierten Gesellschaft keinen Platz". Die gemästeten Enten und Gänse seien in ihrem Leben keinen einzigen Tag "glücklich" gewesen.

Die aus der TV-Serie "Baywatch" bekannte Schauspielerin war auf Einladung der Grünen-Abgeordneten Laurence Abeille und der Tierschutz-Stiftung der französischen Kino-Ikone Brigitte Bardot im Parlament. Sie stellten dort einen Gesetzesentwurf vor, der die Stopfleber-Produktion verbieten soll.

Während sich in dem kleinen Pressesaal die Fotografen und Kameraleute drängten und es zu chaotischen Szenen kam, wurde von den anderen Fraktionen Kritik laut. Der sozialistische Abgeordnete Hugues Fourage kritisierte den Auftritt als bloße "Showpolitik". Der Fraktionschef der konservativen Republikaner, Christian Jacob, sprach von einem "Nullpunkt der Politik".

Verkauf auch in Deutschland

Stopfleber ist eine französische Spezialität, die offiziell zum gastronomischen Kulturerbe des Landes gehört. In Deutschland ist ihre Herstellung verboten. Verkauft und verzehrt werden darf Foie Gras allerdings auch hierzulande. Bei der Stopfleberproduktion werden die Tiere auf engem Raum mit wenig Bewegungsmöglichkeiten gehalten und mit übermäßig viel Futter gemästet – damit sie eine Fettleber bekommen.

Die 48-jährige Anderson engagiert sich schon seit vielen Jahren für den Tierschutz. Sie kämpft gegen Tierversuche und Kleidung aus Leder oder Pelz und propagiert vegetarisches Essen.

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