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N24-Umfrage zur Flüchtlingspolitik Große Mehrheit der Deutschen für Grenzschließungen

Die Kölner Silvester-Übergriffe brachten die Stimmung zum Kippen: Nur noch 15 Prozent unterstützen laut N24-Umfrage die Flüchtlingspolitik der Kanzlerin. Die Mehrheit fordert eine Grenzschließung.

Kanzlerin Angela Merkel (CDU) gerät wegen ihrer Flüchtlingspolitik nicht nur in den Reihen von CDU und CSU zunehmend in die Kritik. Auch die Zustimmung in der Bevölkerung schwindet zunehmend. Nur 15 Prozent sprechen sich in einer repräsentativen Emnid-Umfrage im Auftrag von N24 dafür aus, den aktuellen Kurs beizubehalten. 79 Prozent fordern, die Bedingungen für Asylbewerber in Deutschland zu verschärfen. Unions-Wähler gehen sogar noch einen Schritt weiter: Hier verlangen 90 Prozent eine härtere Gangart.

Trotzdem halten die meisten der CDU/CSU-Anhänger weiterhin Merkel für die richtige Kanzlerin, um die Herausforderung zu meistern. 67 Prozent von ihnen stehen weiter hinter ihr - auch wenn es damit 23 Prozent weniger sind als in Merkels beliebtesten Zeiten. Insgesamt halten 53 Prozent der Befragten das Kanzleramt noch für richtig besetzt, 42 Prozent sind für einen Führungswechsel. 

Mehr zum Thema: CSU attackiert Merkel in Kreuth - "Bald eine andere Kanzlerin"

Gaben sich im April 2015 knapp Dreiviertel der Bevölkerung (74 Prozent) zuversichtlich, dass Deutschland die Flüchtlingskrise meistern kann, sind es heute nur noch 49 Prozent. Dagegen haben 48 Prozent nun Angst vor einer Überforderung. Bei CDU-Wählern ist die Tendenz sogar noch ausgeprägter. Hier fürchten 74 Prozent die Folgen eines Kontrollverlustes.

Wie aber sollte die Regierung die Zuwanderung begrenzen? Mit der Einführung einer Obergrenze für Flüchtlinge durch Österreich sind plötzlich die Befürworter von Grenzschließungen in der Mehrheit. Jeder Dritte forderte, dass Deutschland nachziehen müsse, wenn andere Länder ihre Grenzen schließen - wie jetzt Österreich und Schweden. Knapp jeder Vierte (24 Prozent) ist generell für eine Grenzschließung. 35 Prozent sprachen sich in der Umfrage für die bestehende Regelung aus. 

Ein Trostpflaster für die Kanzlerin: Merkel bekäme bei einer Direktwahl weiterhin mehr Stimmen als die Union, die ein Prozent in der Umfrage einbüßt und bei 38 Prozent liegt. Die SPD gewinnt um einen Punkt auf 24 Prozent, die Grünen liegen unverändert bei 10 Prozent, die Linke verliert einen Punkt und kommt auf 9 Prozent der Stimmen - damit liegt die Partei gleichauf mit der AfD (+1 Prozent). Gute Nachrichten für die FDP: Sie käme derzeit auf 5 Prozent (+1) und schaffte damit den Einzug ins Parlament.

Im Video: Horst Seehofer appelliert an die Kanzlerin:

 

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