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Kölner Imam Abu-Yusuf sorgt für Eklat "Wenn Frauen halbnackt herumlaufen, passiert sowas"

Aussagen des Kölner Imams Abu-Yusuf zur Kölner Silvesternacht sorgen für Empörung. Der Geistliche soll gesagt haben, Frauen hätten die Übergriffe selber provoziert. Später relativiert er das Gesagte.

Ein Interview des Kölner Imams Sami Imams Abu-Yusuf mit dem russischen Fernsehsender Ren-TV löst in sozialen Netzwerken und in der Politik Entrüstung aus.

Zu den massenhaften Übergriffen auf Frauen in der Silvesternacht wird Abu-Yusuf laut "Bild" von dem TV-Sender mit den Worten zitiert: "Einer der Gründe, weswegen muslimische Männer Frauen vergewaltigten oder belästigten, ist, wie sie gekleidet waren. Wenn sie halbnackt und parfümiert herumlaufen, passieren eben solche Dinge. Das ist wie Öl ins Feuer gießen!"

Der Grünen-Politiker Volker Beck verurteilte Abu-Yusufs mutmaßliche Äußerungen auf Twitter als "Menschenverachtung". Beck hat wegen der Äußerungen Strafanzeige gegen Abu-Yusuf gestellt. Beck beruft sich dabei auf Paragraph § 111 des Strafgesetzbuches (Öffentliche Aufforderung zu Straftaten).

Imam relativiert seine Angaben

In einem Interview mit dem Kölner Express behauptet der Imam inzwischen, seine Äußerungen seien aus dem Zusammenhang gerissen worden. "Es waren Frauen leicht bekleidet und sie trugen Parfüm, als sie durch die betrunkene Menge liefen", sagte er darin.

"Das war für einige Nordafrikaner Anlass, die Frauen zu begrapschen. Das heißt aber nicht, dass ich glaube, dass Frauen sich nicht so kleiden dürfen. Jeder hat das zu akzeptieren. Und wem das nicht passt, der muss in ein anderes Land gehen. Das ist die Wahrheit."

Polizei springt Abu-Yusuf bei

Ein Kontaktbeamter der Polizei, der bei dem Gespräch dabei war, fügte laut Kölner Express hinzu: "Ich kenne diese Leute und wir sind im ständigen Dialog. Es handelt sich um eine gemäßigte und orthodoxe Gemeinde. Sie verurteilten die Taten auch bereits in ihrem Freitagsgebet."

In Köln werden derzeit von der 140-köpfigen Ermittlungsgruppe "Neujahr" nach Stand vom 18. Januar 821 angezeigte Straftaten bearbeitet. In 359 Fällen handele es sich um Sexualdelikte. Man habe 1049 Personen als Opfer erfasst, darunter 482 Opfer von Sexualstraftaten. Zudem gehe es um Eigentumsdelikte, Raub und Körperverletzung.

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Der Verdacht richtet sich in Köln laut Bericht gegen 30 Personen. "Alle bisher ermittelten Tatverdächtigen sind nicht deutscher Nationalität." 15 Verdächtige sind laut Bericht Asylbewerber, elf halten sich vermutlich illegal in Deutschland auf, zwei sind minderjährige unbegleitete Flüchtlinge, und zwei haben eine Aufenthaltsgenehmigung. Von den 30 Verdächtigen stammen 25 aus Marokko und Algerien.

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