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Umfrage offenbart Die AfD ist eine reine Männerpartei

In einer neuen Umfrage des Emnid-Instituts konnte die AfD weiter zulegen, die Union gibt weiter Stimmen ab. Allerdings können die Rechtspopulisten fast nur bei den Männern punkten.

Die Alternative für Deutschland (AfD) legt in der bundesweiten Wählergunst weiter zu. Auch im "Sonntagstrend", den Emnid wöchentlich für die "Bild am Sonntag" erhebt, kommt die Partei nun erstmals auf 10 Prozent (plus 1 Prozentpunkt) und wird damit zur drittstärksten Kraft. Die AfD findet dabei derzeit fast ausschließlich Zuspruch bei Männern. Während nur 2 Prozent der wahlberechtigten Frauen AfD wählen würden, sind es bei den männlichen Bundesbürgern 17 Prozent.

CDU/CSU verlieren 2 Punkte und erzielen bei Emnid nur noch 36 Prozent. In der Union gibt es Diskussionen um die Flüchtlingspolitik. Die Insa-Umfrage vor fünf Tagen sah die Union sogar nur bei 32,5 Prozent - das bedeutete ein Allzeittief zumindest unter den seit 2012 durchgeführten Insa-Umfragen. Die Grünen kommen auf 9 Prozent (minus 1), die SPD auf 25 Prozent (plus 1). Die Linke liegt unverändert bei 9 Prozent, die FDP bei 5 Prozent. Trotz der guten Umfragewerte glauben 68 Prozent der Befragten, dass die AfD nur eine vorübergehende Erscheinung ist.

Experten führen den großen Zuspruch zur AfD aktuell vor allem auf die Flüchtlingskrise zurück. Die Partei hatte bereits im jüngsten ZDF-"Politbarometer" mit 11 Prozent die Grünen überholt.

Im "Deutschlandtrend" der ARD von Mitte Januar hatte die AfD um einen Prozentpunkt auf 10 Prozent zugelegt – und lag damit gleichauf mit den Grünen. Zuletzt hatte ihr der Streit um den Ausschluss bei TV-Duellen vor den Landtagswahlen in drei Bundesländern zusätzlich Schlagzeilen beschert.

Eine Mehrheit der Deutschen findet es dem "Sonntagstrend" zufolge falsch, die AfD von TV-Duellen vor den Wahlen am 13. März in Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und Sachsen-Anhalt auszuschließen. 53 Prozent wollen demnach, dass die AfD bei den TV-Duellen dabei ist, 34 Prozent der Befragten lehnen das ab.

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