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UN-Flüchtlingskommissar Filippo Grandi "Europa kann mehr Flüchtlinge aufnehmen"

Die aktuelle Lage sei schwierig, sozial und politisch. Doch dennoch könne Europa mehr Asylbewerber vertragen, glaubt UN-Flüchtlingskommissar Filippo Grandi. Unter einer Bedingung ist das möglich.

Filippo Grandi, der neue UN-Flüchtlingshochkommissar, hat zu Beginn seiner Amtszeit ein klares Statement abgegeben. Bei einem Besuch syrischer Flüchtlinge im Libanon erklärte er dem britischen Sender "BBC": "Die Europäische Union kann mehr Asylbewerber aufnehmen, sofern die Staaten besser miteinander kooperieren." Die schwierige Lage, sozial und politisch, sei ihm aber durchaus bewusst, machte er deutlich. Er rief Europa dazu auf, mehr für die Erst-Einreiseländer zu tun, damit die Menschen weniger Motivation haben ihre Flucht fortzusetzen.

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Auch der stellvertretende Flüchtlingshochkommissar der Vereinten Nationen, Volker Türk, sprach sich am am Montag im Deutschlandradio Kultur für eine gesamteuropäische Lösung aus. Europa müsse als Europäische Union mit der Herausforderung fertig werden.

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Türk warnte eindringlich vor "staatlichem Souveränitätsdenken" in der EU. Dieses verhindere gemeinsame Lösungen. Das Flüchtlingshilfswerk der Vereinten Nationen, UNHCR, betrachte derartige Signale aus verschiedenen europäischen Ländern mit Sorge. Es gebe noch "nicht genug Willen", an das Problem gemeinschaftlich heranzugehen, kritisierte Türk.

Legale Fluchtwege schaffen

So funktioniere beispielsweise die eigentliche beschlossene Verteilung der Flüchtlinge innerhalb der EU nicht. "Wir brauchen wirklich eine Erkenntnis seitens derer, die in Gesamteuropa politisch verantwortlich sind, dass das nicht nur von Deutschland, Österreich, Schweden, Griechenland, Italien bewältigt werden kann, sondern eben von allen 28 Staaten der Europäischen Union", sagte der stellvertretende Flüchtlingshochkommissar.

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Türk forderte zugleich, legale Wege nach Europa für Flüchtlinge zu schaffen. Ein Schutz der Außengrenzen sei legitim. Natürlich gehe es bei den Außengrenzen auch sehr stark um Sicherheitsfragen, sagte er: "Aber Sicherheitsfragen können nicht gelöst werden, wenn man sich nicht auch gleichzeitig mit den Schutzfragen für Flüchtlinge beschäftigt."

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