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Malaysia Die irre 629-Millionen-Euro-Spende

Mehr als 600 Millionen Euro landen auf mysteriöse Weise auf dem Privatkonto von Malaysias Premier Najib. Zehntausende fordern seinen Rücktritt. Nun folgt eine überraschende Wende.

Malaysias Ministerpräsident Najib Razak kann in einer Affäre um ungeklärte Millionenbeträge auf seinen Privatkonten offenbar aufatmen.

Es liege kein Fehlverhalten des Regierungschefs vor, weil die Gelder in Höhe von rund 629 Millionen Euro eine persönliche Spende des saudi-arabischen Königshauses gewesen seien, sagte Generalstaatsanwalt Mohamed Apandi Ali. Doch ließ er offen, warum sich die Monarchenfamilie in Riad so großzügig zeigte. Unklar blieb zunächst auch, wofür die Zuwendungen bestimmt waren.

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Die Millionenbeträge flossen Anfang 2013 in die Privatkonten Najibs, doch wurde dies erst im Juli 2015 dank durchgesickerter Dokumenten enthüllt. Demnach stammte das Geld aus Kassen des hoch verschuldeten staatlichen Investmentfonds 1MDB.

Najib weist Fehlverhalten zurück

Die Angelegenheit wuchs sich für den Regierungschef zur größten politischen Krise seit seinem Amtsantritt aus: Bei massiven Straßenprotesten forderten Zehntausende im August seinen Rücktritt. Najib wies jedoch jegliches Fehlverhalten zurück und erklärte, das Geld sei eine Spende aus dem Nahen Osten.

Generalstaatsanwalt Mohamed Apandi Ali gab ihm nun Recht und berief sich dabei auf Ermittler der malaysischen Anti-Korruptionsbehörde. Sie hätten sich mit Zeugen, darunter dem Geber getroffen, und deren Aussagen aufgenommen. "Ich bin überzeugt, dass es keine Beweise gibt, die zeigen würden, dass die Spende eine Form der Belohnung war, die auf korrupte Weise vergeben wurde", erklärte Apandi. Ein Vergehen liege daher nicht vor.

Im August 2013 habe Najib zudem umgerechnet 572 Millionen Euro wieder an Riad zurückgegeben, weil das Geld nicht genutzt worden sei, sagte der Generalstaatsanwalt weiter. Was mit den verbliebenen 56 Millionen Euro passiert ist, sagte er indes nicht. Najib äußerte sich zunächst nicht zu der Bekanntgabe.

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