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Terrorangst vor Karneval Kölner Polizei sucht diesen Chemikalienkäufer

Die Kölner Polizei sucht nach einem Terrorverdächtigen. Der Mann mit arabischem Aussehen hat eine größere Menge Chemikalien gekauft. Eine Überwachungskamera filmte ihn dabei.

Die Polizei in Köln fahndet nach einem Unbekannten, der in einem Baumarkt bombenfähige Chemikalien gekauft haben soll. Mit den Substanzen könne "mit entsprechenden Kenntnissen ein explosionsfähiges Gemisch" hergestellt werden, teilten Staatsanwaltschaft und Polizei mit. Nicht beteiligen wollte sich die Polizei an Spekulationen, wonach wegen des Falls der Kölner Rosenmontagszug in knapp zwei Wochen abgesagt werden könnte.

Die Behörden baten die Bevölkerung "dringend um Unterstützung" bei der Fahndung nach dem 45- bis 50-Jährigen, dessen Aussehen Mitarbeiter des Marktes als "aus dem Nahen Osten stammend" beschrieben hatten. Der Mann soll die Chemikalien demnach am Freitag in Pulheim bei Köln gekauft haben. Ein Mitarbeiter des Baumarktes informierte tags darauf die örtliche Polizei.

Trotz intensiver Ermittlungen des polizeilichen Staatsschutzes der Polizei Köln konnte der Mann den Angaben zufolge bislang nicht identifiziert werden. Der Unbekannte soll zwischen 170 und 175 Zentimeter groß und von schlanker Statur sein. Er sprach den Zeugen zufolge gut Deutsch und soll eine spitze Nase sowie hohe Geheimratsecken haben. Der Mann trägt einen kurzen dunklen Vollbart, der im Kinnbereich leicht grau ist. Aufnahmen des Baumarktes zeigen demnach den Gesuchten.

Polizei relativiert die Gefahr

Die Behörden betonten zugleich ausdrücklich, es sei nicht gesichert, dass der Kauf der üblicherweise für Reinigungsarbeiten bestimmten Chemikalien im Zusammenhang mit einer "kriminell motivierten Verwendung" stehe. Staatsanwaltschaft und Polizei nähmen den Hinweis insbesondere mit Blick auf die aktuelle Sicherheitslage und die Verantwortung für die Bürger aber sehr ernst.

Falls sich der Gesuchte selbst wiedererkenne und die Chemikalien für den Hausgebrauch bestimmt gewesen sei, soll er sofort Kontakt mit einer Polizeidienststelle aufnehmen. Zeugen, die den Mann kennen, wurden gebeten, sich über den Notruf 110 oder eine Dienststelle an die Polizei zu wenden.

Zu Mutmaßungen, eine möglicherweise ergebnislose Fahndung nach dem Mann könne Auswirkungen auf den bevorstehenden Karneval in Köln haben, sagte ein Polizeisprecher: "Wir ermitteln jetzt erst mal in dem Fall." Noch sei nicht gesichert, ob die Chemikalien zur Herstellung von Sprengmitteln gekauft worden seien. Zum Rosenmontagszug in der Karnevalshochburg Köln werden rund eine Million Zuschauer erwartet.  

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