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Peinlicher Vorfall in der US-Armee "Spezialisten" reparieren Atomrakete kaputt

Es war ein Routineauftrag, doch er endete im Fiasko: Drei US-Soldaten sollten eine Interkontinentalrakete reparieren – und zerstörten sie dabei. Nach der Wartung war die Minuteman III flugunfähig.

Es passierte in einem unterirdischen Raketensilo mit dem klangvollen Namen "Julia-07" im US-Bundesstaat Colorado. Drei Angehörige der US-Luftwaffe sollten eine Interkontinentalrakete mit Atomsprengkopf vom Typ Minuteman III untersuchen und einen Diagnosetest durchführen. Aber der Auftrag endete im Fiasko.

Die gut 18 Meter lange Rakete war nach der Wartung nicht mehr einsatzfähig. Ein Schaden von 1,8 Millionen Dollar, wie die US-Luftwaffe mit reichlich Verspätung jetzt mitteilte. Der Unfall passierte bereits am 16. Mai 2014, wurde bislang aber unter der Decke gehalten. Rund ein Jahr lang fragte die US-Nachrichtenagentur AP bei den Militärs nach, bis diese nunmehr ein paar Details veröffentlichten.

Die Militärs wollen nicht genau erklären, welcher Fehler gemacht oder ob etwas zerstört wurde. Alles sei geheim und zu sensibel, um es zu veröffentlichen. Zur Beruhigung hieß es, dass bei der Panne die Sicherheit der Bevölkerung nicht gefährdet gewesen sei.

Falsche Anweisung vom Chef

Der Chef des Wartungstrios sei zwar ordnungsgemäß für seine Aufgabe geschult worden, habe aber dennoch eine falsche Anweisung gegeben.

Start einer Rakete vom Typ Minuteman, wie sie an der Atomwaffenbasis in Wyoming stationiert sind. (Foto: picture alliance / AP Photo)

Um eine Wiederholung des Unfalls zu verhindern, gebe es jetzt geänderte Ausbildungspläne und technische Anleitungen. Zudem deuten die Militärs vorsichtig an, dass der Schaden offensichtlich an den Raketenleitwerken passierte.

Die US-Militärs haben weit über 400 Minuteman-III-Raketen in unterirdischen Silos versteckt. Die 1970 in Dienst gestellten Raketen haben rund 13.000 Kilometer Reichweite.

Welche Summen die Nuklearbewaffnung der USA kostet, wurde im Herbst 2015 deutlich. Der US-Rechnungshof GAO publizierte eine Untersuchung, dass die USA für den Unterhalt und die Modernisierung ihrer diversen Atomwaffenprogramme in den nächsten 25 Jahren 293 Milliarden Dollar ausgeben wollen – also mehr als zehn Milliarden Dollar pro Jahr.

Es gebe allein über 3800 Gebäude, die älter als 60 Jahre alt sind. Multimilliardenbeträge müssten in den Erhalt von sieben Atomwaffentypen investiert werden. Die Palette reicht von Atombomben über Atomwaffen in U-Booten und Interkontinentalraketen bis zu Cruise Missiles.

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