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Streit um 13-Jährige Kreml wirft Deutschland "massenweise Vertuschung" vor

Der Fall der 13-Jährigen aus Berlin-Marzahn ist aufgeklärt, doch die Stimmung zwischen Kreml und Berlin bleibt frostig. Das russische Außenministerium beklagt eine "Jagd auf russische Journalisten".

Im Streit um das Schicksal eines vorübergehend verschwundenen Berliner Mädchens beschäftigt weiter die deutsche und russische Diplomatie. Die russische Führung kündigte ein Telefonat mit Außenminister Frank-Walter Steinmeier zu dem Thema an - mit welchem Ergebnis, blieb zunächst unklar. In einer Erklärung des russischen Außenministeriums hieß es lediglich, die Minister hätten über die Krisenherde Ukraine und Syrien gesprochen.

Außenamtssprecherin Maria Sacharowa in Moskau gab deutschen Behörden die Hauptschuld an dem Konflikt zwischen Moskau und Berlin. Russlands Außenminister Sergej Lawrow hatte Deutschland mangelnde Transparenz im Fall der 13-jährigen Russlanddeutschen vorgeworfen. "Das alles geschah vor dem Hintergrund der massenweisen Vertuschung, was mit vielen Bundesbürgerinnen in verschiedenen Städten Deutschlands geschah", sagte Sacharowa der Agentur Interfax zufolge.

"Jagd auf russische Journalisten"

Russland habe reagiert auf das "Fehlen einer transparenten Position und auf Versuche, alles zu verschleiern und so zu tun, als sei nichts passiert". Dies sei keine Einmischung in innere Angelegenheiten. Mittlerweile gebe es eine "Jagd auf russische Journalisten", die "im Rahmen der Meinungsfreiheit" über den Fall berichten würden. Wenn die Behörden von Beginn deutliche Kommentare abgegeben hätten, hätte die Öffentlichkeit auf der Straße nicht Gerechtigkeit fordern müssen.

Das Mädchen war für 30 Stunden verschwunden und hatte danach von einer Vergewaltigung durch südländisch aussehender Männer erzählt. Die Staatsanwaltschaft Berlin betont, es gebe dafür keine Hinweise. Vielmehr hätte sich das Kind wegen Schulproblemen versteckt.

 

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