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Neues Konzept vorgestellt So will Köln den Karneval sicher machen

Nach den Übergriffen an Silvester hat Köln ein verschärftes Sicherheitskonzept für den Karneval präsentiert. Die Polizei kündigt hartes Durchgreifen an - nicht nur gegen Sexualstraftäter.

Die Kölner Polizei will an den Karnevalstagen streng gegen jede Form von Gewalt vorgehen. Der neue Polizeipräsident Jürgen Mathies sagte am Montag bei der Vorstellung eines neuen Sicherheitskonzeptes, man werde "konsequent gegen alle vorgehen, die hier über die Stränge schlagen". "Dies gilt für alkoholisierte Aggressoren genauso wie für Diebe, Räuber und Sexualstraftäter, die das Nein einer Frau nicht akzeptieren."

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Vor dem Hintergrund der Übergriffe in der Silvesternacht habe man das Einsatzkonzept angepasst, so Mathies. So werde etwa an den Schwerpunkttagen des Karnevals der Einsatz von einem zentralen Behördenstab geleitet, der sämtliche Informationen bündeln und weiterleiten soll.

Polizeipräsident Jürgen Mathies (vorne im Bild) erläutert in Köln das Sicherheitskonzept für die Karnevalstage. (Foto: dpa)

Allein an Weiberfastnacht sollen ungefähr 2000 Polizisten im Einsatz sein. Das seien doppelt so viele Beamte wie im Jahr zuvor, sagt Mathies. Um mehr Kräfte einsetzen zu können, arbeiteten die eingesetzten Polizisten in 12-Stunden-Schichten. Besonders sensible Bereiche in der Innenstadt würden ausgeleuchtet, am Hauptbahnhof werde die Bundespolizei die Szenerie per Video überwachen. Zur Aufnahme von Anzeigen stünden Betreuungsteams bereit.

Vorsorgliche Verbote gegen Straftäter

Zudem seien gegen 38 potentielle Straftäter sogenannte Bereichsbetretungsverbote erlassen worden. Außerdem habe man Sammelstellen für festgenommene Personen eingereichtet.

In den Vorjahren habe es im Schnitt immer 50 Sexualstraftaten gegeben, die angezeigt worden seien, sagte der Polizeipräsident. Mathies appellierte erneut an die Jecken, auf das Mitführen von täuschend echt aussehenden Waffen zu verzichten.

Auch Oberbürgermeisterin Henriette Reker versicherte: "Köln handelt – und das nicht nur an den Karnevalstagen." Gleichzeitig räumte sie ein: "Eine Garantie für hundertprozentige Sicherheit wird es nie geben können."

Die Stadt und die Polizei täten aber alles Menschenmögliche, um die Sicherheit zu gewährleisten. Eine Wiederholung massenhafter sexueller Übergriffe so wie in der Silvesternacht dürfe es nicht geben. "Wir werden weiterhin so feiern."

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