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Gewalt gegen Schwarze San Franciscos Polizei steht auf dem Prüfstand

Der Tod eines Afroamerikaners durch Polizeikugeln hat in San Francisco für Proteste gesorgt. Jetzt untersucht das US-Justizministerium die Arbeit der Polizei in der Westküsten-Metropole.

Nach dem Tod eines jungen Afroamerikaners in San Francisco untersucht das US-Justizministerium den Einsatz von Gewalt durch die örtliche Polizei. US-Justizministerin Loretta Lynch sagte, bei den Ermittlungen solle herausgefunden werden, wie die Arbeit der Polizei in der Westküsten-Metropole verbessert werden könne. Ziel sei es sicherzustellen, dass "jedes Mitglied der Gemeinde San Francisco den Schutz und den Service hat, den es verdient", erklärte US-Justizministerin Loretta Lynch.

Der Bürgermeister von San Francisco, Edwin Lee, hatte Lynch um die Einleitung von Ermittlungen gebeten. Im Dezember war ein mutmaßlicher Messerstecher, ein 26-jähriger Afroamerikaner, in der kalifornischen Stadt von mehreren Polizisten erschossen worden. Nach der Veröffentlichung von Handy-Aufnahmen des Vorfalls gingen am Wochenende hunderte Menschen in San Francisco auf die Straße, um gegen Polizeigewalt zu demonstrieren. Sie forderten die Entlassung von Polizeichef Greg Suhr.

Mehr zum Thema: Polizist verklagt von ihm erschossenen Teenager

Fälle von Polizeigewalt gegen Schwarze haben wiederholt für Empörung und Aufruhr in der afroamerikanischen Bevölkerung gesorgt. Im Sommer 2014 hatte die Tötung des 18-jährigen Michael Brown in Ferguson im Bundesstaat Missouri schwere Unruhen ausgelöst. Der verantwortliche Polizist wurde nicht angeklagt, obwohl Brown unbewaffnet war. Im April hatte der Tod des Schwarzen Freddie Gray im Polizeigewahrsam in Baltimore zu Ausschreitungen in der Ostküstenstadt geführt. Auch dort hat das US-Justizministerium eine Überprüfung der Arbeit der Polizei angeorndet, ebenso wie in Chicago.

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